Herzmedizin

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Das Auge des Kardiologen

Noch nie haben Herzmediziner einen klareren Blick gehabt auf die Kranzgefäße des Herzens: Im modernsten Herzkatheterlabor Europas sehen sie selbst kleinste Äderchen - und können so ihre Patienten präziser behandeln.

Prof. Dr. Stephan Achenbach (l.) und Dr. Christian Schlundt bei einem Eingriff im modernsten Herzkatheterlabor Europas: Die neue Herzkatheteranlage liefert schärfere Aufnahmen bei gleichzeitig geringerer Strahlendosis und ermöglicht den Kardiologen ein noch genaueres Arbeiten. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

"Dinge, die wir früher hätten operieren müssen, behandeln wir heute im Herzkatheterlabor. Wir machen immer kompliziertere Eingriffe, gelangen zu schwierigeren Engstellen an den Herzkranzgefäßen, sehen schärfere Bilder und können viel genauer arbeiten", erklärt Prof. Dr. Stephan Achenbach. Der Direktor der Medizinischen Klinik 2 - Kardiologie und Angiologie des Uni-Klinikums Erlangen verfügt seit Oktober 2013 über das modernste Herzkatheterlabor Europas. Technisches Herzstück: das Angiografie-System Artis Q.zen. Es wurde mit dem Ziel entwickelt, eine verbesserte Bildqualität im Niedrigdosisbereich zu unterstützen und so die Strahlenbelastung für Patienten, Ärzte und medizinisches Fachpersonal zu reduzieren. Möglich wird das zum einen durch eine neue Röntgenröhre, die detaillierte Aufnahmen von bewegten Objekten und selbst feinsten Blutgefäßen erlaubt. Zum anderen besitzt die Anlage einen neuartigen Detektor auf der Basis von Siliziumkristallen, der das Bildsignal verstärkt und - auch bei niedriger Strahlendosis - bessere Aufnahmen ermöglicht. "Dank der neuen Technik können wir nicht nur Eingriffe an den Kranzgefäßen vornehmen, wie das in den meisten Katheterlabors gemacht wird. Genauso können wir zum Beispiel verengte oder undichte Herzklappen oder Herzrhythmusstörungen behandeln", sagt Prof. Achenbach. Auch sehr schwerwiegende Erkrankungen des wichtigsten Muskels des Menschen werden in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Herzchirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Michael Weyand) und der Kinderkardiologischen Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Sven Dittrich) des Uni-Klinikums Erlangen therapiert.

 
 
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