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Chronisches Erschöpfungssyndrom (chronic fatigue) –eine Komplikation von Infektionen?

Einladung zur Fortbildungsveranstaltung

das chronische Erschöpfungssyndrom, das auch als Chronic Fatigue Syndrom/myalgische Enzephalomyelitis (CFS/ME) bezeichnet wird, ist ein komplexes Krankheitsbild mit vermutlich heterogener und bisher weitgehend unklarer Ätiologie. Das Hauptsymptom ist eine starke und lange anhaltende Erschöpfung auch nach geringen Anstrengungen, die über mindestens sechs Monate persistiert. Als weitere Symptome aus dem neurokognitiven Bereich sind Schlafstörungen und Schmerzzustände (Muskel-, Kopf-, Gelenkschmerzen) sowie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen bei vielen Patienten vorhanden. Auch das Immunsystem, der Gastrointestinaltrakt und das Herz-Kreislauf-System sind häufig mitbetroffen. Insgesamt führen die Symptome zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der normalen Lebensführung.

Infektionserreger stehen als Trigger für die Entwicklung des chronischen Erschöpfungssyndroms schon lange im Verdacht, da die Erkrankung zumindest bei einem Teil der Patienten im Zusammenhang mit einer akuten Infektionskrankheit beginnt. Besonders zu nennen ist hier die infektiöse Mononukleose, weshalb das Epstein-Barr-Virus, aber auch andere Viren aus der Familie der Herpesviren (z. B. das humane Herpesvirus 6) besonders im Fokus stehen. Auch Erreger aus anderen Virusfamilien sowie verschiedene extra- oder intrazelluläre Bakterien wie z. B. Borrelia burgdorferi kommen als Auslöser in Betracht. Da die meisten dieser Erreger weit verbreitet sind und beispielsweise die Herpesviren bei allen Infizierten zu einer lebenslänglichen Persistenz führen, ist es sehr schwierig, für das chronische Erschöpfungssyndrom charakteristische Reaktionsmuster zu definieren, die sich von denen einer normalen Erregerpersistenz unterscheiden.
Wie bereits erwähnt, sind beim chronischen Erschöpfungssyndrom Störungen der Immunfunktionen häufig. Diese können sowohl das zelluläre als auch das humorale Immunsystem betreffen und sind keineswegs einheitlich. So werden sowohl ein Immunglobulinmangel als auch eine Hypergammaglobulinämie beschrieben.
Neuere Ergebnisse deuten auf eine Beteiligung von Autoantikörpern gegen Neurotransmitter und ihre Rezeptoren beim chronischen Erschöpfungssyndrom hin. Dies wird auch durch erste randomisierte Therapiestudien mit B-Zell-depletierenden Antikörpern unterstützt.
Ein weiteres Forschungsgebiet beim chronischen Erschöpfungssyndrom sind Veränderungen des Zellstoffwechsels, die zum Krankheitsgeschehen beitragen können. Hier ergeben sich mit den heutigen Möglichkeiten der Massenspektrometrie möglicherweise neue Ansätze für die Diagnosestellung, die Pathogeneseforschung und eventuell auch für die Therapie.
In unserer Fortbildung wollen wir mit einem Hauptvortrag aus der klinischen Betreuung von Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom und einer Reihe von Beiträgen zu möglichen infektiösen Ursachen dieses schwierige Thema von verschiedenen Seiten beleuchten.

Wir würden uns freuen, Sie bei unserer Fortbildung begrüßen zu dürfen, und hoffen auf Ihr Interesse und auf lebhafte Diskussionen.

Prof. Dr. med. Christian Bogdan
Prof. Dr. med. Klaus Überla

Datum

Datum: 07.11.2018
Uhrzeit: 18.15 - 20.30 Uhr

Raum

Hörssal

Adresse

Wasserturmstr. 3-5
91054 Erlangen

Hinweis zum Veranstaltungsort: nicht barrierfrei zugänglich

Zielgruppe

  • Ärzte

Fortbildungspunkte

3

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Pressesprecher

Johannes Eissing

Telefon: 09131 85-36102          
E-Mail: presseatuk-erlangen.de

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