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Uni-Klinikum, Medizin 1, Forschungsstiftung Medizin

Fokus auf den Muskelaufbau

Spende in Höhe von 64.000 Euro ermöglicht Erlanger Hector-Center die Anschaffung eines pQCT-Geräts zur Messung des Muskelstatus

Eine gemeinsame Spende ermöglichte dem Hector-Center für Ernährung Bewegung und Sport des Universitätsklinikums Erlangen die Anschaffung eines pQCT-Geräts (periphere quantitative Computertomografie) zur Messung der Muskelbeschaffenheit. Mithilfe des pQCT-Messverfahrens können die behandelnden Ärzte und Wissenschaftler nicht nur den Muskelstatus, sondern auch die Knochendichte von Krebspatienten und Menschen mit chronischen Erkrankungen präzise quantifizieren und so individuelle Therapien entwickeln. Der Verein zur Förderung des Tumorzentrums Erlangen-Nürnberg, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Thomas Pickel und Fördermitglied Christa Matschl, trug 10.000 Euro zu dem Erwerb bei. Die Manfred-Roth-Stiftung, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. Wilhelm Polster, unterstützte die Anschaffung mit einer Spende in Höhe von 40.000 Euro, die über die Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Werner G. Daniel, im Rahmen ihres Matching-Funds-Programms um 14.000 Euro zusätzlich aufgestockt wurde. Für die jetzige Anschaffung des Geräts wurden zudem auch frühere Spenden der beiden beteiligten Förderer verwendet.
Freuen sich über das pQCT-Gerät im Hector-Center (v. l. n. r.): Dr. Hans Joachim Herrmann (ernährungswissenschaftlicher Leiter Hector-Center), Prof. Dr. Yurdagül Zopf (Leiterin Hector-Center), Dr. Dejan Reljic (sportwissenschaftlicher Leiter Hector-Center) und Prof. Dr. Markus F. Neurath (Direktor Medizin 1). Die Anschaffung ermöglichten die Spenden der Manfred-Roth-Stiftung in Vertretung von Dr. Wilhelm Polster (Vorstandsvorsitzender) und des Vereins zur Förderung des Tumorzentrums Erlangen-Nürnberg in Vertretung von Thomas Pickel (Vorstand) sowie Christa Matschl (v. r. n. l.). Foto: Kerstin Bönisch/Uni-Klinikum Erlangen

Prof. Dr. Yurdagül Zopf, Leiterin des Hector-Centers, ihre Mitarbeiter Dr. Hans Joachim Herrmann und Dr. Dejan Reljic sowie Prof. Dr. Markus F. Neurath, Direktor der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie des Uni-Klinikums Erlangen, begleiteten die Aufstellung des neuen pQCT-Messgeräts im Hector-Center. „Der Erhalt bzw. Aufbau der Muskulatur ist ein zentrales Ziel unserer sport- und ernährungstherapeutischen Maßnahmen bei Krebs und anderen chronischen Erkrankungen, da ein verbesserter Muskelstatus nachweislich die Prognose der Patientinnen und Patienten positiv beeinflussen kann“, betonte Dr. Reljic. „Wir freuen uns daher sehr, mit dem pQCT-Verfahren die Beschaffenheit von Muskeln und Knochen nun noch präziser objektivieren zu können, was uns hilft, unsere Ernährungs- und Sportprogramme weiter zu optimieren.“

Minimale Strahlenbelastung

„Das Verfahren dauert nur wenige Minuten und ist mit einer minimalen Strahlenbelastung verbunden, die wesentlich geringer liegt, als bei einer konventionellen Röntgenuntersuchung“, erläuterte Prof. Zopf. „Für die Analyse werden definierte Bereiche an den Extremitäten gemessen, an denen sich ein Muskelabbau in der Regel als erstes manifestiert.“ Prof. Neurath dankte der Manfred-Roth-Stiftung und dem Verein zur Förderung des Tumorzentrums Erlangen-Nürnberg persönlich für die finanzielle Unterstützung, durch die der Erwerb des pQCT-Geräts für das Hector-Center erst möglich wurde.

Hector-Center für Ernährung, Bewegung und Sport

Auf Initiative von Prof. Zopf, der ersten Professorin für Klinische und Experimentelle Ernährungsmedizin in Süddeutschland, und dank der Unterstützung durch die Hector-Stiftung II gelang es 2016, am Uni-Klinikum Erlangen das Hector-Center für Ernährung, Bewegung und Sport zu etablieren. Bis heute gibt es keine vergleichbare Einrichtung an anderen deutschen Uni-Klinika, die mit klinischer und experimenteller Forschung auf höchstem Niveau die Effekte ernährungs- und sportmedizinischer Therapien bei Krebs, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Adipositas und Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersucht.

Manfred-Roth-Stiftung

Die gemeinnützige Manfred-Roth-Stiftung fördert neben sozialen, Kultur- und Bildungsprojekten auch Wissenschaft und Forschung in der Medizin. Die Stiftung wurde nach dem 2010 verstorbenen Fürther Unternehmer und Gründer der Handelskette Norma benannt und folgt dessen Wunsch, Projekte des Gemeinwohls großzügig zu unterstützen. Seit 2014 überreicht Dr. Wilhelm Polster im Namen seines verstorbenen Freundes regelmäßig Spenden an verschiedene Einrichtungen des Uni-Klinikums Erlangen.

Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen

Die Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen wurde im Dezember 2007 gegründet, um die universitäre Forschung weiter voranzubringen. Sie fördert die medizinische Forschung in allen Fachbereichen, ferner Aus- und Weiterbildung von Studierenden, Ärzten und Wissenschaftlern, darüber hinaus Belange des öffentlichen Gesundheitswesens (z. B. die in Erlangen seit vielen Semestern etablierte Bürgervorlesung) und letztlich Projekte der Mildtätigkeit.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Yurdagül Zopf
Telefon: 09131 85-45220
E-Mail: med1-hector-centeratuk-erlangen.de