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Robotik-OP verhilft Krebspatientin zu neuer Brust

Robotik-OP verhilft Krebspatientin zu neuer Brust

Am Uniklinikum Erlangen gelang die erste roboterassistierte mikrochirurgische Anastomosierung mit dem Da-Vinci-OP-System bei der Rekonstruktion einer Brust

Innovative Technologie ergänzt chirurgische Expertise: Erstmals gelang es Prof. Dr. Andreas Arkudas, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen, bei einer Brustrekonstruktion mit Eigengewebe die dafür nötigen mikrochirurgischen Verbindungen der Arterien und der Venen (Anastomosen) mit dem Da-Vinci-OP-Roboter umzusetzen. Bei der Patientin handelt es sich um eine 39-jährige Frau, der zuvor aufgrund eines Mammakarzinoms die rechte Brust entfernt werden musste. Bei dem anschließenden roboterassistierten Eingriff für die aktuelle Pilotstudie wurde aus überschüssigem Fett- und Hautgewebe vom Unterbauch eine neue, natürlich aussehende Brust geformt. „Wir konnten die mehrstündige Brustrekonstruktion erfolgreich und ohne Komplikationen durchführen“, teilt Prof. Arkudas mit. „Damit haben wir gezeigt, dass sich mit dem Da-Vinci-Roboter bei einer Brustrekonstruktion mit Eigengewebe sowohl arterielle als auch venöse Gefäßverbindungen sicher durchführen lassen.“

Für den Eingriff nutzten Prof. Arkudas und sein Team das innovative Da-Vinci-Xi-System, das am Uniklinikum Erlangen bereits seit 2019 im Einsatz ist. Im Vergleich zu anderen mikrochirurgischen Robotersystemen bietet das Da-Vinci-System mehrere Vorteile – etwa den, dass dank der vier OP-Arme (Ports) beim Operieren neben Nadelhalter und Pinzette auch eine Schere eingesetzt werden kann. „Dies versetzt mich als Chirurgen in die Lage, eigenständig Fäden durchzuschneiden, das umliegende Bindegewebe der Arterien zu kürzen und diese dann operativ zu öffnen“, erläutert Andreas Arkudas. „Die integrierte Kamera mit ihrer hochauflösenden und dreidimensionalen Ansicht macht ein Operationsmikroskop oder -exoskop überflüssig. Zusätzlich konnten wir in diesem Fall dank der integrierten Indocyaningrün-Bildgebung bereits während der OP die erfolgreiche Durchgängigkeit der Anastomosen überprüfen“, sagt Prof. Arkudas. Da es sich bei dem Eingriff um eine Pilotstudie handelte, will die Plastische/Handchirurgie des Uniklinikums Erlangen nun größere Fallserien und Vergleichsstudien umsetzen, um strukturierte Trainingsprotokolle für derartige OPs zu entwickeln und um den Nutzen und die Grenzen des robotergestützten Verfahrens noch genauer zu bestimmen. Andreas Arkudas betont: „Wir freuen uns sehr, dass der gesamte intra- und postoperative Verlauf bereits bei der Premiere so erfolgreich und komplikationslos war.“ 

Veröffentlichung der Pilotstudie:

Die Erkenntnisse der Pilotstudie wurden in der Fachzeitschrift „Plastic and Reconstructive Surgery – Global Open“ veröffentlicht: 

Veröffentlichung der Pilotstudie:

Die Erkenntnisse der Pilotstudie wurden in der Fachzeitschrift „Plastic and Reconstructive Surgery – Global Open“ veröffentlicht: 

https://journals.lww.com/prsgo/fulltext/2026/06000/entirely_robotic_assisted_microsurgical.45.aspx?context=latestarticles

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Andreas Arkudas
09131 85-33277
kathrin.maurer(at)uk-erlangen.de

 

 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Andreas Arkudas
Tel.: 09131 85-33277
kathrin.maurer(at)uk-erlangen.de