Kunst am Uni-Klinikum Erlangen

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Kunst am Uni-Klinikum Erlangen

Das Uni-Klinikum bietet dem Besucher nicht nur eine erstklassige Versorgung, sondern auch Orte, die zusätzlich zur Entspannung und somit zur Erholung und Regeneration beitragen können. Dazu gehören auch Kunstwerke, die teilweise bereits seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts die Gebäude des Uni-Klinikums schmücken. Wir laden Sie herzlich dazu ein, uns bei einem virtuellen Rundgang durch die Kunstwerke des Uni-Klinikums zu begleiten. Dazu klicken Sie einfach auf die Markierungen in der Karte oder blättern Sie selber durch die einzelnen Seiten, indem Sie auf die Nummern unterhalb der Karte klicken.

Kartenstandort Kunstwerke

"Kreislauf" von Claus Bury

Standort:

Internistisches Zentrum, Grünfläche gegenüber dem Haupteingang, Ulmenweg 18.

Beschreibung:

Corten-Stahl-Skulptur aus drei Ringen, entstanden 2001.

Eindruck auf den Betrachter:

Das Kunstwerk besteht aus drei gleichförmigen Ringen, die auf- und ineinander geschichtet sind und in einem Drittel oder in zwei Dritteln eines Kreises zueinander verschoben sind. Auf den ersten Blick verschwimmen die Ringe zu einem großen Ganzen und erscheinen wie eine natürliche Einheit oder ein fließender Kreislauf. Durch diese Anordnung möchte Bury den Betrachter anregen, "die Ansichten des Raums zu reflektieren". Aus dem Haupteingang des Internistischen Zentrums heraus, fällt der Blick auf das Kunstwerk, das neben der Palmeria des Universitätsklinikums auf einer leicht schräg abfallenden Rasenfläche positioniert ist.

Zum Künstler:

Claus Bury, geboren 1946 in Meerholz/Genhausen, wurde durch seine großformatigen Skulpturen bekannt. Er studierte 1965 bis 1969 an der Kunst- und Werkschule in Pforzheim, in den 80ern verbrachte er mehrere Jahre in den USA, bevor er nach Deutschland zurückkehrte. 1997 wurde ihm die Professur an der Bergischen Universität/Gesamthochschule Wuppertal im Fachbereich Architektur übergeben. In den Jahren von 2003 bis 2011 hatte er den Lehrstuhl für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg inne.

Wandskulptur von Gisela Kleinlein

Standort:

Internistisches Zentrum, Bauabschnitt B, Hallenwand des Konferenzraumes zum Treppenhaus, Ebene 1, Ulmenweg 18.

Beschreibung:

Fünf Polyestervollgussringe sind in Stahlgestelle eingehängt. Eines der Gestelle bleibt unbesetzt. Entstehungsjahr: 2001.

Eindruck auf den Betrachter:

Die Ringe sind in ihren Positionen zwar fest verankert, aber dennoch frei beweglich. Die vielfältigen Möglichkeiten der Anordnung und der fehlende Ring am sechsten Gestell lassen den Betrachter für einen Moment innehalten und die Komponenten des Werks gedanklich neu sortieren. Die raue, nebelhafte Oberfläche der Polyesterringe spiegelt Lichtstrahlen in wechselnden leichten Farben wider. Die Künstlerin möchte mit dem "Aspekt der Variabilität ein spielerisches Element anbieten".

Zur Künstlerin:

Gisela Kleinlein wurde 1955 in Nürnberg geboren. Dort absolvierte sie 1976 bis 1979 ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste. Nach einer Gastprofessur an der Gesamthochschule Kassel im Jahre 1991, bekam sie einen Lehrauftrag von 1996 bis 1999 an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1999 ist sie Professorin an der Bergischen Universität Düsseldorf.

Wandskulptur von Alf Schuler

Standort:

Internistisches Zentrum, Bauabschnitt B, Untergeschoss, Gang zur Radiologie und zum Bettenhaus des Chirurgischen Zentrums, Ulmenweg 18.

Beschreibung:

Die Skulptur besteht aus an der Wand durchhängenden Edelstahlseiten von je zehn Metern Länge, welche jeweils einen Durchmesser von 30 Millimetern haben. Das Gesamtgewicht beträgt 2,5 Tonnen. Das Kunstwerk wurde 2001 an der Wand angebracht.

