Funktionsbereiche des Pflege- und Funktionsdienstes

Die Pflegenden in der Anästhesiologischen Funktionsabteilung betreuen ca. 33.000 Patienten im Jahr im Zusammenhang mit einem operativen oder diagnostischen Eingriff sowie Notfallbehandlungen.

Zu den wesentlichen pflegerischen Tätigkeiten in der Anästhesieabteilung gehören die Vorbereitung und Assistenz verschiedener Allgemeinanästhesien sowie zentraler und peripherer Regionalanästhesien, die Patientenbeobachtung und -begleitung vor, während und nach durchgeführten Narkoseverfahren sowie die Dokumentation der Patientendaten und -werte anhand eines elektronischen Patientendatenmanagementsystems.

Weitere pflegerische Aufgaben in der Anästhesiologischen Funktionsabteilung sind die Überprüfung und sachgerechte Bedienung der Narkosegeräte, Infusionspumpen und das Monitoring sonstiger Geräte gemäß dem Medizinproduktegesetz, Vorbereitung, Mithilfe und Nachsorge bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen (z. B. Assistenz bei Bronchoskopien). Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit allen operativen Fachabteilungen am gesamten Universitätsklinikum:

  • Allgemein und Visceralchirurgie            
  • Thoraxchirurgie
  • Gefäßchirurgie
  • Herzchirurgie
  • Unfallchirurgie
  • Neurochirurgie
  • Kinderchirurgie
  • Augenheilkunde
  • Hals-, Nasen- und Ohrenchirurgie
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie
  • Urologie
  • Dermatologie

Die Arbeit in der Blutspende ist herausfordernd, interessant und vielfältig. Ein 15-köpfiges Team aus Gesundheits-  und Krankenpflegern versorgt Blutspender und Patienten. Das Pflegepersonal führt zusammen mit Ärzten Blutspenden durch und hält sämtliche Daten elektronisch fest. Das Team führt fast ausschließlich maschinelle Blutspenden durch. Hierbei werden Plasma und Thrombozytenkonzentrate gewonnen. Mit großer Präzision und umfangreichem technischem Wissen muss für jede Spende ein Zellseparator aufgerüstet werden.  Der Separator wird mit großer Sorgfalt individuell nach dem errechnetem Gesamtblutvolumen und den aktuellen Blutwerten des Spenders erstellt. Die Spender werden während der gesamten Zeit von  Gesundheits- und Krankenpflegern  betreut  und versorgt. Treten während der Spende Komplikationen auf, hilft das professionelle Team schnell.

Eine besondere Herausforderung stellen die Stammzellspender dar. Schwerstkranken werden an einem Zellseparator Stammzellen in einer meist 5-stündigen Sitzung entnommen. Die Betreuung dieser Patienten ist sehr intensiv, vor allem, wenn es kleine Kinder und Säuglinge sind. Zuweilen finden die Separationen auf den Stationen der Onkologie oder der Kinderklinik statt. Neben den autologen Spenden betreuen wir auch allogene Stammzellspender, die meist für ihre erkrankten Angehörigen spenden. Die Betreuung dieser Patienten erfordert oft viel Einfühlungsvermögen, da eine enge Beziehung zwischen Spender und erkranktem Empfänger besteht. Ein weiteres großes Feld nimmt die Hämostasiologie ein. Patienten mit verschiedenen Gerinnungsstörungen kommen zur Blutabnahme, Abklärung und Beratung in die Ambulanz. Besonders eng werden dabei  Patienten mit Hämophilie betreut und mit den notwendigen Präparten versorgt. Zudem überweist die Augenklink Patienten zur Abnahme von Augentropfen aus Eigenserum an die Ambulanz. Bei Patienten mit einer Eisenstoffwechselstörung wird der erforderliche „klassische“  Aderlass durchgeführt.

Zur Homepage der Blutspende

Bei einer Endoskopie werden Körperhohlräume und Hohlorgane mithilfe einer Sonde ausgeleuchtet und inspiziert. Für den Patienten ist eine endoskopische Untersuchung oft unangenehm und im Vorfeld mit vielen Ängsten verbunden. Die Pflegenden begegnen den Patienten deshalb mit viel Empathie und wirken beruhigend auf sie ein. Hierfür stehen sie in der Routine- sowie Notfallbereitschaft jederzeit zur Verfügung.

Ein wesentlicher Aspekt für einen reibungslosen Eingriff ist die Wartung und Vorbereitung aller benötigten Geräte, Instrumente, Materialien und Medikamente. Während eines Eingriffs übernehmen die Pflegekräfte die Assistenz bei allen ärztlichen Tätigkeiten sowie die Überwachung der Patienten. Hierbei achten sie auf die strenge Einhaltung von Hygienestandards. Die Pflegenden besitzen ein ausgeprägtes technisches Verständnis und spezielle Fachkenntnisse in den angewandten endoskopischen Interventionen.

Als erste Anlaufstelle für Patienten mit akuten gesundheitlichen Beschwerden, sowie für die Sicherstellung einer adäquaten ambulanten Behandlung, stellen die Notaufnahmen und Notfallambulanzen wichtige Bereiche dar. Um Patienten mit verschiedensten Symptomen und Krankheitsbildern in diversen Fachrichtungen optimal versorgen zu können, sind hier hochspezialisierte, interdisziplinäre Teams eingesetzt. Diese arbeiten eng mit unterschiedlichen externen und internen Partnern zusammen; so beispielsweise mit den Stationen des Uni-Klinikums Erlangen, niedergelassenen Ärzten, umliegenden Kliniken, Pflegeheimen und dem Rettungsdienst. Zudem wird durch den Einsatz von modernsten Diagnostik- und Therapieverfahren eine bestmögliche ambulante Behandlung sichergestellt. Ziel ist es, Patienten gemäß ihrer individuellen Beschwerden und Ressourcen optimal zu versorgen. Der Patient steht dabei stets im Mittelpunkt.

Nach der administrativen Aufnahme und der Ersteinschätzung der Behandlungsdringlichkeit erfolgt:

  • eine nach Leitsymptomen orientierte Primär-Diagnostik,
  • die ärztliche und pflegerische Erstversorgung,
  • die Organisation der weiterführenden Diagnostik und Therapie in den dafür vorgesehenen Behandlungszentren der Universitätskliniken.

Die wichtigsten Aufgaben von Pflegekräften in einer Notaufnahme beziehungsweise Notfallambulanz sind die Begleitung sowie Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen und die Koordination des Diagnostik- und Behandlungsprozesses. Dies erfolgt im ständigen Austausch der an der Behandlung beteiligten Personen. Nach Abschluss der Diagnostik entscheiden die Ärzte, ob der Patient stationär aufgenommen werden muss.