Universitätsklinikum Erlangen

Weltweit erster „Allround-CT“ optimiert Notfallversorgung

19.11.2007
Radiologisches Institut

Einer für fast alles: Mit dem Somatom Definition AS (Adaptiver Scanner) von Siemens steht in der Notaufnahme der Chirurgie des Universitätsklinikums Erlangen der weltweit erste Computertomograph (CT), der sich nahezu allen medizinischen Anforderungen anpasst. „Das System ist für die Routinediagnostik ebenso geeignet wie für komplexe Untersuchungen und ist vor allem für die schnelle und präzise Diagnostik bei Notfallpatienten ideal. Außerdem eröffnet die neue Technik Perspektiven für die Forschung – insbesondere bei onkologischen Patienten“, sagte Prof. Dr. Werner Bautz, Direktor des Radiologischen Instituts des Universitätsklinikums Erlangen heute (19.11.07) bei einer Pressekonferenz zur Inbetriebnahme der ersten Installation des neuen CT-Modells.

Mit dem Somatom Definition AS lassen sich selbst unterschiedlichste Patientengruppen wie korpulente Menschen, Klaustrophobiker oder Kinder optimal untersuchen. Der Vorteil für Patienten: Sie können schneller, schonender und präziser untersucht werden. „Mit dem neuen 128-Schicht-CT können wir die Qualität der lebensrettenden Behandlungen weiter verbessern, indem wir den Prozess der Diagnosefindung verkürzen und Zusatzuntersuchungen vermeiden können “, so Prof. Bautz.

Der Somatom Definition AS vereint als erster CT-Scanner verschiedene dynamische Komponenten. Dazu gehört z. B. das bewegliche „adaptive Dosisschild“, mit dem unnötige Strahlenbelastung für den Patienten vermieden wird. Aufgrund des zwei Meter langen Scanbereiches und einer 78-cm-breiten Geräteöffnung können Schwerstverletzte rasch und ohne Probleme von Kopf bis Fuß untersucht werden. Seine für ein CT-System unübertroffen hohe Schnelligkeit (0,3 Sekunden Umdrehungszeit, bis zu 128 Schichten pro Umdrehung) ermöglicht eine gestochen scharfe Darstellung selbst feinster anatomischer Details. Dies erlaubt akkurate Vermessungen und Therapien von kleinsten Gefäßdefekten.

Die adaptive 4D-Spiralabdeckung macht es möglich, dass durch die Bewegung des Patiententisches ein größerer Körperabschnitt dynamisch erfasst wird als bei bisherigen Systemen. Bei einem Schlaganfall beispielsweise kann dadurch die Durchblutung des ganzen Gehirns dargestellt werden. „Wir hoffen, dass wir einen Schlaganfall damit noch früher als bisher erkennen können. Denn jede gesparte Sekunde bedeutet, dass Gehirngewebe am Leben bleibt”, sagte Prof. Bautz.

Die enorme Anpassungsfähigkeit des Somatom Definition AS an unterschiedlichste klinische Anforderungen und Patienten verbessert den Arbeitsprozess entscheidend und erleichtert so die Integration der CT-Bildgebung in die Versorgungskette. „Ein Somatom Definition CT-Scanner kann gleichermaßen zur Diagnostik von Schlaganfällen eingesetzt werden, kann als nicht-invasives Katheterlabor fungieren, als Therapiemanagementwerkzeug bei Krebspatienten oder auch als Interventionsstation – dies hängt ganz von der individuellen Situation des Patienten ab,” sagte Dr. Bernd Montag, Vorsitzender des Geschäftsgebiets Computertomographie (CT) bei Siemens Medical Solutions. „In ihrer Gesamtheit stellen diese Weiterentwicklungen eine wichtige Verbesserung bei der Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung dar und wirken sich gleichzeitig kostensenkend aus.” Trotz seines außerordentlichen Leistungsvermögens passt das Somatom Definition AS in seiner 40-Schicht-, 64-Schicht- und 128-Schicht-Konfiguration zu den räumlichen Gegebenheiten des Kunden. Mit lediglich 18 m2 erforderlicher Stellfläche ist es auch für Räume geeignet, die für bisherige High-End-Scanner oft zu klein sind.

Somatom Definition AS

Die abgebildeten Personen: Dr. Bernd Montag, Leiter des Geschäftsgebietes Computertomographie des Siemens-Geschäftsbereiches Medical Solutions (liegend), Prof. Dr. Werner Bautz, Direktor des Radiologischen Instituts des Universitätsklinikums Erlangen (mitte); PD Dr. Michael Lell, Oberarzt des Radiologischen Instituts (rechts)

 

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Für Journalisten-Rückfragen:
PD Dr. Michael Lell (Oberarzt Radiologisches Institut)
Telefon: 09131 85-35500
E-Mail: michael.lell@idr.imed.uni-erlangen.de