Eindruck auf den Betrachter:

Die Skulptur hängt an einem Teil der Wand, der sich zu einem Warteraum hin öffnet. Der Betrachter bekommt den Eindruck, dass sich der lange Gang des Untergeschosses im Internistischen Zentrum durch die gebogene Form des Kunstwerks verkürzt. Jedoch geschieht dies nur optisch, was zu einem paradoxen Gefühl zwischen Zeit und Raum führt. Das gleiche Gefühl stellt sich auch durch den Kontrast der Schwere des Materials und der Leichtigkeit seiner Wirkung ein. Zurückgeworfen auf sich selbst, soll der Betrachter beginnen, über sein eigenes Körpergefühl nachzudenken.

Zum Künstler:

Alf Schuler, geboren 1945 in Berchtesgaden, studierte von 1962 bis 1963 an der Werkkunstschule in Aachen, von 1964 bis 1970 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit 1989 lehrt er an der Kunsthochschule in Kassel.

Wandrelief von Markus Kronberger

Standort:

Internistisches Zentrum, Bauabschnitt B, Untergeschoss, Gang zur Radiologie und zum Bettenhaus des Chirurgischen Zentrums, Ulmenweg 18.

Beschreibung:

Das Wandrelief aus gleichförmigen Stahlblechrechtecken in Grün und Orange erstreckt sich auf mehreren Metern über das Wandstück. Die Rechtecke haben eine Tiefe von vier bis fünf Zentimetern. Geschaffen wurde das Werk 2001.

Eindruck auf den Betrachter:

Der Wechsel der Rechtecke mit den einzeln hervortretenden leeren Flächen sorgt für ein Gefühl der Instabilität und gleichzeitig einer gesamtheitlichen Stabilität des Kunstwerks. Die grünen Flächen gehen langsam in die orangenen Rechtecke über und erzeugen ein Bild des Wandels und des Austausches. Der Wechsel von "Bausteinen" und "Leerräumen" und der "werkimmanente Rhythmus sollen zugleich Komplexität und gegenseitige Abhängigkeit des Körperlichen, Körperhaften andeuten", so die Intention des Künstlers. "Die Idee von Wissenschaft versucht die Idee mit der Ästhetik zu verknüpfen".

Zum Künstler:

Markus Kronberger wurde 1964 in Nürnberg geboren und lernte 1986 bis 1992 Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, 1992 wurde er Meisterschüler bei Professor Werner Knaupp. In den darauf folgenden zwei Jahren erlernte er "Kunst und Öffentlicher Raum" bei Professor Johannes Peter Hölzinger. 2004 erhielt er seinen ersten Lehrauftrag. Seit 2006 lehrte er an verschiedenen Künstlerhäusern und Akademien, unter anderem an der Akademie Faber-Castell in Stein und am Künstlerhaus Spiekeroog.

"Baumfrüchte" von Conny Siemsen

Standort:

Kaufmännische Direktion, Grünfläche hinter dem Gebäude, Maximiliansplatz 2.

Beschreibung:

Sieben Fruchtkörper von diversen Bäumen werden 100-fach vergrößert in Bronzeguss dargestellt. Sie liegen unter den Bäumen auf der Wiese verstreut. Sie schmücken die Fläche seit 2001.

Eindruck auf den Betrachter:

Die Früchte fügen sich durch ihre Farben und Formen in ihre Umgebung ein und verschmelzen mit ihr. Erst bei näherer Betrachtung entdeckt man die groteske Wirkung der vergrößerten und dadurch fremd wirkenden Fruchtkörper. Die Künstlerin beschreibt es als "Irritation der Wahrnehmung, es beginnt eine Konzentration auf die visuelle Erfassung des Gegenstandes und gleichzeitig eine Aufforderung zur Distanzierung". Sie wirken "wie ein Überbleibsel aus der Vorzeit". Beim Bau des Internistischen Zentrums musste ein Teil des Klinikparks gerodet werden. Siemsen versucht die Wiederbepflanzung darzustellen: "Die neue Bepflanzung spielt eine große Rolle. Das gilt gleichermaßen innerhalb des Gebäudes im Hinblick auf die Heilung und den Einsatz von Heilpflanzen, dem immer mehr Gewicht beigemessen wird."

