Klinikdirektor Prof. Heinrich Iro eröffnete im Beisein von Prof. Erich Reinhardt, Vorsitzender des Medical Valley e.V., Dr. Sybill Storz, Geschäftsführerin der Firma Karl Storz, und Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, das neue Speicheldrüsenzentrum.
|
|||
01.10.2009
HNO-Klinik
Zentrum für Endoskopie und Ultraschall optimiert Patientenbehandlung – Wichtigste Untersuchungs- und Behandlungsinstrumente zentral verfügbar – HNO-Klinik entwickelt seit über 20 Jahren innovative Diagnostik- und Therapiemethoden – Erhaltung der Speicheldrüsen oberstes Ziel – 500 Patienten werden jedes Jahr behandelt, Zahl soll steigen
ERLANGEN – Seit vielen Jahren beschäftigt sich die HNO-Klinik Erlangen mit der Diagnostik und Therapie von Speichelsteinen. Jedes Jahr werden rund 500 Patienten mit Entzündungen der großen Kopfspeicheldrüsen in Erlangen behandelt. Um in diesem Bereich die Versorgung noch weiter zu optimieren, wurde nun ein weltweit einzigartiges Zentrum für Endoskopie und Ultraschall an der HNO-Klinik eingerichtet. In diesem neuen Speicheldrüsenzentrum können alle modernen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen dem Patienten in idealer Abstimmung angeboten werden. Klinikdirektor Prof. Heinrich Iro eröffnete die neue Einrichtung im Beisein von Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, Dr. Sybill Storz, Geschäftsführerin der Firma Karl Storz GmbH & Co. KG, und Prof. Erich Reinhardt, Vorsitzender des Medical Valley e.V. „Im Speicheldrüsenzentrum können Ultraschall, Endoskopie und Lithotripsie an einem Ort durchgeführt werden, alle Untersuchungs- und Behandlungsinstrumente stehen dort zur Verfügung. Für Patienten mit Speichelsteinleiden erhöhen sich durch diese ganzheitliche Behandlung die Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie“, erläutert Prof. Heinrich Iro.
Anlaufstelle für Patienten aus ganz Deutschland
Um den klinischen Schwerpunkt weiter auszubauen sowie der zunehmenden Bedeutung von Sonografie sowie endoskopischer Diagnostik und Therapie Rechnung zu tragen, hat das Universitätsklinikum mit dem 74 m2 großen Speicheldrüsenzentrum entsprechende räumliche Strukturen geschaffen. Insgesamt wurden in die neuen Räume im Erdgeschoss der HNO-Klinik 750.000 Euro investiert. Im Speicheldrüsenzentrum werden Betroffene aus ganz Deutschland behandelt, auch – wie bereits bisher – besonders schwierige Fälle. Durch die Ausweitung der Kapazitäten können in Zukunft mehr Patienten betreut werden, die Zahl soll auf rund 1.000 pro Jahr steigen und damit verdoppelt werden.
Der Schwerpunkt der neuen Funktionsabteilung wird auf der Diagnostik und Behandlung von Speichelsteinerkrankungen liegen, profitieren werden jedoch auch andere Patienten. Mit Hilfe der modernen Ultraschallgeräte können nahezu alle Erkrankungen der großen Kopfspeicheldrüse entdeckt werden. Wichtig ist dies vor allem bei Patienten mit Schwellungen unklarer Ursache, bei der Behandlung von Kindern und bei der Diagnostik von Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich. In vielen Fällen kann dank der modernen Ausstattung des Speicheldrüsenzentrums sogar auf eine Computer- oder Kernspintomografie verzichtet werden.
Innovationen, die weltweit Maßstäbe setzen
Speichelsteine sind eine der häufigsten Ursachen für Entzündungen der Speicheldrüsen. Sie verursachen Schwellungen und Schmerzen vor allem bei der Nahrungsaufnahme. Rund 5.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland daran. Während früher bei der Diagnose „Speichelstein“ in der Regel die Drüse operativ entfernt wurde, lässt sie sich heute durch den Ein-satz modernster Operationstechniken in vielen Fällen erhalten. Für die HNO-Klinik ist der Erhalt der Drüse und ihrer Funktionen oberstes Ziel. Bei inzwischen über 2.000 behandelten Patienten mit Steinen der Ohr- und Unterkieferspeicheldrüse konnten über 95 % der Drüsen erhalten werden.
Die Erlangen Klinik hat in den vergangenen 20 Jahren immer wieder für Innovationen bei der Behandlung von Speicheldrüsenerkrankungen gesorgt und frühzeitig drüsenerhaltende Behand-lungsmethoden entwickelt. So wurden an der Klinik die sonografischen Untersuchungstechniken verfeinert und die Endoskopie der Speicheldrüsenausführungsgänge als Routinemethode etabliert. Bereits 1989 wurde hier die weltweit erste extrakorporale Zertrümmerung eines Spei-chelsteins am Menschen durchgeführt.
Die Erlanger Experten beschäftigen sich kontinuierlich mit der Etablierung neuer chirurgischer Techniken für die Behandlung von Speicheldrüsentumoren, die das Risiko minimieren, Gesichts- und Geschmacksnerven zu schädigen. Heute können auch Speicheldrüsentumore drüsenerhaltend operiert werden. In der minimalinvasiven Therapie mit kleinen Endoskopen in den Speicheldrüsengängen ist die Klinik weltweit führend.
Ansprechpartner für die Redaktionen:
Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie
Dr. med. Christopher Bohr
Waldstr. 1
91052 Erlangen
Telefon: +49 (0) 9131 85-33896
E-Mail: christopher.bohr@uk-erlangen.de
Birke und Partner Kommunikationsagentur
Meike Hallbauer
Marie-Curie-Straße 1
91052 Erlangen
Telefon: +49 (0) 9131 8842 16
E-Mail: meike.hallbauer@birke.de
Birke und Partner Kommunikationsagentur




