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Volkskrankheit Thrombose – was sollte ich beachten?

Bürgervorlesung widmet sich der Entstehung und der Behandlung von Gefäßverschlüssen durch Blutgerinnsel

Wer viele Stunden im Auto, im Zug oder im Flugzeug sitzt, kennt sie bestimmt: Kompressionsstrümpfe. Sie sollen den Träger vor einer Thrombose schützen – einem Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel, das z. B. infolge eines „Blutstaus“ entsteht, der vom anhaltenden Sitzen ohne Positionsveränderung ausgelöst wird. Nach Operationen wiederum bekommen Patienten in der Regel Thrombose-Spritzen, wenn sie längere Zeit das Bett hüten müssen und sich nicht ausreichend bewegen können. Doch Gefäßverstopfungen können noch viele andere Ursachen haben. Warum die Thrombose eine wahre Volkskrankheit ist, welche Rolle sie bei der Entstehung eines Herzinfarkts, eines Schlaganfalls oder einer Lungenembolie spielt und wie ihr vorgebeugt werden kann, darauf geht Prof. Dr. Holger Hackstein, Leiter der Transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen, im Rahmen seiner Bürgervorlesung ein. Der Vortrag wird aufgezeichnet und steht Interessierten ab Montag, 7. Juni 2021, kostenfrei zum Abruf sowie zum Download bereit.

Jährlich erkranken etwa 10.000 Menschen in Deutschland an einer Venenthrombose. Die Ursachen dafür sind vielfältig: „Zunächst können Gefäßwandveränderungen Grund für die Entstehung einer Thrombose sein“, erläutert Prof. Hackstein. „Diese Veränderungen sind teilweise altersbedingt; aber auch Diabetes, Rauchen oder Krampfadern beeinflussen die Gefäßwände.“ Daneben ist eine anormale Zusammensetzung des Blutes eine mögliche Ursache für das Auftreten einer Thrombose. „In der Schwangerschaft ist der weibliche Körper etlichen Umstellungen unterworfen“, ergänzt der Transfusionsmediziner. „Bei einigen Frauen wird das Blut ‚dickflüssiger‘ und neigt somit zu Verklumpungen. Die Antibabypille hat übrigens häufig eine ähnliche Wirkung.“ Außerdem können Herzerkrankungen die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes beeinflussen und so ebenfalls zu einem Gefäßverschluss führen. Auch wenn viele Menschen die prototypische Thrombose in den Beinen vermuten, tritt sie doch darüber hinaus noch in vielen weiteren Körperregionen auf: etwa im Herzen, in der Niere oder im Gehirn.

Bürgervortrag online abrufbar

Welche Ursachen hat eine Thrombose, wo tritt sie üblicherweise auf und wie erkenne ich sie? Was kann ich präventiv tun, um einen Gefäßverschluss zu vermeiden und wie kann er ggf. behandelt werden? Auf diese und ähnliche Fragen geht Prof. Hackstein in seinem Vortrag „Volkskrankheit Thrombose – was sollte ich beachten?“ ein. Die Vorlesung ist ab Montag, 7. Juni 2021, kostenfrei unter www.uker.de/bvl abrufbar.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Holger Hackstein
Telefon: 09131 85-36972
E-Mail: trans-sekretariatatuk-erlangen.de