Zur Künstlerin:

Conny Siemsen, geboren 1955 in Burglengenfeld/Oberpfalz, lebt und arbeitet in München.

"Drei Säulen" von Stephan Kern

Standort:

Internistisches Zentrum, Grünfläche westlich vom Gebäude.

Beschreibung:

Drei Säulen stehen in einer Gruppe zusammen. Die erste Säule besteht aus unterschiedlichen Stahlrohren, die zweite wurde aus Bronze gegossen, die dritte ist eine Mischung aus Aluminium- und Bronzeguss, lackiert mit Dickschichtfarbe. Sie ragen mehrere Meter in die Höhe. Entstehungsjahr: 2001.

Eindruck auf den Betrachter:

Aus Materialien ursprünglich industriellen Zusammenhangs wirken die Säulen erst einmal verfremdet. Jede Säule ist individuell gestaltet und dennoch strahlen sie etwas Gemeinschaftliches aus. Sie stehen wie in einem Kreis zusammen, als würden sie sich anblicken. Sie kommunizieren miteinander. "Jede nimmt Elemente der beiden anderen auf", beschreibt es der Künstler. "Die Spannung kommt aus ihrer Verschiedenheit und aus ihrer Ähnlichkeit."

Zum Künstler:

Stephan Kern, Jahrgang 1955, wurde in Ludwigshafen am Rhein geboren. Er studierte 1978 bis 1982 in München an der Akademie der Künste in München. Seine erste Einzelausstellung zeigte 1981 die Städtische Galerie im Lenbachhaus, München. Seitdem wurden seine Werke in regelmäßigen Abständen in ganz Deutschland ausgestellt. Er lebt und arbeitet heute in München.

"Windspiel" von Tomitaro Nachi

Standort:

Nordöstlich der Kopfkliniken, unmittelbar links neben öffentlichen Fuß- und Radweg, vom Maximiliansplatz kommend Richtung Schwabachanlage.

Beschreibung:

Circa sieben Meter ragen die fahnenähnlichen Kunstwerke in die Luft. Die beweglichen Flügelpaare aus Aluminium drehen sich leicht im Wind. Die Flügel sind auf Stahlmasken befestigt. Geschaffen wurde das Kunstwerk 1986.

Eindruck auf den Betrachter:

Durch die leichtgängigen Flügelpaare hat das Kunstwerk eine beruhigende, zugleich – durch mehrere, verschiedenfarbige Elemente – aber auch eine stimulierende Wirkung auf den Betrachter. Leicht kann man das kinetische Kunstwerk übersehen, da sich die Stahlmasken in die benachbarten Bäume sanft einfügen und mit ihrer Umgebung verschwimmen. Es lohnt sich, einen Augenblick länger zu verweilen.

Zum Künstler:

Tomitaro Nachi ist ein deutsch-japanischer Künstler und wurde 1924 in Yokohama geboren. Er wurde Flugzeugkonstrukteur und Testpilot. Von 1947 bis 1961 lehrte er an der Universität Tokio und der Universität Chiba Malerei, Bildhauerei, Produktdesign und Architektur. Nach Deutschland kam er 1961 an die Hochschule für Gestaltung in Ulm. Mit zahlreichen Einzelausstellungen machte er sich international einen Namen. Gestorben ist er 2007 in Ulm.

Edelstahlskulptur von Hermann Kleinknecht

Standort:

Südlich der Kopfkliniken, unmittelbar links neben dem öffentlichen Fuß- und Radweg, vom Maximiliansplatz kommend Richtung Schwabachanlage.

Beschreibung:

Ungefähr fünf Meter lange Skulptur aus Edelstahl. Die Höhe variiert zwischen 0,71 und 1,17 Metern. Entstanden ist das Kunstwerk 1986.

Eindruck auf den Betrachter:

Die Skulptur strahlt sowohl Ruhe als auch Bewegung aus, was den Betrachter anregt, das Konstrukt weiterzuspinnen und in Gedanken auszudehnen. Das Kunstwerk lebt durch die Mischung aus Stabilität und Dynamik. Der Künstler beschreibt es als "Zusammenspiel der Raumlinien", durch die die "aktivierenden und ausgleichenden Kräfte zur Form" werden.

