Hygienefachkräfte

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Nicht nur sauber, sondern rein

Infektionsrisiken minimieren, die Gesundheit schützen, Leben retten: Krankenhaushygiene ist die Basis dafür. Die Hygienefachkräfte des Uni-Klinikums Erlangen haben sich diesem Grundprinzip verschrieben.

Die Hygienefachkräfte des Uni-Klinikums entnehmen regelmäßig Wasserproben aus der Leitung und bestimmen vor Ort deren Temperatur. Denn: Schon die Temperatur des Trinkwassers beeinfl usst mitunter seine mikrobiologische Qualität. Eine erhöhte Konzentration bestimmter Mikroorganismen kann vor allem für immungeschwächte Patienten gefährlich sein. Im Hygienelabor wird das Wasser deshalb genau untersucht. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

20 Sekunden laufen lassen. 200 Milliliter abfüllen. Zweimal Temperatur messen. Simone Witzgall und Karin Dorsch arbeiten sich vor, Stuhl für Stuhl. Die beiden Hygienefachkräfte sind unterwegs in der Zahnklinik 3 - Kieferorthopädie des Uni-Klinikums Erlangen. An jedem der neun Behandlungsplätze zapfen sie Trinkwasser ab. Die nummerierten Glasfl aschen kommen in eine isolierte Box und noch am selben Tag ins Hygienelabor des Mikrobiologischen Instituts. "Nach zehn Tagen haben wir das Ergebnis", sagt Karin Dorsch. Im Labor werden die Proben auf Legionellen untersucht. "Wasser, das eine Temperatur von 25 Grad Celsius oder mehr hat, ist das ideale Nährmedium für Legionellen", erklärt Simone Witzgall und hält ein Thermometer in einen mit Wasser gefüllten Plastikbecher. "Es wäre also wünschenswert, dass wir überall 20 Grad Celsius oder weniger messen."

Legionellen sind Stäbchenbakterien. Sie verbreiten sich über den Sprühnebel, der etwa durch hochtourige, gekühlte Zahnarztinstrumente, Wasserhähne oder Duschen entsteht. Für Immungeschwächte, Herz- und Lungenkranke kann der Bakteriennebel lebensbedrohlich sein. "Wenn das Labor Keime fände, müssten wir handeln", erklärt Karin Dorsch. "Mit Spülungen oder Filtern, die kein einziges Bakterium mehr durchlassen."

 
 
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