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Psychiatrie, Uni-Klinikum

Aktiv gegen die Depression

Teilnehmer für Studie "Klettern und Stimmung" gesucht – Einladung zu Informationsabenden in Erlangen, München und Berlin

Der Depression mit Sport entgegenwirken – unter diesem Motto wies das Team der Pilotstudie "Klettern und Stimmung" (KuS) der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) des Universitätsklinikums Erlangen erstmals die Wirksamkeit einer Bouldertherapie bei depressiven Patienten in ambulanter Behandlung nach. Ab Mai 2017 heißt es nun wieder "Ab an die Wand!", denn dann soll dieser sportliche Therapieansatz im Rahmen der KuS-Studie an einer größeren Teilnehmerzahl in Erlangen, München und Berlin wissenschaftlich evaluiert werden. Interessierte aus Berlin, dem Großraum München und der Region Erlangen/Fürth/Nürnberg sind herzlich zu einem der unverbindlichen Informationsabende in ihrer jeweiligen Stadt eingeladen.
Beim Bouldern ganz im Moment leben, Erfolge erleben und Grenzen austesten. Darauf zielt die Bouldertherapie des Studienteams der Psychiatrie des Uni-Klinikums Erlangen ab. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Bouldern ist das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe. Bei Depressionen kann das Bouldern als Therapie eingesetzt werden - mit unterschiedlichen Zielen: Es kann Menschen zum einen spielerisch helfen, positive Erfahrungen zu sammeln. Zum anderen lernen die Patienten durch die sportliche Betätigung, ihre Grenzen wahrzunehmen, anzuerkennen, aber auch über sich selbst hinauszuwachsen und eigene Erfolge anzuerkennen. Viele Probanden der vorangegangenen Studie zeigten sich in der Auswertung begeistert vom wertschätzenden Umgang der Therapeuten sowie von der Kameradschaft und dem Vertrauen in der Gruppe. Zudem berichteten sie, dass KuS ihnen dazu verholfen habe, ihren Alltag wieder besser zu bewältigen und selbstbewusster zu werden.

Jetzt will das Studienteam der Psychiatrie des Uni-Klinikums Erlangen die Bouldertherapie im größeren Studienrahmen mit bewährten Depressionsbehandlungen vergleichen. Dazu werden die Teilnehmer zufällig in je eines von drei Therapieangeboten eingeteilt. Im Fokus: eine verhaltenstherapeutische Depressionsbewältigung, wie sie aktueller Standard ist, die Bouldertherapie und ein allgemeines sportliches Aktivierungsprogramm. Probanden aus der letzten Gruppe erhalten nach zehn Wochen ebenfalls Zugang zur Bouldertherapie. Alle Therapiegruppen können im Rahmen ihrer Studienteilnahme auch von klassischen Therapieelementen wie dem Achtsamkeitstraining und Entspannungsübungen profitieren.

Einladung zu Informationsveranstaltungen

Interessierte und ihre Angehörigen sind herzlich eingeladen, sich an einem der drei Termine in ihrer Stadt über die neue Studie KuS zu informieren, das Studienteam kennenzulernen und sich auf Wunsch gleich für die Teilnahme registrieren zu lassen.

Berlin
Donnerstag, 30.03.2017, 16.00 Uhr, Montag, 03.04.2017, 17.00 Uhr und Dienstag, 25.04.2017, 16.30 Uhr im Nachbarschaftshaus in der Urbanstraße 21; Donnerstag, 27.04.2017, 17.00 Uhr in der Boulderhalle Bouldergarten in der Thiemannstraße 1 in Berlin-Neukölln

München
Montag, 27.03.2017, 03.04.2017 und 24.04.2017, jeweils um 17.00 Uhr im Bürgergewölbe Weyarn, J.-B.-Zimmermann-Straße 5

Erlangen
Dienstag, 28.03.2017, 04.04.2017 und 25.04.2017, jeweils um 16.00 Uhr im Wintergarten der Kopfkliniken des Uni-Klinikums Erlangen, Schwabachanlage 6

Termine für die Gruppentherapien

Alle Gruppentherapien starten Mitte Mai 2017 und dauern insgesamt zehn Wochen.

Berlin
Start am 18. Mai 2017, immer donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr, entweder in der Boulderhalle „Bouldergarten“ in Berlin-Neukölln oder im Bürgerzentrum Neukölln

München
Start am 15. Mai 2017, immer montags von 17.00 bis 19.00 Uhr, entweder in der Boulderhalle „KletterZ“ in Weyarn oder im Bürgergewölbe Weyarn

Erlangen
Start am 16. Mai 2017, immer dienstags von 16.30 bis 18.30 Uhr, entweder in der Boulderhalle „Steinbock“ in Zirndorf oder in den Kopfkliniken des Uni-Klinikums Erlangen

Vertraulich und kostenlos

Die Protokollierung der Ergebnisse erfolgt durch Telefoninterviews mit den Probanden. Selbstverständlich werden die Angaben streng vertraulich behandelt. Die Studienteilnahme ist für alle zugelassenen Teilnehmer kostenlos. Finanziert wird die Studie von der OH-DO-KWAN Stiftung Ludmilla Pankofer und Carl Wiedmeier.

Ausführliche Informationen finden Sie unter: www.studiekus.de

Weitere Informationen:

PD Dr. Katharina Luttenberger
Telefon: 09131 85-34650
E-Mail: studiekus.psychatuk-erlangen.de

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