Zum Künstler:

Hermann Kleinknecht wurde 1943 in Bad Berneck in Oberfranken geboren. Von 1960 bis 1963 absolvierte er eine Glasmalerlehre in München, 1968 machte er sein Abitur und studierte daraufhin an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1974 bis 1975 arbeitete er als wissenschaftlicher Zeichner am Institut für Paläontologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach Gastaufenthalten in Rom und Paris, ist er seit 2004 in seinem Atelier in Berlin und in München als freischaffender Künstler tätig.

"Ein Symbol menschlichen Lebens" von Prof. Stephan Balkenhol

Standort:

Eingang zur Geburtshilfe an der Ecke der Kreuzung Universitätsstraße/Östliche Stadtmauerstraße, Frauenklinik, Universitätsstraße 23.

Beschreibung:

Das Kunstwerk ist etwa vier Meter hoch. Der Mast trägt einen Mann und eine Frau, eine Tonne und eine Scheibe bilden den Boden, auf dem die zwei Bronze-Skulpturen stehen. Beide Teile sind frei beweglich. Geschaffen wurde das Werk 2009.

Eindruck auf den Betrachter:

Die Beweglichkeit der Scheibe und der Tonne ermöglicht es den Figuren, analog zum menschlichen Leben, in subtiler Bewegung zu bleiben und immer wieder – neu ausgelenkt durch den Wind – andere Blickwinkel einzunehmen. Die Figuren können sich dabei voneinander weg oder aufeinander zu bewegen, die Frau bleibt dabei immer im Zentrum.

Zum Künstler:

Stephan Balkenhol ist einer der beliebtesten deutschen Bildhauer. Er wurde 1957 in Fritzlar geboren und studierte 1976 bis 1982 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Bis heute stellt er seine Kunstwerke auf internationaler und nationaler Ebene regelmäßig aus. Auch im öffentlichen Raum sind die Werke nicht mehr wegzudenken. Seit 1992 lehrt er an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe.

"Zahnstocher" von Alf Lechner

Standort:

Zahn-Mund-Kieferklinik, gut sichtbar links neben dem Eingang. Glückstraße 11.

Beschreibung:

Die silberne Stele ragt mehrere Meter in die Höhe und stellt unterstützend symbolisch den Zahnerhalt dar, wofür auch die Zahn-Mund-Kieferklinik steht. 1975 wurde sie dort platziert.

Eindruck auf den Betrachter:

Alf Lechner spielt mit der Ordnung und Unordnung seiner Kunstwerke. Der "Zahnstocher" ragt stabil und mehrere Meter in die Höhe. Die seitliche Stele fällt dem Betrachter als Teil des Kunstwerks ins Auge, wo sie die ruhige und stabile Gesamtheit im ersten Moment stören könnte. Bei einem näheren Hinsehen fügt sie sich jedoch homogen in das Bild ein und führt sogar zu einer Erhöhung der Ordnung.

Zum Künstler:

Alf Lechner, geboren 1925 in München, war zwischen 1940 und 1950 Schüler beim Landschaftsmaler Alf Bachmann in Ambach am Starnberger See. Seitdem wurden zahlreiche Werke im öffentlichen Raum von ihm geschaffen. 1995 wurde Lechner Mitglied bei der Bayerischen Akademie der schönen Künste. 1999 gründete er die Lechner-Stiftung, im darauf folgenden Jahr wurde auch sein gleichnamiges Museum eröffnet.

Kunstwerk von Mitarbeitern der Strahlenklinik

Standort:

Vor dem Eingang zur Strahlenklinik, Universitätsstraße 27.

Beschreibung:

Die Säule ist rund drei Meter hoch und entspricht der Wandstärke, die man bei der Benutzung von Normalbeton benötigen würde, um die Therapiestrahlung eines Linearbeschleunigers außerhalb des Behandlungsraumes auf 1 mSv pro Jahr abzuschwächen.

