Impfung gegen schwarzen Hautkrebs

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Schwarzer Hautkrebs: Impfung mit Erfolg

Schwarzer Hautkrebs ist äußerst gefährlich, weil er – anders als andere Hautkrebsarten – nicht nur schnell wächst, sondern auch früh in andere Organe streut. Wissenschaftler der Hautklinik haben einen neuen Therapieansatz gegen das metastasierte maligne Melanom erfolgreich getestet: die Impfung mit dendritischen Zellen. Eine Langzeitstudie hat ihre Wirksamkeit bestätigt.

Dendritische Zellen wie diese sind Immunzellen, die überall im Körper vorkommen, vor allem aber in der Haut und in den Schleimhäuten. Sie sind Meister darin, Tumorantigene aufzuladen und sie anderen Immunzellen zu präsentieren. So soll das Immunsystem tumorspezifische Antigene besser erkennen und eine Immunantwort gegen den Krebs auslösen.
Foto: eye of science - Nicole Ottawa & Oliver Meckes GbR

Er ist eine der häufigsten und gefährlichsten Krebsarten: Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 20.000 Menschen an schwarzem Hautkrebs – Tendenz steigend. Das Tückische: Der Krebs ist äußerst aggressiv, streut schnell und bildet früh Metastasen in anderen Organen – etwa in der Lunge, in der Leber, im Gehirn und in den Knochen. Entdecken Ärzte den schwarzen Hautkrebs rechtzeitig, stehen die Heilungschancen gut, auch dank neuer Behandlungen wie der Immuntherapie. Chemotherapie und Bestrahlung stoßen beim metastasierten Melanom an ihre Grenzen. Neue Verfahren wie die Immuntherapie gelten hingegen seit einiger Zeit als erfolgversprechend. Vor allem die sogenannten Checkpoint-Inhibitoren, die aktivierte Immunantworten verstärken und damit gezielte Abwehrmechanismen des Körpers gegen Krebszellen potenzieren, ermöglichen heute Überlebenschancen, wie sie vor wenigen Jahren noch undenkbar waren.

Immunzellen werden aktiviert

Aber: Die Checkpoint-Blockade-Immuntherapie hat sehr starke Nebenwirkungen. Sie reichen von Hautausschlägen über schwere Organentzündungen bis hin zu lebensbedrohlichen Darmperforationen und Entzündungen im Herz oder im Gehirn. Die Alternative sind dendritische Zellen. Im Zuge einer 2002 gestarteten klinischen Langzeitstudie haben Wissenschaftler der Erlanger Hautklinik nachgewiesen, dass eine Impfung mit dendritischen Zellen bestimmte Immunzellen aktiviert: die T-Lymphozyten. Diese scharf gemachten T-Killerzellen bekämpfen nicht nur eingedrungene Mikroben, sie spüren auch Krebszellen auf und greifen sie an.

Diese Forschungsergebnisse des Teams um Prof. Dr. med. univ. Gerold Schuler, Direktor der Hautklinik und Initiator der Studie, sind 2017 im renommierten Journal of Clinical Investigation veröffentlicht worden.

 
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