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Ausgezeichneter Kinderarzt

Dr. Ferdinand Knieling für Erforschung neuer Diagnostikmethoden mit dem Adalbert-Czerny-Preis geehrt

Um das Gewebe eines Menschen untersuchen zu können, müssen Ärztinnen und Ärzte in der Regel eine Biopsie entnehmen. Obwohl das für die Betroffene oder den Betroffenen meist nahezu schmerzlos ist, sind diese Eingriffe trotzdem nicht frei von Risiken und machen gerade Kindern große Angst. Deshalb hat Dr. Ferdinand Knieling, Assistenzarzt und Arbeitsgruppenleiter in der Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Prof. Dr. Joachim Wölfle) des Universitätsklinikums Erlangen, erstmals ein licht- und schallbasiertes Bildgebungsverfahren bei jungen Patientinnen und Patienten angewendet, um ihnen ein invasives Prozedere zu ersparen. Für seine umfassenden Arbeiten wurde er nun von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ) mit dem diesjährigen Adalbert-Czerny-Preis ausgezeichnet. Die Preisrichter bescheinigten den wissenschaftlichen Leistungen des 34-jährigen Erlanger Forschers „den höchsten Innovationsgrad“. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.
Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, überreichte die Adalbert-Czerny-Medaille persönlich an Dr. Ferdinand Knieling. Foto: m:con/Hauss

„Mithilfe des licht- und schallbasierten Bildgebungsverfahrens erhalten wir umfassende Informationen über die Zusammensetzung des erkrankten Gewebes – ohne dafür im Körper des Kindes schneiden und tatsächlich eine Probe entnehmen zu müssen“, erläutert Dr. Knieling. „Es handelt sich um eine ganz neue diagnostische Methode in der Pädiatrie.“ Die DGKJ prämierte seine langjährige Arbeit und würdigte seine wissenschaftlichen Leistungen im Rahmen ihrer Jahrestagung u. a. mit folgenden Worten: „Als Nachwuchswissenschaftler hat er […] innovative Methoden mitentwickelt und exzellente Originalarbeiten in Zeitschriften mit internationaler Begutachtung (wie 2017 im New England Journal of Medicine) publiziert. Dr. Knieling konnte erstmals multi­spektrale, optoakustische Bildgebungsmethoden im klinischen Ansatz anwenden, bei Patientinnen und Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sowie Muskeldystrophie Duchenne. Für Teile seiner Arbeit erhielt seine Forschungsgruppe zuvor bereits den Young Investigator Award des European Molecular Imaging Meeting. Große Anerkennung gilt auch den Stiftungspreisen, Zulassungsstudien und Fördermitteln, die Dr. Knieling für seine Projekte erhalten hat.“

Adalbert-Czerny-Preis

Die DGKJ verleiht den Adalbert-Czerny-Preis seit 1963 jährlich für besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin. Der Preis wurde nach dem österreichischen Kinderarzt und Hochschullehrer Adalbert Czerny (1863 – 1941) benannt, einem der Mitbegründer der modernen Kinderheilkunde.

Weitere Informationen:

Dr. Ferdinand Knieling
Tel.: 09131 85-33118
E-Mail: ferdinand.knielingatuk-erlangen.de

 
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