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Uni-Klinikum, Medizinische Fakultät, Neurologie

Neurologe mit Thiersch-Preis ausgezeichnet

Der mit 3.000 Euro dotierte Habilitationspreis ging an PD Dr. Joji Kuramatsu

Jedes Jahr wird eine Nachwuchswissenschaftlerin oder ein Nachwuchswissenschaftler für die beste und prägnanteste Habilitationsarbeit an der Medizinischen Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg geehrt. Im Rahmen des diesjährigen Dies academicus erhielt PD Dr. Joji Kuramatsu, Oberarzt der Neurologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Schwab) des Universitätsklinikums Erlangen, den Thiersch-Preis. Die vom Universitätsbund Erlangen-Nürnberg gestiftete Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert.
FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger (r.) übergab den Habilitationspreis an PD Dr. Joji Kuramatsu. Foto: Giulia Iannicelli/FAU

Dr. Kuramatsu beschäftigte sich im Rahmen seiner Habilitation mit der Identifikation relevanter Prognoseparameter und therapeutischer Ziele bei Patientinnen und Patienten mit hämorrhagischem Schlaganfall. Dabei sollten Strategien entwickelt werden, die die körperlichen Einschränkungen der Patienten nach einem Schlaganfall langfristig minimieren können. Dr. Kuramatsu ist seit 2009 an der Neurologischen Klinik und betreut seit 2018 als Oberarzt und weitergebildeter Intensivmediziner die hiesige Neuro-Intensivstation. Er ist federführend in diverse prospektive intensivmedizinische Studien eingebunden.

 

Dr. Kuramatsus Arbeitsgruppe, die er zusammen mit Prof. Dr. Dr. Hagen Huttner, stellvertretender Direktor und leitender Oberarzt der Neurologie, leitet, konnte in den vergangenen Jahren diverse Studien, die sich der Behandlung einer intrazerebralen Blutung unter oraler Antikoagulation widmeten, in renommierten Fachzeitschriften publizieren. Unter anderem kooperierte die Arbeitsgruppe mit internationalen Partnern, um multizentrische Studienprojekte zu realisieren, die sich mit bislang ungeklärten Fragestellungen der Akut- und Langzeitbehandlung dieser Patienten beschäftigten. Die Erlanger Wissenschaftler konnten erstmals konkrete Behandlungsvorgaben im Rahmen des Gerinnungsmanagements identifizieren, um gefürchtete Nachblutungen zu minimieren. Ebenso wurde ein Risiko-Nutzen-Profil für überlebende Patienten erstellt, die eine Hirnblutung erlitten und gleichzeitig eine bestehende Indikation für eine langfristige Blutverdünnung haben.

Weitere Informationen:

PD Dr. Joji Kuramatsu
Telefon: 09131 85-33001
E-Mail: joji.kuramatsuatuk-erlangen.de

 
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