Hochmoderne Operationskunst mit da Vinci

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DaVinci-Operationsroboter mit Steurerungseinheit

Neuer Robotik-Schwerpunkt in den chirurgischen Einrichtungen des Uni-Klinikums Erlangen

Mit da Vinci im OP-Saal: Am Uni-Klinikum Erlangen setzen Ärzte unterschiedlicher Disziplinen für minimalinvasive Eingriffe seit dem Sommer 2012 ein hochmodernes Chirurgiesystem namens "da Vinci" ein.

Der Chirurg steuert das Gerät: Jede kleinste Bewegung seiner Hände wird in Echtzeit zitterfrei und äußerst präzise auf die miniaturisierten Instrumente im Körperinneren übertragen.
Der Chirurg steuert das Gerät: Jede kleinste Bewegung seiner Hände wird in Echtzeit zitterfrei und äußerst präzise auf die miniaturisierten Instrumente im Körperinneren übertragen. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Das vierarmige Gerät ist bisher das einzige in Mittelfranken und ermöglicht - gerade an schwer erreichbaren Körperstellen - äußerst präzises sowie schonendes Operieren mit sichtbaren Vorteilen für Patienten und Ärzte.

Der sogenannte OP-Roboter agiert natürlich nicht selbstständig. Der Chirurg steuert das Gerät und behält während der gesamten Operation immer die Kontrolle. Bei dem minimalinvasiven Eingriff schwebt da Vinci quasi über dem Patienten: An den vier Armen des Systems sind miniaturisierte Instrumente montiert, die über kleine Bauchschnitte ins Köperinnere geführt werden. Dort setzen sie zitterfrei und äußerst präzise in Echtzeit jede kleinste Bewegung um, die der Chirurg mit seinen Händen und Fingern vorgibt. Der Arzt sitzt neben dem Gerät sowie dem OP-Tisch an einer Konsole und steuert den Roboter.

Der OP-Roboter arbeitet nie allein – das erfahrene OP-Personal behält immer die Kontrolle: hier über die (aus Hygienegründen in sterile Plastikfolie verpackten) Arme des Geräts.
Der OP-Roboter arbeitet nie allein – das erfahrene OP-Personal behält immer die Kontrolle: hier über die (aus Hygienegründen in sterile Plastikfolie verpackten) Arme des Geräts. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Dank des höchst leistungsfähigen Darstellungssystems mit HD-Qualität erhält der Chirurg auf dem Bildschirm der Konsole eine stark vergrößerte 3-D-Ansicht des Körperinneren.

Patienten schneller wieder mobil

Der minimalinvasive Eingriff mit da Vinci ist ein sehr schonendes Verfahren. Patienten, die mithilfe des Chirurgiesystems operiert werden, haben nach der OP weniger Schmerzen, sind schneller wieder mobil und somit kürzer im Krankenhaus, tragen ein geringeres Risiko für Wundheilungsstörungen und freuen sich über gute kosmetische Ergebnisse dank kleinerer Narben.

Neben dem OP-Tisch an einer Konsole arbeitet der Chirurg (links vorne). Das äußerst leistungsfähige Darstellungssystem liefert ihm eine 3-D-Ansicht des Körperinneren. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Anwendungsmöglichkeiten

Am Uni-Klinikum Erlangen wird da Vinci derzeit vor allem bei onkologischen Erkrankungen eingesetzt: beispielsweise bei Prostataentfernungen, Neubildungen am Dickdarm (v. a. Sigma und Rektum) sowie der Entfernung von Tumoren der Mundhöhle, des Schlunds und des Zungengrunds (durch die Mundhöhle). Außerdem werden mithilfe von da Vinci chirurgische Eingriffe an Niere und Nebenniere, Nierenbecken, Harnleiter und -blase durchgeführt, Entzündungen des Sigma, innere und äußere Darmvorfälle operiert. Geplant sind des Weiteren leberchirurgische Eingriffe und die Minimierung langer Narben (sogenannter "Hebedefekte"), die durch die Entnahme von Gewebe zur Verpflanzung entstehen.

Orientierung im Operationsfeld: Stark vergrößert und dreidimensional sieht der Chirurg, wo er sich gerade mit seinen „Händen“, den Instrumenten, befindet.
Orientierung im Operationsfeld: Stark vergrößert und dreidimensional sieht der Chirurg, wo er sich gerade mit seinen „Händen“, den Instrumenten, befindet. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Da Vinci im Einsatz

Im Einsatz ist da Vinci an der Chirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Werner Hohenberger), der Hals-Nasen-Ohren-Klinik - Kopf- und Halschirurgie (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro), der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund Horch) sowie der Urologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Bernd Wullich).

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