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Uni-Klinikum, Kinderpsychiatrie

Spende für Mütter und Kinder in Ausnahmesituationen

Kinderpsychiatrie schenkt Frauenhaus Einrichtungsgegenstände und ein Sportgerät

Aus der Not eine Tugend machen – das war wieder einmal das Bestreben von Prof. Dr. Gunther Moll und seinem Team. Nachdem die Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Erlangen einige Räume ersatzlos aufgeben musste, stellten sich u. a. folgende Fragen: Wohin mit der großen Sprossenwand aus dem ehemaligen Sportraum? Und was passiert mit dem Wickeltisch und den Materialien aus dem Mutter-Kind-Zimmer? „Gemeinsam waren wir uns schnell einig, dass wir alles dem Autonomen Frauenhaus Erlangen spenden möchten“, betont Prof. Moll, Leiter der Kinderpsychiatrie. „Frauenhäuser sind sträflich unterfinanziert. Hier wollten wir ein Zeichen setzen und Mütter mit ihren Kindern, die sich in äußerst schwierigen Ausnahmesituationen befinden, unterstützen.“

Abbau und Übergabe wurden im Januar schnell und unbürokratisch von Christine Pitteroff und den Handwerkern des Uni-Klinikums Erlangen organisiert. „Die Frauen und ihre Kinder haben sich sehr gefreut“, berichtet die stellvertretende Stationsleiterin. „Da wir wissen, wie groß die Not ist, haben wir spontan noch eine Sammlung von Kleidung für Babys und Kleinkinder zusammengestellt.“

Im Autonomen Frauenhaus Erlangen finden Frauen, die von ihrem Partner bedroht werden oder Gewalt erfahren, gemeinsam mit ihren Kindern Zuflucht, Schutz, Beratung und Unterstützung. Die Adresse des Frauenhauses ist geheim; Zugang haben nur die Frauen selbst, ihre Kinder und die Mitarbeiterinnen. Dank eines rund um die Uhr besetzten Telefons (Tel.: 09131 25872) finden Frauen in Not jederzeit Hilfe. „Es ist unglaublich, wie stiefmütterlich Frauenhäuser behandelt werden“, erläutert Prof. Moll. „Viele der betroffenen Kinder kommen früher oder später als Patienten zu uns in die Kinderpsychiatrie. Mit mehr politischem Willen zu Gewaltprävention und Frühintervention sowie gesellschaftlichem Engagement gegen Gewalt in Beziehungen und Familien ließe sich das in einem Großteil der Fälle sicherlich verhindern.“

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Gunther Moll
Telefon: 09131 85-39123
E-Mail: kjp-kontaktatuk-erlangen.de

 
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