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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Höchste Auszeichnung der DGPRÄC würdigt Verdienste um die plastische und rekonstruktive Chirurgie

Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund E. Horch wurde im September 2026 bei der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie e. V. (DGPRÄC) in Düsseldorf mit der Dieffenbach-Medaille ausgezeichnet. Damit würdigt die Fachgesellschaft Prof. Horchs besondere Verdienste im Bereich der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie. Prof. Horch ist Seniorprofessor für Plastische Chirurgie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und emeritierter Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen, die nun unter der Leitung seines Nachfolgers Prof. Dr. Andreas Arkudas steht.

Breast Reconstruction Awareness Day – Infoveranstaltung für Patientinnen und Angehörige am 27.10.2026

Die Diagnose Brustkrebs stellt Frauen vor große körperliche und seelische Herausforderungen. Und selbst wenn die Behandlung erfolgreich war, können die Narben einer abgenommenen Brust die Selbstwahrnehmung und das Wohlbefinden der Patientin nachhaltig beeinflussen. „Zwar überwiegen bei den meisten Frauen die Freude und die Erleichterung, überlebt zu haben“, weiß Prof. Dr. Andreas Arkudas, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen. „Doch oft bleibt ein Störfaktor im Körpergefühl. Das muss aber nicht sein. Wir können unseren Patientinnen sehr gut helfen und möchten zu einer besseren Aufklärung über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Brustrekonstruktion beitragen.“ Anlässlich des Breast Reconstruction Awareness Day informieren die Erlanger Expertinnen und Experten am Dienstag, 27. Oktober 2026, von 16.00 bis 18.00 Uhr Patientinnen und Angehörige über moderne Verfahren der Brustrekonstruktion. Die Vorträge können entweder online oder vor Ort im Konferenzraum im Erdgeschoss des Chirurgischen Zentrums, Bauteil A, Krankenhausstraße 12, in Erlangen mitverfolgt werden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Universitätsbund Erlangen-Nürnberg fördert 3D-Biodruck in der Plastischen/Handchirurgie

Der Universitätsbund Erlangen-Nürnberg e. V. unterstützt das Projekt „3D-Bioprinting von vaskularisierten Organoiden“ mit 10.000 Euro. Die Förderung erhält Adrian Sebald von der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen. Sein Ziel ist es, aus patienteneigenen Tumorzellen dreidimensionale Gewebemodelle zu drucken. Später sollen diese Modelle auch gefäßähnliche Strukturen enthalten. So könnten sie Tumoren im menschlichen Körper realistischer nachbilden und neue Möglichkeiten für die Krebsforschung und die Erprobung von Therapien eröffnen.

Handchirurgie versorgt „Avocado-Hand“ am Uniklinikum Erlangen

Einmal kurz nicht aufgepasst und prompt mit dem Küchenmesser abgerutscht: Dieser Moment bescherte der Erlangerin Valeria Defez Mairal einen durchtrennten Nerv sowie ein durchtrenntes Blutgefäß an der linken Hand, eine nächtliche Notoperation in der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen und einen zweitägigen Klinikaufenthalt. Prof. Dr. Andreas Arkudas, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik, und sein Team kennen die Verletzungen mit der aussagekräftigen Bezeichnung „Avocado-Hand“ sehr gut: „Wir versorgen regelmäßig solche Notfälle“, bestätigt Prof. Arkudas, der in seiner Klinik mit insgesamt 17 Ärztinnen und Ärzten alle plastischen und handchirurgischen Fälle behandelt und operiert.

Innovative Krebs- und Gewebezüchtungsforschung gestärkt

Die Plastisch- und Handchirurgische Klinik des Uniklinikums Erlangen intensiviert ihre Krebsforschung und Gewebezüchtung und besitzt nun als weltweit erste Einrichtung den neuen Biodrucker Byte 1 des fränkischen Start-ups RevoBITS. Das Gerät wird im Labor für Tissue Engineering und Regenerative Medizin der Plastischen Chirurgie eingesetzt und unterstützt die Forschenden mit einer hochmodernen 3D-Bioprinting-Technologie. Die Plastisch- und Handchirurgische Klinik des Uniklinikums Erlangen hat den Biodrucker von RevoBITS, das aus einem studentischen Projekt am Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hervorgegangen ist, bereits in einer Pilotphase getestet.

