32.000 Euro für verbesserte Patientenversorgung
Manfred-Roth-Stiftung unterstützt Pilotprojekt für chronisch kranke Kinder und Jugendliche
Bei immer mehr Kindern und Jugendlichen in Deutschland wird eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Speiseröhre diagnostiziert: Wer an der sogenannten Eosinophilic Esophagitis (EoE) erkrankt, leidet etwa unter Schluckbeschwerden, dem Steckenbleiben von Nahrung beim Essen und Ernährungsproblemen. In der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen finden Betroffene eine verlässliche Behandlung und Unterstützung. Um ihnen diese auch beim Übergang ins Erwachsenenalter dauerhaft zu gewährleisten, will Prof. Dr. André Hörning, Leiter der Pädiatrischen Gastroenterologie, Hepatologie und Endoskopie, eine übergreifende Versorgungsstruktur etablieren. „Wir möchten die Kinder- und Jugendmedizin stärker mit der internistischen Gastroenterologie sowie mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region vernetzen und auch beteiligte Bereiche wie die Ernährungsberatung und die Endoskopie einbinden“, erklärt der Leitende Oberarzt sein Pilotprojekt, das die Fürther Manfred-Roth-Stiftung mit einer Spende in Höhe von 32.000 Euro unterstützt. Die Forschungsstiftung Medizin des Uniklinikums Erlangen stockt den Spendenbetrag auf insgesamt 43.200 Euro auf.
Eosinophilic Esophagitis Structured Transition and Empowerment Program, kurz: EoE-STEP, heißt das künftige regionale Transitionsnetzwerk für Kinder und Jugendliche, das die Versorgung an der Schnittstelle zur Erwachsenenmedizin nachhaltig verbessern soll. Dafür wird eine speziell geschulte medizinische Fachperson die Jugendlichen und ihre Familien während des gesamten Übergangs begleiten, erforderliche Termine koordinieren, an Verlaufskontrollen erinnern sowie die zentrale Ansprechperson bei organisatorischen Fragen sein und die Kommunikation zwischen den verschiedenen medizinischen Bereichen sicherstellen. „Wir planen beispielsweise gemeinsame Fallkonferenzen, verbindliche Transitionsabläufe, feste Ansprechpersonen und klar definierte Überweisungs- und Nachsorgewege“, erläutert Prof. Hörning. Das Pilotprojekt sei zunächst für einen Zeitraum von zwölf Monaten geplant und soll die Initialzündung für eine bessere Verzahnung der Kinder- und Erwachsenenmedizin darstellen. „Wir wollen Strukturen etablieren, die aus den einzelnen medizinischen Kontakten eine stabile Versorgungskette für junge Menschen schaffen“, betont der pädiatrische Gastroenterologe und bedankte sich bei der Spendenübergabe herzlich bei Stiftungsvorstand Dr. Wilhelm Polster und Stiftungsrat Klaus Teichmann für die großzügige Anschubfinanzierung des neuen Netzwerks für das erste Projektjahr. „In dieser Zeit wollen wir feste regionale Kooperationen und standardisierte Abläufe entwickeln“, so Prof. Hörning.
Zur Manfred-Roth-Stiftung
Die gemeinnützige Stiftung des im Jahr 2010 verstorbenen Fürther Unternehmers und NORMA‑Gründers Manfred Roth unterstützt gezielt soziale, kulturelle, bildungsbezogene und wissenschaftliche Projekte in der Region.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. André Hörning
09131 85-33118
andre.hoerning(at)uk-erlangen.de






