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Kinderpsychiatrie, Uni-Klinikum

"Aus der Musik in die Musik"

Werner-von-Siemens-Realschule unterstützt Musiktherapie mit 250 Euro

Dass im Krankenhaus der Blinddarm operiert wurde, darüber spricht fast jeder. Heißt die Erkrankung Depression, sagt das kaum einer. Die Tabuisierung psychischer Erkrankungen ist noch immer groß. Die Schüler, Lehrer und Rektoren der Erlanger Werner-von-Siemens-Realschule tragen dazu bei, dass sich diese Haltung endlich ändert. Jetzt haben Zehntklässler der Realschule erneut zugunsten der Musiktherapie der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit (Leiter: Prof. Dr. Gunther Moll) des Universitätsklinikums Erlangen gespendet - diesmal sind bei ihrem Weihnachtskonzert 250 Euro zusammengekommen. Begleitet wurden die Schüler von Musiklehrer Wolfram Brüggemann, Jugendsozialarbeiterin Sabine Powroslo und der Zweiten Konrektorin der Schule, Yvonne Klarmann.
Markus Sommerer (Musiktherapeut/Kinderpsychiatrie, l.) und PD Dr. Oliver Kratz (leitender Oberarzt/Kinderpsychiatrie, 2. v. l.) dankten den Gästen der Werner-von-Siemens-Realschule, u. a. vertreten durch Musiklehrer Wolfram Brüggemann (r.) und Konrektorin Yvonne Klarmann (3. v. r.), für ihre erneute Spende. Foto: Franziska Männel/Uni-Klinikum Erlangen

"Alles, was die Psyche betrifft, ist irgendwie uncool, darüber spricht keiner", sagte der leitende Oberarzt PD Dr. Oliver Kratz den Schülern bei der Übergabe ihrer Spende. "Dabei sind psychische Erkrankungen für uns Ärzte und Therapeuten nicht anders als andere Erkrankungen. Die Werner-von-Siemens-Realschule ist für mich eine besondere Schule im positiven Sinn, weil sie das Thema offen und empathisch behandelt." PD Dr. Kratz bedankte sich bei den Jugendlichen und Erwachsenen, die Jahr für Jahr dazu beitragen, dass neue Instrumente und anderes Equipment für die Musiktherapie der Erlangen Kinderpsychiatrie gekauft werden können. "Das Geld von eurem Konzert kommt aus der Musik und geht direkt in die Musik - nirgendwo anders hin", versprach Oliver Kratz.

Musiktherapeut Markus Sommerer möchte mit dem Spendengeld u. a. Ukulelen anschaffen. In einem Workshop brachte er den Realschülern die Bedeutung von Musiktherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie näher - etwa, dass ein Patient mithilfe der Musik ausdrücken kann, was er niemals aussprechen würde. "Zum einen möchte ich zeigen, wie und warum Musik so stark auf uns wirkt", sagte Markus Sommerer. "Zum anderen geht es mir darum, den Schülern die Angst vor der Psychotherapie zu nehmen und ihnen zu zeigen: Das sind Erkrankungen wie alle anderen auch - man kann über sie sprechen und sie gehen vorbei, wenn man sie behandelt."

Weitere Informationen:

Markus Sommerer
Telefon: 09131 85-39123
E-Mail: markus.sommereratuk-erlangen.de

 
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