Warnstreiks am Montag und Mittwoch
Die Notfallversorgung am Uniklinikum Erlangen wurde sichergestellt
Das Uniklinikum Erlangen wird am kommenden Montag, 12.01.2026, und Mittwoch, 14.01.2026, von Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di betroffen sein. Streikberechtigt sind alle Beschäftigten des Uniklinikums Erlangen mit Ausnahme des Ärztlichen Dienstes sowie verbeamteter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über eine Notdienstvereinbarung wurde die Versorgung der Patientinnen und Patienten des Uniklinikums Erlangen sichergestellt.
Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei den in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder zusammengeschlossenen Arbeitgebern hat die Gewerkschaft ver.di nun punktuell zu Streiks aufgerufen. Daher werden am Uniklinikum Erlangen an zwei Tagen Arbeitsniederlegungen erwartet. „Auch wenn wir großes Verständnis dafür haben, dass unsere Mitarbeitenden nicht weniger verdienen wollen als die Kolleginnen und Kollegen der kommunalen Krankenhäuser, werden wir natürlich versuchen, die durch Arbeitsniederlegungen möglicherweise entstehenden Einschränkungen für unsere Patientinnen und Patienten auf ein vertretbares Maß zu begrenzen“, sagt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro.
Durch eine Notdienstvereinbarung zwischen dem Uniklinikum Erlangen und ver.di wurde sichergestellt, dass alle Notfallpatientinnen und -patienten sowie sensible Bereiche – etwa Intensivstationen, die Geburtshilfe, die Kinderklinik und alle onkologischen Bereiche – weiterhin jederzeit gut versorgt werden. „Bei planbaren Untersuchungen und Behandlungen können wir allerdings nicht ausschließen, dass es während des Streiks zu Terminverschiebungen kommt“, so Prof. Iro. Patientinnen und Patienten, deren Termine verschoben werden müssen, sollen möglichst frühzeitig aus dem Uniklinikum Erlangen informiert werden.
Aktuell verdienen Mitarbeitende an Uniklinika aufgrund des Tarifvertrags der Länder (TV-L) weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in kommunalen Krankenhäusern, für die der Tarif des öffentlichen Dienstes (TVöD) gilt. Die Gewerkschaften fordern nun 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat, und bessere Konditionen für Nachwuchskräfte. Die aktuellen Tarifverhandlungen für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten der Länder (außer Hessen) bei der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) laufen seit Dezember 2025 und begannen mit der ersten Runde ohne Ergebnis. Die nächsten Verhandlungstermine sind am 15./16. Januar 2026 und 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam.
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Johannes Eissing
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