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Zukunftsmodell für strukturierte, interdisziplinäre Krebsversorgung

Zukunftsmodell für strukturierte, interdisziplinäre Krebsversorgung

Uniklinikum Erlangen bündelt onkologische intravenöse Therapien im neuen Interdisziplinären Tumortherapiecentrum (ITC)

Mit seinem neuen Interdisziplinären Tumortherapiecentrum (ITC) setzt das Uniklinikum Erlangen einen Meilenstein für eine moderne, patientenzentrierte Krebsversorgung. Seit dem 26. Januar 2026 werden im dritten Obergeschoss des Internistischen Zentrums erstmals subkutane und systemische Tumortherapien klinikübergreifend in einem gemeinsamen Therapiebereich gebündelt. Im ITC werden die onkologischen Therapien der Frauenklinik, der Hautklinik, der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie, der Strahlenklinik und der Urologischen und Kinderurologischen Klinik zusammengeführt.

Ziel ist es, mit dem ITC die onkologische Versorgung zu verbessern: durch klare Strukturen, abgestimmte Prozesse, kurze Wege und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Patientinnen und Patienten profitieren von einer koordinierten Behandlung „aus einer Hand“, bei gleichzeitigem Verbleib der medizinischen Verantwortung in den jeweiligen Fachkliniken.

Das ITC wurde unter dem Dach des Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN entwickelt. Die Konzeption und die strategische Ausrichtung des Zentrums wurden maßgeblich durch Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Direktor des CCC Erlangen-EMN sowie der Frauenklinik, und Prof. Dr. Andreas Mackensen, stv. Direktor des CCC Erlangen-EMN sowie Direktor der Medizinischen Klinik 5, geprägt.

Die Etablierung von Arbeitsabläufen erfolgte multiprofessionell in enger Zusammenarbeit von Fachkliniken, Pflegedienst, Verwaltung und weiteren Schnittstellenbereichen wie der Apotheke des Uniklinikums Erlangen. Im neuen Zentrum werden unterschiedliche IT-Systeme, Formulare und Abrechnungswege harmonisiert und gemeinsame Standards etabliert.

Ein zentrales Element des neuen Zentrums ist das interdisziplinär aufgestellte, klinikübergreifend tätige Pflegeteam, das Pflege, Organisation und Abläufe zentral koordiniert. Unter der Stationsleitung von Jeannette Pappa betreut ein fast 30-köpfiges Team ca. 120 Patientinnen und Patienten pro Tag. Damit werden bislang getrennte Strukturen zusammengeführt und Schnittstellen reduziert – ein entscheidender Schritt für mehr Versorgungsqualität und Effizienz im onkologischen Alltag.

„Das ITC ist mehr als ein neuer Therapiebereich“, betont dessen ärztlicher Leiter PD Dr. Norbert Meidenbauer. „Es ist ein zukunftsweisendes Organisationsmodell, das medizinische Expertise bündelt, von der neben den Ärztinnen und Ärzten auch die Patientinnen und Patienten nachhaltig profitieren werden.“ PD Dr. Frederik Stübs, stv. ärztlicher Leiter, ergänzt: „Im ITC betreuen wir die Patientinnen und Patienten ganzheitlich. Zur onkologischen Versorgung gehört auch die zusätzliche Betreuung durch den Klinischen Sozialdienst, die Palliativmedizinische Abteilung und den Psychoonkologischen Dienst. Darüber hinaus können EKG und Ultraschalluntersuchungen künftig in den Räumlichkeiten des ITC durchgeführt werden.“

Damit übernimmt das Uniklinikum Erlangen eine Vorreiterrolle in der interdisziplinären Tumortherapie und stärkt seine Position als onkologisches Spitzenzentrum innerhalb der Europäischen Metropolregion Nürnberg.

Weitere Informationen:

PD Dr. Norbert Meidenbauer
09131 85-40220
ccc-itc(at)uk-erlangen.de