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Uni-Klinikum, Plastische Chirurgie

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Best-Paper-Award des Georg Thieme Verlags für Prof. Horch und Kollegen

Neue Erkenntnisse aus der eigenen Forschung zum Wohl möglichst vieler Patientinnen und Patienten nutzbar machen: Das ist das Anliegen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Ein Mittel hierfür sind Publikationen in Fachmedien. „Besonders schön ist es, wenn wir merken, dass unsere Veröffentlichung auf großes Interesse bei Kollegen stößt“, freut sich Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund E. Horch, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. Einer seiner Artikel, den er 2018 gemeinsam mit weiteren Erlanger Forschern publizierte, wurde nun mit dem HaMiPla Best-Paper-Award der Georg Thieme Verlag KG ausgezeichnet. Der Text zählt zu den am häufigsten online angeklickten und gelesenen Fachtexten des vergangenen Jahres. Er erschien unter dem Titel „Biofabrikation – neue Ansätze für den artifiziellen Gewebeersatz“ in der Zeitschrift „Handchirurgie. Mikrochirurgie. Plastische Chirurgie“ (HaMiPla).
Aus den Händen von Prof. Dr. Karl-Josef Prommersberger (l.) und Prof. Dr. Riccardo Giunta (r.), den beiden Herausgebern der Fachzeitschrift, nahm Prof. Horch, Direktor der Plastischen Chirurgie des Uni-Klinikums Erlangen, Preis und Urkunde entgegen. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Der von der Georg Thieme Verlag KG gestiftete Preis wurde im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. und der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen verliehen. Die Auszeichnung wird jährlich für die Top-Publikationen auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie und Handchirurgie vergeben.

Das sogenannte Tissue Engineering, die Züchtung von menschlichem Gewebe außerhalb des Körpers, ist nach wie vor ein Forschungsschwerpunkt vieler Plastischer Chirurgen weltweit. Mithilfe dieses künstlich hergestellten Gewebes wollen die Ärzte Patienten helfen, die aufgrund von Erkrankungen oder Unfällen große Gewebsverluste und somit körperliche Einschränkungen hinnehmen mussten. „In vielen Fällen konnten bereits beachtliche Erfolge erzielt werden, doch die Züchtung des Gewebes lässt sich noch weiter optimieren“, sagt Prof. Horch. Während die Wissenschaftler bisher mit Trägermatrizen, Zellen und Wachstumsfaktoren arbeiteten, tut sich nun ein neues Forschungsfeld mit dem Namen Biofabrikation auf. „Dabei nutzen wir neueste 3-D-Drucktechnologien“, erläutert Raymund E. Horch. „Unser Ziel ist es, unterschiedliche Zellen, Biomaterialien und Moleküle hierarchisch und räumlich in eine Matrix zu integrieren, um eine gerichtete Reifung von künstlichem Gewebe zu gewährleisten.“ Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dies, dass das künstlich hergestellte Gewebe in Zukunft noch exakter auf den individuellen Defekt zugeschnitten werden kann. So sollen Narben reduziert und die volle Funktionstüchtigkeit der neu eingefügten Gewebeteile garantiert werden.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund E. Horch
Telefon: 09131 85-33277
E-Mail: raymund.horchatuk-erlangen.de

 
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