Neues Extremitätenboard optimiert Behandlung komplexer Brüche und Verletzungen

Ein Verkehrsunfall, eine Sportverletzung oder ein altersbedingter Sturz: Kein Knochenbruch ist wie der andere. „Am Uniklinikum Erlangen behandeln wir zunehmend komplexe Fälle von Arm- und Beinbrüchen“, erläutert Prof. Dr. Mario Perl, Direktor der Unfallchirurgischen und Orthopädischen Klinik. „Dabei ist meist nicht nur der Knochen betroffen, sondern auch das Gewebe und die Durchblutung.“ Deswegen vereinen Spezialistinnen und Spezialisten aus unterschiedlichen Fachbereichen ihre Expertise, um jede Patientin und jeden Patienten individuell bestmöglich zu behandeln. Diese bereits langjährige intensive Zusammenarbeit findet am Uniklinikum Erlangen seit Kurzem in neuem Rahmen statt: Die beteiligten Ärztinnen und Ärzte treffen sich einmal wöchentlich im Extremitätenboard und besprechen hier die einzelnen Fälle. „Der große Vorteil dieser persönlichen Meetings ist, dass wir alle in einem Raum sitzen, also keine Rücksprachen mehr halten müssen“, betont Prof. Dr. Andreas Arkudas, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik. „So können wir jede Diskussion mit einer gemeinsamen Entscheidung und einer klaren Therapieempfehlung beenden.“

Am Uniklinikum Erlangen gelang die erste roboterassistierte mikrochirurgische Anastomosierung mit dem Da-Vinci-OP-System bei der Rekonstruktion einer Brust

Innovative Technologie ergänzt chirurgische Expertise: Erstmals gelang es Prof. Dr. Andreas Arkudas, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen, bei einer Brustrekonstruktion mit Eigengewebe die dafür nötigen mikrochirurgischen Verbindungen der Arterien und der Venen (Anastomosen) mit dem Da-Vinci-OP-Roboter umzusetzen. Bei der Patientin handelt es sich um eine 39-jährige Frau, der zuvor aufgrund eines Mammakarzinoms die rechte Brust entfernt werden musste. Bei dem anschließenden roboterassistierten Eingriff für die aktuelle Pilotstudie wurde aus überschüssigem Fett- und Hautgewebe vom Unterbauch eine neue, natürlich aussehende Brust geformt. „Wir konnten die mehrstündige Brustrekonstruktion erfolgreich und ohne Komplikationen durchführen“, teilt Prof. Arkudas mit. „Damit haben wir gezeigt, dass sich mit dem Da-Vinci-Roboter bei einer Brustrekonstruktion mit Eigengewebe sowohl arterielle als auch venöse Gefäßverbindungen sicher durchführen lassen.“

Bürgervorlesung am 15. Juni 2026 informiert über innovative Therapien

Wer meint, dass bei Eingriffen der modernen Plastischen und Ästhetischen Chirurgie vor allem optische Veränderungen im Vordergrund stehen, irrt: „Unser Ziel ist es, für unsere Patientinnen und Patienten eine verloren gegangene Funktionalität wiederherzustellen“, betont Prof. Dr. Andreas Arkudas, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen: „Die Menschen sollen etwa mit ihrer Hand wieder zugreifen oder mit ihrem Mund wieder lächeln können.“ In seiner Bürgervorlesung „Mehr als Ästhetik – wie die Plastische Chirurgie für mehr Lebensqualität sorgt“ informiert Prof. Arkudas am Montag, 15. Juni 2026, ab 18.15 Uhr u. a. über komplexe handchirurgische Eingriffe, über Straffungsoperationen nach Gewichtsverlust sowie über moderne Brustrekonstruktionen mit Eigengewebe etwa nach einer Brustkrebs-OP.

Moritz Trieb erhält Wolfgang-Müller-Osten-Stipendium

Im Rahmen eines Forschungsprojekts untersucht Moritz Trieb, Arzt der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen, die ethische Bedeutung von Social Media für ästhetisch-plastische Eingriffe. Im Mittelpunkt steht dabei der Einfluss digitaler Plattformen wie Instagram und TikTok auf Schönheitsideale, auf die Erwartungen von Patientinnen und Patienten sowie auf die ärztliche Indikationsstellung und Aufklärung. Dafür wurde Moritz Trieb jetzt im Rahmen des Deutschen Chirurgie-Kongresses 2026 mit dem Wolfgang-Müller-Osten-Stipendium ausgezeichnet.

Prof. Dr. Andreas Arkudas ist neuer Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik

Seit 1. April 2026 ist Prof. Dr. Andreas Arkudas neuer Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen. Er löst damit Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund E. Horch ab, der die Einrichtung seit 2003 leitete. Zuletzt war Prof. Arkudas als stellvertretender Klinikdirektor tätig. „Seit fast 22 Jahren ist das Uniklinikum Erlangen für mich nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein zentraler Teil meines beruflichen und persönlichen Lebenswegs“, betont er. „Es besitzt international eine herausragende Reputation. Ein entscheidender Punkt für mich sind aber die Menschen hier: engagierte Teams, inspirierende Kolleginnen und Kollegen sowie eine Uniklinikumsleitung, die Vertrauen schenkt und neue Wege ermöglicht. Nun gilt es, die hohe Qualität der Patientenversorgung nachhaltig zu sichern. Erlangen ist für mich ein Ort der Kontinuität, der Innovation und der gelebten Medizin.“

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