Warten auf ein Herz

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Eine besondere Beziehung

In der Herzchirurgischen Klinik warten Transplantationskandidaten auf den Beginn eines neuen Lebens. Die Gesundheits- und Krankenpfleger der Station B5 begleiten sie Tag und Nacht auf ihrem schweren Weg.

Die Gesundheits- und Krankenpfleger der herzchirurgischen Station B5 sind enge Bezugspersonen für die Patienten, die dort oft lange auf ein Spenderorgan warten. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Sie sind eine Schicksalsgemeinschaft - 24 Stunden am Tag, Monat für Monat, jahraus, jahrein. Sie alle eint das Warten auf ein fremdes, gesundes Herz - die Hoffnung auf ein neues Leben. Medikamente, Bypass- und Herzklappenoperationen versprechen bei den High-Urgent- Patienten der Herzchirurgischen Klinik keine Heilung mehr. Ihre letzte Chance ist ein Spenderorgan. Weil ein solches für sie überlebenswichtig ist, sind sie auf der Warteliste für Herztransplantationen HU-gelistet: high urgent - höchst dringend zu transplantieren.

Josef Michl - verheiratet, zwei Kinder - liegt seit November 2012 auf der Allgemeinstation B5. Begonnen hatte alles aber viel früher: Vor 20 Jahren bricht der heute 61-Jährige beim Tennisspielen zusammen. Kammerflimmern, Reanimation, vier Tage künstliches Koma. In München baut man ihm seinen ersten Defibrillator ein. "Seit 2012 wird meine Herzleistung immer schwächer", sagt Josef Michl. Alle drei Stunden überprüft eine Pflegekraft seinen Kreislauf, den Medikamente aus der Spritzenpumpe stabil halten. Josef Michls Gesundheitszustand wird im Acht-Wochen- Rhythmus an die Stiftung Eurotransplant übermittelt. Hier laufen die Informationen über Transplantationskandidaten und die Daten gespendeter Organe aus sieben europäischen Ländern zusammen. "Er muss bestimmte Werte haben, um auf der HU-Liste zu bleiben", erklärt Stationsleiterin Marlene Kramer die Situation ihres Patienten. Wer nicht in die höchste Dringlichkeitsstufe fällt, für den sinken die Chancen auf ein neues Herz rapide. HU bedeutet Unaufschiebbarkeit. HU heißt aber auch Isolation. "Patienten wie Herr Michl dürfen die Station auf keinen Fall verlassen, sie sind Tag und Nacht bei uns." Ein paar Schritte über den Gang, ein Besuch im Nachbarzimmer - die Möglichkeiten sind begrenzt.

 
Kontakt

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Administration: Silvia Weiß
Internistisches Zentrum
Ulmenweg 18
91054 Erlangen

Telefon: 09131 85-36025
Fax: 09131 85-39193
E-Mail: tx-geschaeftsstelleatuk-erlangen.de
www.transplantation.uk-erlangen.de

 
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