Schwerpunkt Transplantation

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Transplantationsmedizin – von Mensch zu Mensch

Mehr als 11.000 Menschen warten derzeit deutschlandweit auf ein lebensrettendes Spenderorgan - darunter rund 650 schwer kranke Patienten am Universitätsklinikum Erlangen. Dessen Mitarbeiter begleiten die Betroffenen auf ihrem oftmals langen Weg: von der Aufnahme in die Warteliste über die Transplantation bis hin zur Nachsorge.

Am Uni-Klinikum Erlangen werden folgende Organ- und Gewebetransplantationen bei Erwachsenen sowie Kindern vorgenommen:

  • Herz
  • Leber
  • Niere
  • Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
  • kombinierte Pankreas-Nieren-Transplantation
  • Hornhaut
  • Knochenmark/Stammzellen

Nierenspende: auch über Blutgruppengrenzen hinweg

Etwa ein Drittel aller Nierentransplantationen wird in Deutschland durch Lebendnierenspende möglich. In der Regel heißt das, dass ein naher Angehöriger eine seiner beiden gesunden Nieren abgibt. Das ist auch über die Blutgruppengrenze hinweg möglich: Bei dieser Form der Lebendnierenspende haben die Spezialisten des Uni-Klinikums Erlangen seit 2006 bayernweit die größte Erfahrung.

Lebertransplantation: Kooperation bayerischer Experten

Bei der Leber ist eine Lebendspende – in Form einer Teilorganspende – in seltenen Fällen möglich. Lebertransplantationen werden am Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg seit 1992 durchgeführt. Seit 2013 besteht für Lebertransplantationen eine Kooperation mit deutschlandweitem Modellcharakter mit dem Klinikum der Universität München (LMU). Neben gemeinsamen Lebertransplantationen, Vor- und Nachsorge der Transplantatempfänger sowie potenzieller Leberlebendspender werden in Erlangen und München auch gemeinsame Forschungsansätze gepflegt.

Stammzellen: möglichst individuell – höchst innovativ

Über die Transplantation von Organen hinaus ist ein besonderer Schwerpunkt am Uni-Klinikum Erlangen die Transplantation von hämatopoetischen Stammzellen. Dabei werden blutbildende Vorläuferzellen übertragen, die in der Lage sind, sich zu den unterschiedlichen Blutzellen zu entwickeln. Für viele Leukämiepatienten ist diese Therapie die einzige Chance auf Heilung – umso wichtiger ist die Suche nach einem individuell passenden Spender, dessen Gewebemerkmale mit denen des Empfängers übereinstimmen. Die Experten des Uni-Klinikums Erlangen bieten seit 2011 neben der autologen (Rückübertragung von eigenen Stammzellen) und der allogenen (Stammzellen eines passenden Spenders) Stammzelltransplantation auch die Übertragung von Nabelschnurblut an. Die innovativste Methode ist die haploidente Stammzelltransplantation, bei der die genetischen Charakteristika von Empfänger und Spender nur zur Hälfte übereinstimmen.

Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg

Das Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg ist neben dem Zentrum in München-Großhadern eines der beiden großen bayerischen Transplantationszentren. Ärzte aller am Transplantationsprozess beteiligten Fachdisziplinen arbeiten eng zusammen - zum Wohl der Spender und Empfänger sowie zur Optimierung und zum Erfolg der Verfahren. Koordiniert wird dies durch die Geschäftsstelle des Transplantationszentrums. Diese hält auch den Kontakt zur Organvermittlungsstelle Eurotransplant (www.eurotransplant.org) und zur Koordinierungsstelle Organspende, der Deutschen Stiftung Organtransplantation (www.dso.de).

Am Transplantationsprozess sind folgende Einrichtungen des Uni-Klinikums Erlangen beteiligt:

  • Anästhesiologische Klinik
  • Augenklinik
  • Chirurgische Klinik
  • Gefäßchirurgische Abteilung
  • Herzchirurgische Klinik
  • Kinder- und Jugendklinik
  • Medizinische Klinik 1 - Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie
  • Medizinische Klinik 4 - Nephrologie und Hypertensiologie
  • Medizinische Klinik 5 - Hämatologie und Internistische Onkologie
  • Nuklearmedizinische Klinik
  • Pathologisches Institut
  • Radiologisches Institut
  • Transfusionsmedizinische Abteilung
  • Urologische Klinik
  • Zentrallabor

Seit der Etablierung des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg im Jahr 1966 wurden insgesamt über 3.500 Organtransplantationen vorgenommen:

2009 2010 2011 2012 2013 201420152016insgesamt
(seit 1966)
Herz 18 17 9 12 15 1375195
Leber 13 27 17 5 7 924343
Niere 95 93 111 91 88 7577803.181
davon Lebendspenden (Leber und Niere) 22 12 29 28 25 211826347
Pankreas (inkl. kombiniert mit Niere) 4 6 11 5 5 48197
20092010201120122013201420152016insgesamt
Knochenmark/Stammzellen7186691011311251091071.233
(seit 2000)
Hornhaut
(großteils DMEK-Verfahren)
27128634944846061670888010.241
(seit 1980)
 
Kontakt

Geschäftsstelle
Dr. med. Katharina Heller
Administration: Silvia Weiß
Internistisches Zentrum
Ulmenweg 18
91054 Erlangen

Telefon: 09131 85-36025
Fax: 09131 85-39193
E-Mail: tx-geschaeftsstelleatuk-erlangen.de
www.transplantation.uk-erlangen.de

 
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