Nabelschnurblut

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Geschenk des Lebens

Ein "Abfallprodukt" hat sich zum Lebensretter gewandelt: das Nabelschnurblut. Seit Kurzem ist eine Therapie mit dem wertvollen Lebenssaft auch bei Erwachsenen möglich.

Dr. Hans Knabe (r.) und seine Kolleginnen von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern unterstützen das Team der Erlanger Stammzellbank bei der Präparation der beiden Spenden. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Patienten und ihren Angehörigen stehen mit der Diagnose Leukämie langwierige sowie strapaziöse Behandlungen, begleitet von Hoffen und Bangen, bevor. Schlägt die Chemotherapie nicht an, ist eine Stammzelltransplantation meist die letzte Chance für den Patienten. Aufgrund der großen Vielfalt der Gewebemerkmale, die bei Spender und Empfänger übereinstimmen müssen, beginnt nun die Suche nach der lebensrettenden Nadel im Heuhaufen: Nur etwa 30 % der Betroffenen haben das Glück, im Verwandtenkreis eine Person mit den richtigen genetischen Charakteristika zu finden. Alle anderen Erkrankten sind auf einen Fremdspender angewiesen, der über die weltweite Datenbank gefunden werden muss. Eine erfolglose Suche galt bisher als Todesurteil für den Leukämiekranken.

Erst seit Kurzem ist es möglich, ein Verfahren der Stammzelltransplantation - das schon seit Ende der 1980er-Jahre erfolgreich bei Kindern eingesetzt wird - auch bei erwachsenen Patienten anzuwenden: die Übertragung von Stammzellen aus dem Blut der Nabelschnur. Lange galt dies als undurchführbar, da die Stammzellmenge einer einzigen Spende bei Erwachsenen und ihrem höheren Körpergewicht nicht ausreicht. Für sie müssen deshalb zwei Transplantate gefunden werden, die beide in ausreichendem Maß genetisch zum Empfänger passen. Gelingt dies, so kann die gemeinsame Transfusion solcher zwei Spenderpräparate auch bei einem erwachsenen Patienten zur Bildung eines neuen Immunsystems und damit zum Sieg über die Leukämie führen. In der Medizinischen Klinik 5 - Hämatologie und Internistische Onkologie wurde dieses Verfahren im Sommer 2010 erstmals am Uni-Klinikum erfolgreich bei einer Erwachsenen angewandt.

 
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