Veranstaltungen

" alt="" />

Neue Antiinfektiva und neue Therapiekonzepte

Einladung zur Fortbildungsveranstaltung

Nach der Einführung des Penicillins in den 1940er– Jahren des letzten Jahrhunderts war die Euphorie unter den Ärzten groß und viele haben schon das Ende der Infektionskrankheiten prophezeit. Heute, über 70 Jahre später, ist man von diesem Ziel immer noch weit entfernt und hat erkannt, dass es sich wahrscheinlich niemals realisieren lässt. Insbesondere im Krankenhausbereich nimmt die Zahl an bakteriellen Infektionen zu, die durch multi-resistente Erregern verursacht werden. Vor allem im gram-negativen Bereich treten vermehrt Bakterien auf, gegen die nur noch wenige, in seltenen Fällen auch gar keine Antibiotika wirksam sind. Dies macht die Entwicklung immer neuer Wirkstoffe erforderlich. Seit 2014 wurden insgesamt neun neue Antibiotika zugelassen, die Mehrzahl davon ist gegen multiresistente Erreger gerichtet. Obwohl dies optimistisch stimmen könnte, steht fest, dass der Wettlauf mit den Bakterien damit nicht gewonnen ist, sondern nur in eine neue Runde geht.

Ganz anders stellt sich die Lage in der Therapie der chronischen Virusinfektionen dar. So ist die HIV-Infektion zu einer zwar nicht heilbaren, aber recht gut behandelbaren Erkrankung geworden. Aufgrund der Ergebnisse großer internationaler Studien zur Bestimmung des optimalen Zeitpunkts für den Therapiebeginn sowie der geringeren Toxizität der neueren Medikamente haben sich hier die Therapiestrategien deutlich verändert. Auch fnden die epidemiologischen Implikationen der HIV-Therapie im Sinne einer Reduktion der HIV-Neuinfektionen zunehmend Beachtung. Noch rasanter ist die Entwicklung neuer Therapieoptionen in der Behandlung der chronischen Hepatitis C. Hier haben sich in den letzten fünf Jahren die Behandlungsschemata durch die Einführung zahlreicher direkt gegen das Virus gerichteter Medikamente mehrfach grundlegend verändert. Dienten diese Medikamente zunächst als Ergänzung der etablierten Therapie mit PEG-Interferon und Ribavirin, so sind heute praktisch nur noch interferonfreie Therapien im Einsatz, die in einem hohen Prozentsatz zur kompletten Viruselimination führen können. Durch die kürzere Therapiedauer und die bessere Verträglichkeit der neuen Medikamente hat sich auch die Rate der Therapieabbrüche deutlich verringert. Ein Problem stellen insbesondere die hohen Kosten dieser neuen Therapien dar.

Wir würden uns freuen, Sie bei unserer Fortbildungsveranstaltung begrüßen zu dürfen, und hoffen auf Ihr Interesse und lebhafte Diskussionen.

Prof. Dr. med. Christian Bogdan
Prof. Dr. med. Klaus Überl

Datum

Datum: 29.06.2016
Uhrzeit: 18.15 - 20.30 Uhr

Raum

Hörsaal Mikrobiologie

Adresse

Wasserturmstr. 3-5
91054 Erlangen

Hinweis zum Veranstaltungsort: nicht barrierfrei zugänglich

Zielgruppe

  • Ärzte

Fortbildungspunkte

3

Downloads

zurück zu Veranstaltungen
 
Pressesprecher

Johannes Eissing

Telefon: 09131 85-36102          
E-Mail: presseatuk-erlangen.de

Nachrichtensuche
Termine

Veranstaltungskalender

MoDiMiDoFrSaSo
28 29 30 31 01 02 03
04 05 06 07 08 09 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 01
Veranstaltungssuche