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Tod durch oder mit COVID-19

Tod durch oder mit COVID-19

Erlanger Pathologinnen und Pathologen informieren in Bürgervorlesung über ihre Erfahrungen

Seit Beginn der Coronapandemie sind bereits über 95.000 Menschen in Deutschland mit COVID-19 verstorben. Doch bei wie vielen von ihnen war die Erkrankung wirklich die Todesursache? Welche Organe werden durch eine Infektion mit dem Coronavirus überhaupt geschädigt und in welcher Form? „Dank einer Obduktion gewinnen wir sehr viele neue Erkenntnisse über die Krankheit“, sagt Prof. Dr. Arndt Hartmann, Direktor des Pathologischen Instituts des Universitätsklinikums Erlangen. Auf Fragen rund um den Tod durch oder mit COVID-19 geht der Pathologe am Montag, 8. November 2021, ab 18.15 Uhr, zusammen mit Prof. Dr. Kerstin Amann, Leiterin der Nephropathologischen Abteilung des Uni-Klinikums Erlangen, im Rahmen ihrer gemeinsamen Bürgervorlesung ein. Interessierte können den Vortrag – unter Beachtung der 3G-Regel sowie der geltenden Hygienevorgaben am Uni-Klinikum Erlangen – vor Ort oder online über einen Livestream verfolgen. Die Vorlesung wird außerdem aufgezeichnet und ist ca. eine Woche später als Video in der Mediathek verfügbar. Ausführliche Informationen sind unter www.uker.de/bvl zu finden.

„Obduktionen sind in der modernen Medizin äußerst bedeutsam“, betont Prof. Hartmann. „Deshalb steht es außer Frage, ob an COVID-19 Verstorbene nach ihrem Tod untersucht werden sollen.“ Nur so können Pathologinnen und Pathologen herausfinden, ob Patientinnen und Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, daran gestorben sind oder ob andere Leiden und Vorerkrankungen – beispielsweise im Bereich des Herzens – den Tod verursacht haben. Kerstin Amann und Arndt Hartmann präsentieren ihrem Publikum daher Erkenntnisse, die sie in den vergangenen eineinhalb Jahren durch das Obduzieren von coronapositiven Verstorbenen und Organbiopsien von an COVID-19 Erkrankten gewonnen haben. Auch auf das Thema Impfungen werden die beiden Vortragenden eingehen: „Es gibt einzelne Meinungen, dass eine COVID-19-Immunisierung zu mehr Schädigungen im Körper führt als eine Infektion mit dem Virus. Diese Aussage können wir keinesfalls unterstützen“, sagt Prof. Amann.

Bürgervortrag online abrufbar

In welchem Muster schädigt COVID-19 unterschiedliche Organe wie Lunge, Niere und Herz? Bei wie vielen coronapositiven Verstorbenen ist COVID-19 tatsächlich die Todesursache? Kann die Impfung gegen das Virus den Körper wirklich schädigen? Auf diese und weitere Fragen gehen Prof. Amann und Prof. Hartmann in ihrer gemeinsamen Bürgervorlesung „Tod durch oder mit COVID-19 – Erfahrungen der Erlanger Pathologinnen und Pathologen“ ein. Der Vortrag steht allen Interessierten, die die Veranstaltung nicht live mitverfolgen können, ab Montag, 15. November 2021, kostenlos zum Abruf oder zum Download in der Mediathek unter www.uker.de/bvl zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Bürgervorlesung im Wintersemester 2021/2022 zum Download

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Kerstin Amann
Telefon: 09131 85-22605
E-Mail: kerstin.amann(at)uk-erlangen.de

Prof. Dr. Arndt Hartmann
Telefon: 09131 85-22287
E-Mail: arndt.hartmann(at)uk-erlangen.de