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Uni-Klinikum, Onkologie, Medizin 1, Forschungsstiftung Medizin

Muskel- und Knochenanalyse für Krebspatienten im Hector-Center

Manfred-Roth-Stiftung spendet 40.000 Euro für neues Messgerät – Forschungsstiftung Medizin stockt Summe auf 54.000 Euro auf

Muskelabbau und Knochenschwund bis hin zu Osteoporose sind häufige Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung und der onkologischen Therapie. Das Team des Hector-Centers für Ernährung, Bewegung und Sport an der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie (Direktor: Prof. Dr. Markus F. Neurath) des Universitätsklinikums Erlangen unterstützt Menschen mit Krebs dabei, mit richtiger Ernährung und körperlichem Training Muskelkraft und Fitness wieder aufzubauen. Der Erfolg solcher Maßnahmen kann mit dem sogenannten pQCT-Messverfahren (periphere quantitative Computertomografie) ermittelt werden. Ein solches Gerät kann das Team um Prof. Dr. Yurdagül Zopf, Leiterin des Hector-Centers, jetzt anschaffen – dank einer Spende in Höhe von insgesamt 54.000 Euro: 40.000 Euro stammen von der Manfred-Roth-Stiftung (Vorstand: Dr. Wilhelm Polster); die Forschungsstiftung Medizin (Vorstand: Prof. Dr. Werner G. Daniel) am Uni-Klinikum Erlangen stockt die Spende im Rahmen ihres Matching-Funds-Programms auf insgesamt 54.000 Euro auf. Am Donnerstag, 5.9.2019, wurde der Spendenscheck an das Team des Hector-Centers übergeben.
V. l.: Prof. Dr. Markus F. Neurath (Direktor Medizin 1), Klaus J. Teichmann (Stiftungsrat Manfred-Roth-Stiftung), Dr. Dejan Reljic (sportwissenschaftlicher Leiter Hector-Center), Christa Matschl (ehemaliges Mitglied des Bayerischen Landtags und Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Tumorzentrums Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr. Yurdagül Zopf (Leiterin Hector-Center), Dr. Wilhelm Polster (Vorstand Manfred-Roth-Stiftung), Prof. Dr. Werner G. Daniel (Vorstand Forschungsstiftung Medizin) und Dr. Hans Joachim Herrmann (ernährungswissenschaftlicher Leiter Hector-Center). Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen

„Der Erhalt beziehungsweise Aufbau der Muskulatur ist ein zentrales Ziel der komplementären Therapie bei Tumorpatienten. Deshalb ist es sehr wichtig, den Muskelstatus vor, während und nach der Krebstherapie zu überwachen“, erklärte Dr. Dejan Reljic, sportwissenschaftlicher Leiter des Hector-Centers. „Sowohl die Krebserkrankung selbst als auch die tumorspezifische Therapie können zu einem ausgeprägten Muskelabbau und zu einer Störung der Knochenmineralisation führen. Nachweislich kann aber ein guter Muskelstatus die Prognose des Patienten positiv beeinflussen, sodass eine professionelle ernährungs- und sportmedizinische Betreuung einen hohen Stellenwert im Rahmen der Gesamttherapie besitzt“, betonte Prof. Zopf. Das Team des Erlanger Hector-Centers erforscht und entwickelt spezielle Ernährungs- und Trainingsangebote für Patienten – vor allem für Menschen mit Krebs, Adipositas und Kurzdarmsyndrom.

Präzise Messung von Muskelmasse und Knochendichte

„Mit dem pQCT-Verfahren können wir die Beschaffenheit von Muskeln und Knochen objektivieren und dadurch die Effekte unserer Ernährungs- und Sportprogramme sichtbar machen. Das Team des Hector-Centers freut sich sehr, mit dem neuen Verfahren die Therapieerfolge zukünftig noch besser beurteilen zu können“, sagte Prof. Zopf. „Es ist beeindruckend, zu sehen, welche Forschung im Hector-Center betrieben wird und wir freuen uns sehr, diese wichtige Arbeit mit einer großen Spendensumme unterstützen zu können“, sagte Dr. Polster. Prof. Daniel, dessen Forschungsstiftung Medizin die Spende auf 54.000 Euro aufstockt, betonte: „Seit 2014 ist das die nunmehr 21. Spende der gemeinnützigen Manfred-Roth-Stiftung für hochinnovative wissenschaftliche Forschungsprojekte in unterschiedlichen Fachbereichen des Uni-Klinikums Erlangen, die wir mit dem Matching-Funds-Programm jeweils noch um weitere 50 Prozent aufstocken konnten. Das Förder-/Spendenvolumen der gemeinnützigen Manfred-Roth-Stiftung liegt inzwischen bei über 700.000 Euro. Es wäre natürlich wunderbar, wenn wir mithilfe der Manfred-Roth-Stiftung das Ein-Millionen-Ziel zur Förderung wissenschaftlicher Projekte am Uni-Klinikum Erlangen erreichen könnten.“

Über die Manfred-Roth-Stiftung

Die gemeinnützige Manfred-Roth-Stiftung fördert neben sozialen, Kultur- und Bildungsprojekten auch Wissenschaft und Forschung in der Medizin. Die Stiftung wurde nach dem 2010 verstorbenen Fürther Unternehmer und Gründer der Handelskette Norma benannt und folgt dessen Wunsch, Projekte des Gemeinwohls großzügig zu unterstützen.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Yurdagül Zopf
Telefon: 09131 85-45218
E-Mail: yurdaguel.zopfatuk-erlangen.de

 

 
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