Eindruck auf den Betrachter:

Die Skulptur soll die Wechselwirkung zwischen Röntgenstrahlung und dem Genom einer Körperzelle darstellen. Dabei symbolisiert der Pfeil die Strahlung, während die 40 aufeinander gestapelten Betonplatten 40 Basenpaare der DNA darstellen. Röntgenstrahlung kann eine verheerende Wirkung auf unser Genom haben, was oft zu irreversiblen Schäden und zum Tod der Zelle  führt. In diesem Fall ist dies eine Methode, um Krebszellen zu zerstören und damit zur Genesung des Patienten beizutragen. Die Platten stammen von Messungen zum baulichen Strahlenschutz, die in der Klinik an einem Linearbeschleuniger durchgeführt wurden.

Zu den Künstlern:

Die Skulptur wurde auf Anregung von Mitarbeitern der Strahlenklinik errichtet. Die Idee stammt von Prof. Dr. Reinhold Müller (ehemals Strahlenklinik Erlangen), die Bauplanung von Jan Forster (Forster Bau Ingolstadt). Ausgeführt wurde der Bau schließlich von Otto Pravida (Pravida Bau Pressath).

"Der silberne Wegweiser" von Prof. Olaf Metzel

Standort:

Chirurgisches Zentrum (Bettenhaus), an der nordöstlichen Ecke des Gebäudes, Kreuzung Maximiliansplatz/Östliche Stadtmauerstraße 27.

Beschreibung:

Die Aluminiumskulptur ist etwa fünf Meter hoch. Sie wurde außen an der Gebäudewand in 18 Metern Höhe befestigt und ist somit gut sichtbar an der Nord-Ost-Ecke des Bettenhauses angebracht.

Eindruck auf den Betrachter:

Bei der Entwicklung dieses silbernen Wegweisers ließ sich Metzel von der gerasterten Fassade des neuen Bettenhauses inspirieren: "Ich habe mich vom Raster leiten lassen und es aufgenommen." Das Kunstwerk nimmt zwar genauer betrachtet keine genaue Form ein, wirkt jedoch in seiner Form wie ein Pfeil, der dem Betrachter die Richtung weisen möchte. Bei Dunkelheit wird das Kunstwerk von integrierten LED-Lampen angestrahlt, was zu variierenden, farbigen Lichtstimmungen führt.

Zum Künstler:

Prof. Olaf Metzel gewann den Kunstwettbewerb, den das Staatliche Bauamt im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt Bettenhaus 2012 ausgeschrieben hatte. Es wurde aus 14 eingereichten Entwürfen ausgewählt. Metzel studierte von 1971 bis 1977 an der Universität der Künste Berlin. Öfter provozierte er mit seiner Kunst, da er auch Teile wie Absperrgitter oder ausgesonderte Stadionsitze verwendete, was teilweise sogar zu Verlagerungen der Skulpturen, etwa in Berlin, führte. Seit 1990 ist er Professor für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München.

"Die Liegende" von Christian Wrede

Standort:

Frauenklinik, Garten der Geburtshilfestation, Zugang über den Innenhof der Frauenklinik, Universitätsstraße 23.

Beschreibung:

"Die Liegende" war 1955 für eine Brunnenanlage vor der Frauenklinik konzipiert worden, wurde aber immer wieder ohne diese umgesiedelt. Da der Platz für Parkplätze benötigt wurde, wurde sie in den Garten neben der Pathologie umgesiedelt. 1971 wurde sie auf das Gelände des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin in der Schillerstraße versetzt. Nun steht sie wiederum an ihrem ursprünglichen Platz im Garten der Geburtshilfe-Station.

Eindruck auf den Betrachter:

"Die Liegende" ist schon lange ein beliebtes Motiv bei Bildhauern. Die Erlanger "Liegende" schaut nachdenklich in die Leere, ruhend auf einer rechteckigen Grundplatte mit einer Haube auf dem Kopf. Sie ist nicht als Brunnen erkennbar, da kein Becken vorhanden ist.

Zum Künstler:

Christian Wrede entwarf drei Brunnen (Die Liegende, Die Wasserträgerin und den Löwenbrunnen), die alle drei in Erlangen aufgestellt und mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Wrede wurde 1896 in Erlangen geboren und verstarb 1971 ebenfalls in Erlangen. Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Nürnberg und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Nachdem seine Wohnung in München nach dem Zweiten Weltkrieg zerbombt war, kehrte er nach Erlangen zurück und gestaltete den Neubeginn der Kunst bedeutend mit.

