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 Bauchspeicheldrüsenlabor  

Leistungsspektrum


Im Bauchspeicheldrüsenlabor wird die exokrine Pankreasfunktion untersucht. Die Ausschüttung der Verdauungsenzyme in den Darm wird sowohl durch Hormone (Sekretin, Cholecystokinin) als auch durch Nerven (Nervus vagus) gesteuert. Für verschiedene Bestandteile der Nahrung wie Eiweiße, Fette und Zucker existieren jeweils darauf spezialisierte Enzyme. Diese Enzyme kann man im Blut, im Verdauungssaft, im Stuhl, einige auch im Urin nachweisen.
Bei den Pankreasfunktionsprüfungen unterscheidet man zwischen direkten und indirekten Testverfahren. Ein direkter Pankreasfunktionstest ist der Sekretin-Pankreozymin-Test (auch Pankreasfermentsonde genannt), mit ihm werden die Produkte der Pankreassekretion, Bikarbonat und Enzyme, direkt im Verdauungssaft bestimmt. Bei den indirekten Pankreasfunktionstests hat die Bestimmung des Enzyms Elastase-1 im Stuhl inzwischen weite Verbreitung gefunden. Der Test wird auch als Suchtest empfohlen. Elastase-1 wird mittels monoklonaler Antikörper in einer erbsgroßen Stuhlprobe gemessen. Da die Antikörper humanspezifisch sind, ist das Absetzen einer eventuellen Enzymsubstitution nicht nötig.

Die Bestimmung von Pankreasenzymen (Amylase, Lipase, Elastase, Trypsin) im Blut ist zur Diagnostik einer exokrinen Pankreasfunktion nicht geeignet. Deutliche Erhöhungen dieser Enzyme kann man bei der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung finden. Hauptursachen einer exokrinen Pankreasinsuffizienz im Erwachsenenalter sind die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) und Krebs der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom).

Krankheitsbilder

Pankreatitis

Pankreasinsuffizienz

Pankreaspseudozyste

Pankreaskarzinom

Informationen zur Ernährung bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse