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Infektionen von Niere und Harnwegen

Einladung zur Fortbildungsveranstaltung

Harnwegsinfekte gehören mit einem Drittel der Infektionen im ambulanten und einem Viertel der Infektionen im stationären Bereich zu den häufgsten Infektionskrankheiten in Deutschland. Die 2010 unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Urologie erstellte S3-Leitlinie „Harnwegsinfektionen“ wurde im April 2017 in überarbeiteter Form neu herausgegeben. Sie fasst den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Epidemiologie, Diagnostik, Therapie und Prävention unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei erwachsenen Patienten zusammen. In der aktualisierten Leitlinie wurden u. a. neue Antibiotika zur empirischen Therapie aufgenommen, eine deutliche Empfehlung gegen den unkritischen Einsatz von Reserveantibiotika (insbesondere von Ciprofoxacin) gegeben sowie der Stellenwert nicht antibiotischer Maßnahmen in der Rezidivprophylaxe der Harnwegsinfektionen beurteilt.

Auch Virusinfektionen können bei Infektionen von Niere und Harnwegen eine Rolle spielen. Bei der hämorrhagischen Zystitis, die insbesondere nach Stammzelltransplantation auftreten kann, spielen Adenoviren und das Polyomavirus BK neben den toxischen Effekten von Zytostatika und Bestrahlung eine Rolle. Häufger als die Harnwege ist jedoch das Nierenparenchym im Sinne einer interstitiellen Nephritis oder einer Nephropathie von Virusinfektionen betroffen. Von Bedeutung ist hier vor allem bei Nierentransplantierten die Polyomavirusassoziierte Nephropathie, die zu einem Verlust des Transplantats führen kann. Bei Immunkompetenten sind vor allem die Hantaviren als Erreger zu nennen, die von Nagetieren auf den Menschen übertragen werden können. Die Häufgkeit solcher Infektionen ist in Deutschland sowohl regional als auch von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich. Nach mehreren Jahren mit eher geringen Fallzahlen zeichnet sich in diesem Jahr hier wieder eine höhere Fallzahl ab, und auch in unserer Region wurden bereits einige Fälle diagnostiziert. Daher möchten wir Ihnen hierzu aktuelle Aspekte der Epidemiologie, Diagnostik und Pathogenese nahebringen. Wir würden uns freuen, Sie bei unserer Fortbildung begrüßen zu dürfen, und hoffen auf Ihr Interesse und lebhafte Diskussionen.

Prof. Dr. med. Christian Bogdan
Prof. Dr. med. Klaus Überla

Datum

Datum: 21.06.2017
Uhrzeit: 18.15 - 20.30 Uhr

Raum

Hörsaal Mikrobiologie

Adresse

Wasserturmstr. 3-5
91054 Erlangen

Hinweis zum Veranstaltungsort: nicht barrierfrei zugänglich

Zielgruppe

  • Ärzte

Fortbildungspunkte

3

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Pressesprecher

Johannes Eissing

Telefon: 09131 85-36102          
E-Mail: presseatuk-erlangen.de

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