Immuntherapien und zielgerichtete Therapien

28 trexat, Rituximab, Cyclophosphamid und Azathio- prin mit begrenztem Erfolg. Um festzustellen, ob die persistierende Myositis einen Gewebeumbau in den betroffenen Muskeln verursacht, führten wir eine Positronenemissionstomografie (PET) mit einem Radioliganden (68-Gallium-markierten Fibroblastenaktivierungsprotein-Inhibitor [FAPI]) durch. Die Ergebnisse dieser innovativen Methode bestätigten die Vermutung. Eine erhöhte 68-Ga- FAPI-Aufnahme wie in diesem Fall wurde bisher bei Gewebereaktionen und Gewebeumbau im Zusam- menhang mit Tumoren und rheumatologischen Er- krankungen, wie juvenile Polymyositis, festgestellt. Refraktäre rheumatoide Arthritis Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die zu fortschreitender Gelenkzerstörung und erheblicher Beeinträch- tigung der Lebensqualität führt. Obwohl die Be- handlung der RA in den vergangenen Jahrzehnten durch biologische Medikamente wie TNF-Inhibi- toren, IL-6-Blocker und JAK-Inhibitoren deutlich verbessert werden konnte, gibt es nach wie vor eine Gruppe von Patientinnen und Patienten, bei denen fast alle verfügbaren Therapien versagen. Diese sogenannte multitherapierefraktäre RA stellt eine besondere medizinische Herausforde- rung dar und macht neue Behandlungsansätze dringend notwendig. Eine entscheidende Rolle in der Entstehung und Aufrechterhaltung der RA spielen B-Zellen: Sie produzieren krankheitstypische Autoantikörper wie den Rheumafaktor und Anti-CCP-Antikörper, sie unterstützen entzündliche Immunreaktionen als antigenpräsentierende Zellen und sie siedeln sich in der entzündeten Gelenkschleimhaut an. Die gezielte Elimination dieser B-Zellen ist daher ein vielversprechender therapeutischer Ansatz, der durch den Einsatz von T-Zell-Engagern nun auf eine neue, deutlich wirksamere Ebene ge- hoben werden kann. Die weltweit ersten Patientinnen und Patienten mit schwerer RA wurden mit T-Zell-Engagern am

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