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Uni-Klinikum

Go with the Flo(w)

Am 12. Mai 2020 wäre die „Mutter“ der modernen Pflege Florence Nightingale 200 Jahre alt geworden – das Uni-Klinikum Erlangen bedankt sich bei allen Pflegekräften

Anlässlich des Geburtstages von Florence Nightingale wird jedes Jahr am 12. Mai der Internationale Tag der Pflegenden gefeiert. Die britische Krankenschwester gilt als Begründerin der modernen Pflege und wird weltweit hoch geschätzt. Florence Nightingale vertrat u. a. die Ansicht, dass es neben dem ärztlichen Wissen ein eigenständiges pflegerisches Wissen gibt. Den 200. Geburtstag der Pionierin nahm Reiner Schrüfer, Pflegedirektor des Universitätsklinikums Erlangen, zum Anlass, sich bei allen Pflegekräften mit einem Präsent zu bedanken: „Nicht nur während der Corona-Pandemie leisten die Pflegekräfte Unglaubliches. Deshalb möchte ich Danke sagen für das Engagement aller Pflegenden hier am Uni-Klinikum.“
Die Pflegedirektion bedankte sich u. a. mit einem „Geburtstagskuchen“ bei den Erlanger Pflegekräften für ihren Einsatz. Foto: Alessa Sailer/Uni-Klinikum Erlangen

In den Tagen der Corona-Pandemie ist es für alle Seiten offensichtlich, dass der Pflegeberuf systemrelevant ist – ohne ihn bricht das Gesundheitssystem zusammen. Nach wie vor nehmen Pflegekräfte ihre Aufgaben wahr – teilweise unter schwierigsten Bedingungen. Pflichtbewusst leisten sie mit dem Wissen ihre Arbeit, dass diese ihre eigene Gesundheit gefährden kann. Kollegen im In- und Ausland haben ihre pflegerische Tätigkeit mit dem Leben bezahlt. Dass es in Deutschland bisher nicht zu einem Zusammenbruch des Gesundheitswesens gekommen ist, ist auch ein Verdienst der Pflegenden. Täglich mussten sich die Pflegekräfte aufgrund des Virus neu ordnen, um den aktuellen Anforderungen zu entsprechen.

Am Uni-Klinikum Erlangen zeigten die Pflegenden ein hohes Maß an Flexibilität und passten sich in kurzer Zeit den immer wieder wechselnden Begebenheiten an: Stationen wurden stillgelegt, um neue Intensiv- und Intermediate-Care-Stationen sowie eine Pflegestation für COVID-19-Patienten einzurichten. Dies bedeutete konkret, dass Pflegende ihre Arbeitsbereiche verlassen, sich in neuen Teams zusammenfinden und den Ablauf ihrer Tätigkeiten neu strukturieren mussten. So wurden etwa lange im Voraus abgestimmte Dienstpläne angepasst oder neue Verfahrensanweisungen erstellt, die kommuniziert und trainiert werden mussten. Es galt, Hilfskräfte zu akquirieren und diese einzuweisen. Intensivpflegerisches Wissen wurde aufgefrischt und teilweise neu erlernt. Die größte Herausforderung dabei war, die Ungewissheit auszuhalten, wie es weitergeht, und dennoch professionell zu pflegen und beispielsweise Angehörige unter den besonderen Umständen zu begleiten.

Uni-Klinikum Erlangen dankt Pflegenden

Aufgrund ihres unermüdlichen Einsatzes unter immer wieder veränderten Bedingungen bedankte sich der Pflegedirektor des Uni-Klinikums, Reiner Schrüfer, am diesjährigen runden Geburtstag der Pflegepionierin Florence Nightingale unter dem Motto „Go with the Flo(w)“ bei allen Pflegekräften mit einer Präsenttasche. „Unser kleines Geschenk soll ein Zeichen der Anerkennung für die Pflegenden sein. Wir bedanken uns bei ihnen, weil sie auch zu Zeiten von Corona weiterhin tatkräftig mit anpacken und ihre wertvolle Arbeit leisten“, betonte der Pflegedirektor.

Die Pflegedirektion würdigt die Leistung der Pflegenden außerdem mit einem Gewinnspiel: Der Gewinner des Hauptpreises darf eine Woche mit einem E-Bike radeln, zwei weitere Gewinner können sich über eine Bienenpatenschaft sowie einen Restaurantgutschein freuen. Die Preise stellte der Verein zur Förderung und Unterstützung der Krankenpflege am Uni-Klinikum Erlangen zur Verfügung.

Begründerin der Pflege

Florence Nightingale erkannte bereits vor über 150 Jahren den Wert einer hohen Bildung in den Pflegeberufen; anhand ihrer Statistiken bewies sie die hohe Relevanz des Pflegeberufs für das Wohl der Gesellschaft und die Effektivität von Pflege. Zur Zeit des Krimkriegs in den 1850er-Jahren verfasste sie einen Bericht mit über 830 Seiten. Für die Datenvisualisierung entwickelte sie das sogenannte „Polar Area Diagram“. Florence Nightingale gilt daher als Pionierin der visuellen Darstellung mathematisch-statistischer Zusammenhänge. 1858 wurde die Britin zudem als erste Frau in die Royal Statistical Society berufen und erhielt später die Ehrenmitgliedschaft in der American Statistical Association. Mithilfe eines Spendenfonds gründete Florence Nightingale 1860 die „Nightingale Training School for Nurses“ in London und kann aus heutiger Sicht als erste Pflegewissenschaftlerin bezeichnet werden.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christine Fiedler
Telefon: 09131 85-46655
E-Mail: christine.fiedleratuk-erlangen.de

 
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