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Neurologie, Uni-Klinikum

Schlaganfall-Infobus lockte Interessierte auf den Hugenottenplatz

Experten der Neurologischen Klinik informierten Erlanger Bürger zur Volkskrankheit Schlaganfall

Unter dem Motto „Herzenssache Lebenszeit“ rollte ein roter Schlaganfall-Infobus heute Vormittag (11.07.2017) auf den Erlanger Hugenottenplatz. Ärzte und Pflegekräfte der Neurologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Schwab) des Universitätsklinikums Erlangen informierten alle Interessierten – gemeinsam mit der AOK Bayern, Geschäftsstelle Erlangen, und dem Kreisverband Erlangen-Höchstadt des Bayerischen Roten Kreuzes - über die Volkskrankheit, die jährlich 50.000 Bayern und insgesamt 270.000 Deutsche trifft. Auch für Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik war es eine Herzensangelegenheit, dem roten Doppeldeckerbus einen Besuch abzustatten und die Aufklärungskampagne zu unterstützen.
Pflegekräfte und Ärzte der Neurologischen Klinik des Uni-Klinikums Erlangen informierten alle Interessierten rund um das Thema Schlaganfall. Foto: Uni-Klinikum Erlangen.

Im Schlaganfall-Infobus informierten die Experten der Neurologie über Ultraschalluntersuchungen der Halsschlagader und den richtigen Blutdruck und gaben hilfreiche Informationen zu gesunder Lebensweise und zum Verhalten im Ernstfall. Außerdem bot die AOK Bayern, Geschäftsstelle Erlangen, eine Ernährungsberatung an. Der Tenor der Experten: Mehr als die Hälfte aller Schlaganfälle ließe sich durch gezielte Vorsorgemaßnahmen und einen gesunden Lebensstil verhindern. "Wenn aber einmal Symptome wie Lähmungen oder Taubheitsgefühle, Sprach- oder Sehstörungen, Schwindel und Gangunsicherheit oder plötzliche heftige Kopfschmerzen auftreten, sollte sofort der Notarzt unter der Telefonnummer 112 verständigt werden", erklärte Prof. Schwab. "Auch wenn die Beschwerden schnell wieder verschwinden, sollten Betroffene sofort eine Klinik aufsuchen." Denn beim Schlaganfall gilt: Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser die Heilungschancen.

Schnelle Versorgung dank Telemedizin

"Betroffene sollten möglichst in einer spezialisierten Schlaganfall-Einheit, einer sogenannten Stroke Unit, behandelt werden", erklärte Dr. Lorenz Breuer, Oberarzt der Erlanger Neurologie. In Bayern sind die Wege zu einer spezialisierten Schlaganfallversorgung aber mitunter weit. Mithilfe von Telemedizin kann neurologisches Fachwissen auch außerhalb der Ballungsräume schnell verfügbar gemacht und wohnortnah eine adäquate Behandlung eingeleitet werden. "Mit unserem Telemedizinnetzwerk STENO - Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern - wurde vor zehn Jahren ein innovativer Weg beschritten. Seitdem haben wir die Schlaganfallversorgung in Nordbayern kontinuierlich verbessert", sagte Dr. Breuer. Im STENO-Netzwerk kooperieren unter der Koordination der Neurologischen Klinik des Uni-Klinikums Erlangen die Schlaganfallbehandlungszentren Erlangen, Bayreuth und Nürnberg mit 18 Kliniken der Regel- und Schwerpunktversorgung in Mittel-, Ober- und Unterfranken, der Oberpfalz und Südthüringen. Mittels einer videogestützten neurologischen Untersuchung kann der Experte im Zentrum den Patienten mit Unterstützung des Arztes in der örtlichen Klinik befragen, untersuchen und klinisch beurteilen.

Die Erkrankung Schlaganfall

Der Schlaganfall ist eine der großen Volkskrankheiten: Etwa ein Drittel der Patienten verstirbt innerhalb des ersten Jahres nach dem Schlaganfall und rund die Hälfte der Überlebenden bleibt behindert und ist dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. Rund 15 Prozent müssen in einer stationären Pflegeeinrichtung leben. Nach Krebs- und Herzerkrankungen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Unbehandelt sterben bei einem Verschluss eines der hauptversorgenden Blutgefäße des Gehirns pro Minute etwa 1,9 Millionen Nervenzellen, 14 Milliarden Synapsen und 12 Kilometer Nervenfasern ab.

Die Kampagne "Herzenssache Lebenszeit" des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim & Co. KG unter der Schirmherrschaft von Karl Kardinal Lehmann wird u. a. unterstützt durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (SDSH).

Weitere Informationen:

Dr. Lorenz Breuer
Telefon: 09131 85-44546
E-Mail: lorenz.breueratuk-erlangen.de

Der rote Doppeldeckerbus steuert dieses Jahr über 80 deutsche Städte an, um Menschen über die Ursachen und die Prävention eines Schlaganfalls aufzuklären. Am 11. Juli 2017 machte der Bus Halt in Erlangen. Foto: Uni-Klinikum Erlangen.
Dr. Thomas Kappes-Roth (Boehringer Ingelheim), PD Dr. Bernd Kallmünzer (Neurologie), Dr. Lorenz Breuer (Neurologie), Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Schwab (Direktor der Neurologie), Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik und Annette Lips (AOK Bayern). Foto: Uni-Klinikum Erlangen.
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