Manfred-Roth-Stiftung fördert Erlanger Forschungsprojekt zur medikamentösen Behandlung von Herpesvirus-Infektionen mit 35.000 EuroHerpesvirus-Infektionen sind ein weltweit verbreitetes, andauerndes Phänomen, das viele bisher ungelöste medizinische Fragen stellt. Obwohl einige antivirale Medikamente klinisch zugelassen sind, helfen diese häufig nur bedingt. Sie weisen gravierende Nachteile wie virale Resistenzbildung, eine fehlende Zulassung für bestimmte Risiko-Patientengruppen oder eine limitierte Breite der Anwendbarkeit gegen unterschiedliche Herpesviren auf. Besonders kritische Erkrankungen werden durch einige Herpesviren ausgelöst, die nach einer Transplantation, in verschiedenen Situationen von Immunschwäche sowie während der Schwangerschaft gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Daher untersucht eine Erlanger Forschungsgruppe um Prof. Dr. Manfred Marschall am Virologischen Institut – Harald-zur-Hausen-Institut für Virologie des Uniklinikums Erlangen den Mechanismus, der hinter der Verbreitung solcher Viren im menschlichen Körper steckt. Ziel ist es, einen Angriffspunkt für breit wirksame antivirale Medikamente zu finden – den sogenannten nukleären Egress-Komplex. Das Forschungsprojekt mit dem Titel „Entwicklung eines neuartigen antiherpesviralen Medikaments auf der Basis eines konformationsblockierenden Wirkstoffs“ will die Ausbreitung von Herpesvirus-Infektionen besser verstehen und deren medikamentöse Behandlung verbessern. Die Fürther Manfred-Roth-Stiftung fördert das Forschungsvorhaben der Erlanger Virologinnen und Virologen jetzt mit einer Spende in Höhe von 35.000 Euro an die Forschungsstiftung Medizin am Uniklinikum Erlangen. Das Uniklinikum Erlangen stockt die finanzielle Zuwendung im…