"Das Brunnenbuberl" von Mathias Gasteiger

Standort:

Maximiliansplatz vor dem Eingang des Chirurgischen Zentrums (Funktionsgebäude).

Beschreibung:

Die ursprüngliche Idee zeigt das Brunnenbuberl aus Bronze, während es ein Rohr zuhält, aus dem Wasser fließt. Das Wasser stammt von einem Faun, der auf den Kopf des Buben spuckt. Der Faunkopf bestand aus Muschelkalkstein und war oberhalb des Jungen angebracht. 1945 wurde der Brunnen zerstört. 1963 wurde er wieder aufgebaut, allerdings ohne den dazugehörigen Faunkopf.

Eindruck auf den Betrachter:

Früher war die Intention des Künstlers klar ersichtlich. Der Bub hält sich die Hand vor das Gesicht, um sich vor dem spuckenden Faun zu schützen. Heute fehlt dieses Wechselspiel, warum der Junge auf diese Weise dasteht, lässt sich nicht mehr erkennen.

Zum Künstler:

Mathias Geisteigner wurde 1871 in München geboren. Mit 22 Jahren schuf er das Brunnenbuberl, wofür er 1893 auf der großen Kunstaustellung in Berlin die Goldmedaille gewann. Das Original dieses Brunnes steht in München neben dem Karlstor. 1906 wurde eine Kopie in der Landesausstellung in Nürnberg aufgestellt, ein Erlanger Kaufmann erwarb den Brunnen und schenkte ihn der Stadt Erlangen. Geisteigner verstarb 1937 in München.

Steinbildwerk von Hans Mayer

Standort:

Internistisches Zentrum, Grünfläche westlich vom Gebäude.

Beschreibung:

Geschaffen wurde dieses knapp drei Meter hohe Werk 1970 von Hans Mayer. Es ist aus Flossenburger Granit gehauen und wurde ursprünglich in der Nähe der Kinderklinik in der Loschgestraße aufgestellt.

Eindruck auf den Betrachter:

Das Werk ermutigt den Betrachter, seine eigene Interpretation zu finden und es aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Man könnte darin einen Menschen sehen, der eine schwere Last auf seinen Schultern trägt. Oder ist es gar kein Mensch, sondern ein Engel, der anmutig seine Flügel ausbreitet?

Zum Künstler:

Hans Mayer kam aus Franken und schuf mehrere Kunstwerke für Erlangen, darunter auch einen weiteren Brunnen in ähnlicher Ausführung. Dieser existiert heute aber leider nicht mehr.

Der Heilige Martins-Brunnen von Georg Brenninger

Standort:

Direkt vor dem Eingang des Chirurgischen Zentrums (Funktionsgebäude).

Beschreibung:

Geschaffen wurde dieses Werk 1963. Der Brunnen ist aus Bronze und mehrere Meter hoch. In den Nischen des Kunstwerks sitzen verschiedene Figuren. Ganz oben blickt ein Pferd auf den Betrachter hinunter, zwei Menschen zieren die Mitte, in der unteren rechten Ecke lugt eine Gans hervor.

Eindruck auf den Betrachter:

Die Figuren stellen biblische Motive dar. Die menschliche Figur im oberen Teil soll den Heiligen Martin darstellen. Der Überlieferung nach soll sich Martin, als man ihn zum Bischof von Tours machen wollte, in einem Gänsestall versteckt haben. Das brachte ihm aber nichts, da die Gänse aufgeregt schnatterten und ihn damit verrieten.

Zum Künstler:

Georg Brenninger wurde 1909 in Velden an der Vils in Niederbayern geboren. Er schloss eine Lehre als Maurer ab und schuf Grabmale für Friedhöfe.  1930 bis 1932 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule München und wechselte dann zur Akademie der Bildenden Künste. Er arbeitete als Bildhauer, Architekt und Hoschullehrer. 1961 wurde er Professor für Plastik an der Akademie der Bildenden Künste München. Er starb 1988 in München.