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Schützt Aspirin vor Herzinfarkt?

Bürgervorlesungen 2020/21 im Hybridformat – Auftaktveranstaltung am 12. Oktober 2020 informiert an neuem Ort über Aspirin als Vorbeugung gegen Herzinfarkt

Dass Aspirin blutverdünnend wirkt und somit einem Gerinnsel vorbeugen kann, ist vielen bekannt. Patienten, die einen Stent eingesetzt bekommen haben, um die Herzgefäße durchgängig zu halten, sind sogar ihr Leben lang auf Acetylsalicylsäure (ASS) angewiesen. Doch darf oder sollte ich sogar regelmäßig Aspirin zu mir nehmen, um einem möglichen Herzinfarkt vorzubeugen? Oder können dabei Nebenwirkungen auftreten, die den Prophylaxe-Effekt überwiegen? Diese Thematik behandelt der Vortrag von Prof. Dr. Stephan Achenbach, Direktor der Medizinischen Klinik 2 – Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikums Erlangen, am Montag, 12. Oktober 2020. Auch dieses Jahr hält Prof. Achenbach die erste Vorlesung der beliebten Bürgervortragsreihe – im neuen Format einer Hybridveranstaltung. Aufgrund der Corona-Auflagen ist im Wintersemester 2020/21 eine Anmeldung zum Präsenzvortrag in einem großen Hörsaal am Ulmenweg 18 in Erlangen, erforderlich. Diejenigen, die keine Karte für einen Platz im Hörsaal mehr bekommen, können den Vortrag etwa sieben Tage nach dem Präsenztermin online abrufen. Der Vortrag beginnt wie gewohnt um 18.15 Uhr, der Eintritt ist kostenfrei.

Aspirin (= Acetylsalicylsäure, ASS) wirkt nicht nur entzündungshemmend, schmerzstillend und fiebersenkend, sondern beeinflusst auch die Blutgerinnung. ASS verhindert nämlich das Verklumpen der Blutplättchen – das Blut wird dadurch „dünner“ – und ASS kann so das Risiko einer Thrombose, also eines Blutgerinnsels, verringern. Warum daher nicht vorbeugend regelmäßig Aspirin einnehmen, um einen Herzinfarkt abzuwenden? „Hier sind sowohl günstige als auch ungünstige Effekte zu berücksichtigen – nicht immer ‚gewinnt‘ die günstige Wirkung des Aspirins“, erläutert Prof. Achenbach. „Es ist außerdem wichtig, dass Patienten dem medizinischen Personal Bescheid geben, wenn sie regelmäßig ASS einnehmen. Das gilt nicht nur vor einer Operation, sondern auch bei kleineren Eingriffen, etwa beim Zahnarzt, da vermehrt Blutungen auftreten können. In ganz seltenen Fällen begünstigt ASS auch, dass zum Beispiel zunehmend Blutungen der Magenschleimhaut auftreten. Eben dieses Risiko muss gegenüber dem Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall abgewogen werden – insbesondere bei der eventuell jahre- oder jahrzehntelangen Einnahme zur ‚Vorbeugung‘“, so der Kardiologe.

Einladung zur Bürgervorlesung

Darf bzw. soll ich Aspirin regelmäßig einnehmen, um mein Herzinfarktrisiko zu senken? Für wen eignet sich die prophylaktische Einnahme und welche Nebenwirkungen treten womöglich auf? In welchen Situationen sollte kein Aspirin eingenommen werden? Diese und ähnliche Fragen beantwortet Prof. Achenbach ausführlich am Montag, 12. Oktober 2020, in seiner Bürgervorlesung. Eine vorherige Anmeldung zur Präsenzveranstaltung in einem großen Hörsaal am Ulmenweg 18 in Erlangen ist aufgrund der Corona-Auflagen unter www.uker.de/bvl unbedingt erforderlich. Der Eintritt ist kostenfrei. Für alle, die den Termin nicht wahrnehmen können oder kein Einlassticket mehr bekommen haben, steht der Vortrag ab einer Woche nach der Veranstaltung an gleicher Stelle online zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Johannes Eissing
Telefon: 09131 85-36765
E-Mail: presseatuk-erlangen.de