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Die Niere versagt – was nun?

Prof. Dr. Mario Schiffer informiert in seiner Bürgervorlesung am 13. Januar 2020 über das Thema Niereninsuffizienz

Die Nieren sind für die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten zuständig und regeln unter anderem den Wasserhaushalt. Doch was passiert, wenn sie nicht mehr richtig arbeiten? Was ist der Unterschied zwischen einer akuten und einer chronischen Nierenschwäche? Begünstigen Vorerkrankungen ein Nierenversagen? Welche Behandlungsmethoden werden bei einer Niereninsuffizienz angewendet? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Mario Schiffer, Direktor der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie des Universitätsklinikums Erlangen, in seiner Bürgervorlesung. Interessierte sind herzlich zum Vortrag am Montag, 13. Januar 2020, um 18.15 Uhr im Rudolf-Wöhrl-Hörsaal, Östliche Stadtmauerstraße 11 in Erlangen, eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Bei einer Nierenschwäche wird zunächst zwischen der akuten und der chronischen Form unterschieden. Ein akutes Nierenversagen entsteht im Laufe von Stunden bis Tagen und ist meist rückgängig zu machen, indem die Ursachen beseitigt werden. Bei einer chronischen Niereninsuffizienz nimmt die Entgiftungsfunktion der Nieren in der Regel über Jahre hinweg immer weiter ab. Eine häufige Ursache dafür ist Diabetes. Bleibt der Blutzuckerspiegel nämlich längere Zeit erhöht, besteht die Gefahr einer chronischen Nierenerkrankung, denn ein erhöhter Blutzucker schädigt mit der Zeit die Wände der Blutgefäße. Bluthochdruck kann ebenfalls ein Auslöser für eine chronische Nierenschwäche sein, da die Nierenkörperchen davon Schaden nehmen, die dann nach und nach ausfallen.

Als wichtiges Ausscheidungsorgan des Körpers filtern die Nieren auch viele Medikamente und deren Abbauprodukte. Einige Substanzen können das Nierengewebe jedoch schädigen, beispielsweise die dauerhafte Einnahme freiverkäuflicher Schmerzmittel. Auch eine Verkalkung (Arteriosklerose) der Nierengefäße oder eine wiederholte Nierenbeckenentzündung sind eine mögliche Ursache für Nierenversagen. Ohne Therapie würde die chronische Niereninsuffizienz letztlich zum Tod führen. Wird das Organversagen durch eine bestehende Grunderkrankung ausgelöst, steht deren Behandlung im Vordergrund. Um bestimmte Salze und überschüssiges Wasser aus dem Körper zu entfernen, kann eine Blutwäsche, also eine Dialyse, durchgeführt oder eine Niere transplantiert werden.

Einladung zur Bürgervorlesung

Woran erkenne ich eine Niereninsuffizienz? Wie kommt diese zustande? Kann die Nierenschwäche medikamentös behandelt werden oder ist der bzw. die Betroffene auf Blutwäsche oder gar ein neues Organ angewiesen? Diese und ähnliche Fragen beantwortet Prof. Schiffer ausführlich am Montag, 13. Januar 2020, in seiner Bürgervorlesung „Die Niere versagt – was nun?“. Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Rudolf-Wöhrl-Hörsaal, Östliche Stadtmauerstraße 11 in Erlangen. Im Anschluss sind die Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen, Fragen zu stellen.

Gesamtprogramm Vorlesungsreihe

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Mario Schiffer
Telefon: 09131 85-39002
E-Mail: mario.schifferatuk-erlangen.de

 
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