Kind nach Krebs

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Doppeltes Glück

Durch eine Chemotherapie wird die an Brustkrebs erkrankte Sandra G. unfruchtbar. Der Kinderwunsch der jungen Frau erfüllt sich trotzdem – weil ihr vor der Krebsbehandlung entnommenes Eierstockgewebe nachträglich wieder eingepflanzt wurde.

Das Wunder der Geburt: Im August 2012 brachte Sandra G. ihre Tochter Isabel zur Welt – obwohl die junge Frau wenige Jahre zuvor durch eine Brustkrebsbehandlung unfruchtbar geworden war. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Im Juli 2008 ertastet Sandra G. einen Knoten in ihrer Brust. Wenige Tage später erhält sie die Diagnose: Krebs. "Ich war völlig fassungslos. Dass ich Brustkrebs hatte, war für mich bis dahin ausgeschlossen. Ich gehörte zu keiner Risikogruppe", sagt die heute 33-Jährige. Am Uni-Klinikum Erlangen verordnen ihr die Ärzte 8 Chemotherapie- und 28 Bestrahlungseinheiten - eine Behandlung, nach der die junge Frau wahrscheinlich keine Kinder mehr bekommen würde. Doch es gibt eine Möglichkeit, ihre Fruchtbarkeit zu erhalten: die Entnahme von Eierstockgewebe, das tiefgefroren und nach der Krebstherapie wieder transplantiert wird. Obwohl ihr niemand einen Erfolg garantieren kann, entscheidet sich Sandra G. für den Eingriff: "Diese Option war für mich ein Strohhalm, an dem ich mich festhalten konnte."

 
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