12 Zytokine sind die chemischen Botenstoffe des Immunsystems. Es handelt sich um Moleküle, durch die sich Lymphozyten (B-Zellen, T-Zellen, natürliche Killerzellen [NK] oder Makrophagen [Fresszellen]) und andere an der Immunantwort beteiligte Zellen verständigen und mit deren Hilfe sie ihren gemeinsamen Kampf gegen An- griffe den Organismus koordinieren. Wird ein Fremdstoff (Antigen) entdeckt, produzieren weiße Blutkörperchen und bestimmte andere Zellen des Immunsystems Zytokine. Zytokine sind Proteine, die die Aktivität, die Mi- gration und die Differenzierung von Zellen re- gulieren. Die Zytokinausschüttung ist ein wich- tiger Kommunikationsweg zwischen Ziel- und Immunzellen. Die Differenzierung – und damit die Funktion von T-Zellen – wird ganz wesentlich von Zytokinen gesteuert. Sie entscheiden darü- ber, ob eine Zelle mit antitumoraler Aktivität (TH1-Zelle) oder eine Zelle mit immunsupprimie- render Funktion (Treg) entsteht. Zytokine und Zytokin-Rezeptoren Ein Vorteil der T-Zell-Engager im Vergleich zu an- deren Rheuma-Therapien ist, dass sie auch gut versteckte B-Zellen aufspüren und zerstören kön- nen. Dieser Therapieansatz kann dadurch zu einer tiefen B-Zell-Reduktion und bei vielen Patientin- nen und Patienten zu einer signifikanten Linde- rung der Symptome oder sogar einer länger an- haltenden Remission führen. Am DZI wird die Wirksamkeit dieses Ansatzes bei rheumatoider Arthritis und weiteren Autoimmun- erkrankungen in einer Reihe verschiedener Stu- dien untersucht.
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