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Den Metastasen auf der Spur

Die W. Lutz Stiftung unterstützt die translationale Krebsforschung im Bereich Molekulare und Experimentelle Chirurgie mit 20.000 Euro

Für Krebspatienten stellen Metastasen die größte Gefahr dar. Dabei handelt es sich um die Ansiedelung von Tumorzellen, die aus dem Primärtumor in entfernte Organe auswandern. Ein innovatives Forschungsprojekt des Arbeitsbereichs Molekulare und Experimentelle Chirurgie von Prof. Dr. Michael Stürzl an der Chirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Robert Grützmann) des Universitätsklinikums Erlangen untersucht bei Darmkrebspatienten, ob Blutgefäße einer Ansiedelung metastasierender Zellen in entfernten Geweben entgegenwirken können. Die W. Lutz Stiftung unterstützt dieses wissenschaftliche Projekt nun mit 20.000 Euro. Die Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen stockt die Spendensumme dank ihres Matching-Funds-Programms auf insgesamt 27.000 Euro auf. „Ich freue mich sehr über diese überaus hilfreiche Start-up-Finanzierung unseres Projekts“, sagte Prof. Stürzl.
Blutgefäße im Darm. Foto: Molekulare und Experimentelle Chirurgie/Uni-Klinikum Erlangen

Im Allgemeinen geht die Wissenschaft davon aus, dass Blutgefäße die Metastasierung vorwiegend unterstützen, weil sie Zugänge in entfernte Organe bereitstellen. Neue Untersuchungen der Arbeitsgruppe um Prof. Stürzl ergaben jedoch, dass Blutgefäße auch spezifische Proteine freisetzen, mit denen sie das Wachstum von Tumorzellen gezielt hemmen können. Diese angiokrinen – also von den Gefäßen freigesetzten – Tumorhemmstoffe scheinen die Ansiedlung metastasierender Tumorzellen im Zielgewebe entscheidend zu unterbinden. Die Hemmstoffe könnten somit neue Ansatzpunkte für die Verhinderung einer Metastasierung bieten.

Die W. Lutz Stiftung geht auf die Initiative eines vermögenden Privatmanns und Unternehmers aus Lauf an der Pegnitz zurück. Die Stiftung fördert seit mehr als zehn Jahren verschiedene Projekte zur translationalen Tumorforschung am Uni-Klinikum Erlangen. 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Michael Stürzl
Telefon: 09131 85-39520
E-Mail: michael.stuerzlatuk-erlangen.de