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Lebendnierenspende

Seminar für Patienten und Ärzte

In einem Seminar für Patienten, Angehörige und andere Interessierte, soll über die medizinischen und rechtlichen Grundlagen der Lebendnierentransplantation informiert werden.

Der Mensch verfügt von Natur aus über eine große Reserve an Nierenleistung und die Funktion einer gesunden Niere ist völlig ausreichend. Bereits bei der ersten erfolgreichen Nierentransplantation vor mehr als 60 Jahren handelte es sich um eine "Lebendspende". Seinerzeit erhielt ein junger Mann eine Niere von seinem eineiigen Zwillingsbruder, sodass das genetisch identische Gewebe nicht als fremd erkannt wurde. Erst im weiteren Verlauf konnten Medikamente entwickelt werden, die die Abwehrkräfte soweit reduzieren, dass auch die Transplantation von Organen mit anderen Gewebemerkmalen problemlos möglich ist. Damit waren die Grundlagen für die moderne Transplantationsmedizin gelegt.

Obwohl die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger meistens nicht übereinstimmen, ist die Prognose einer Lebendnierentransplantation auf Grund der sorgfältigen Vorbereitung und der kurzen Zeitdauer zwischen Nierenentnahme und Transplantation besser als bei der Transplantation der Niere eines Verstorbenen. Auch verschiedene Blutgruppen sind kein Hinderungsgrund mehr für eine Transplantation. Im Idealfall gelingt es, eine Lebendspende durchzuführen, kurz bevor eine Dialyse notwendig wird, um so die Dialyse ganz zu vermeiden.

Heute stammen in Deutschland die meisten transplantierten Nieren von Verstorbenen. Die Zahl hirntoter Organspender ist aber im Vergleich zur Zahl derjenigen, die ein Organ benötigen, viel zu gering. Daraus resultieren mittlere Wartezeiten von inzwischen mehr als 6 Jahren. In dieser Situation gewinnt die Möglichkeit einer Nierenlebendspende zunehmende Bedeutung. Bereits jede vierte transplantierte Niere stammt von einem lebenden, dem Nierenkranken nahe stehenden Menschen, der sich zu einer Organübertragung bereit erklärt hat. In vielen anderen Ländern ist der Anteil der Lebendnierenspende deutlich höher als hierzulande.

Vor 50 Jahren entstand das Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg. Die erste Nierentransplantation 1966 war eine Lebendnierenspende eines Vaters an seine Tochter. 40 Jahre später, im Jahr 2006, haben wir unser Lebendspendeprogramm um die Möglichkeit der blutgruppeninkompatiblen Lebendnierenspende ergänzt. Mittlerweile haben wir über 3.200 Nieren transplantiert, davon 366 Lebendspenden mit 68 blutgruppeninkompatiblen Spendern.

Mit unserem diesjährigen Seminar informieren wir Sie über die aktuellen medizinischen und rechtlichen Grundlagen der Lebendnierenspende zur Transplantation. Wer kommt als Lebendnierenspender infrage? Welche gesundheitlichen Voraussetzungen müssen vorliegen, welche potenziellen Risiken bestehen für den Spender und wie läuft eine Lebendnierenspende ab? Zu diesen und anderen Fragen im Zusammenhang mit der Lebendnierenspende werden Experten des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg Stellung nehmen. Darüber hinaus werden wir Spender/ Empfänger-Paare zu Wort kommen lassen.

Wir freuen uns, Sie am 7. Juli zu dieser Veranstaltung in Erlangen begrüßen zu können.

Weitere Informationen

Kathrin Lenker
Telefon: 09131 85-36025
Fax: 09131 85-39193
E-Mail: kathrin.lenkeratuk-erlangen.de

Datum

Datum: 07.07.2018
Uhrzeit: 10.00 - 15.00 Uhr

Raum

Rudolf-Wöhrl-Hörsaal

Adresse

Östliche Stadtmauerstr. 11
91054 Erlangen

Hinweis zum Veranstaltungsort: Treppenlift und barrierefreies WC vorhanden. Telefon für Treppenlift: 09131 85-34858

Zielgruppe

  • Patienten/Öffentlichkeit
  • Ärzte
  • Medizinisches Fachpersonal

Fortbildungspunkte

6

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Sponsoren

Chiesi 
500,00 €

Sanofi 
800,00 €



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Pressesprecher

Johannes Eissing

Telefon: 09131 85-36102          
E-Mail: presseatuk-erlangen.de

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