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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Patientin mit drei Autoimmunerkrankungen am Uniklinikum Erlangen erfolgreich mit einer CAR-T-Zell-Therapie behandelt

Drei Autoimmunerkrankungen, neun erfolglose Therapieversuche, elf Jahre Leidensweg: Als Kerstin F. im Frühjahr 2025 mit dem Hubschrauber ans Uniklinikum Erlangen gebracht wurde, war sie dem Tod näher als dem Leben. Doch den Expertinnen und Experten der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie gelang es, die Patientin mithilfe einer CD19-CAR-T-Zell-Therapie erfolgreich zu behandeln. Heute ist die 47-jährige Mutter von zwei Kindern weitestgehend beschwerdefrei. Der Fall wurde Anfang April 2026 in „Med“, einer Fachzeitschrift im Wissenschaftsverlag „Cell Press“, publiziert.

Einladung zur DZI-Online-Veranstaltung über Sklerodermie am Mittwoch, 13. Mai 2026

Sie zählt zu den seltenen, aber schweren Autoimmunerkrankungen: die systemische Sklerose (Sklerodermie). Betroffene leiden unter einer zunehmenden Verdickung und Verhärtung (Fibrose) der Haut, da sich vermehrt Bindegewebe bildet. Außerdem können sich Gefäße entzünden und dadurch verändern. Auch innere Organe wie Lunge, Verdauungstrakt und Nieren können angegriffen werden; zusätzlich treten durch die Fibrose häufig Gelenk- und Muskelbeschwerden auf. Um schwerwiegende Verläufe zu verhindern, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend. Mithilfe einer ausführlichen Anamnese, Kapillarmikroskopie, spezieller Blutuntersuchungen und bildgebender Verfahren kann die Erkrankung erkannt und ihr Stadium beurteilt werden. Ziel der Therapie ist es derzeit, die Verhärtung von Haut und Organen zu verlangsamen oder zu stoppen. Gleichzeitig ist die Forschung zu neuen Therapieansätzen von großer Bedeutung, um die Sklerodermie besser zu verstehen, früher zu erkennen und die Behandlungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Im aktuellen Webinar des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert Dr. Christina Bergmann, Oberärztin der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen, über die neuesten Therapieansätze bei systemischer Sklerose. Das Webinar findet am Mittwoch 13. Mai 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.

2,5 Mio. Euro Förderung für CAR-T-Zell-Studie unter Erlanger Leitung am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) fördert die multizentrische Studie CURE-GvHD unter Leitung des Uniklinikums Erlangen mit 2,5 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Geprüft wird ein CAR-T-Zell-Ansatz für Patientinnen und Patienten mit schwerer chronischer Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung (cGvHD).

Erlanger Forschende wollen Diagnose und Therapie beider Erkrankungen verbessern

Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen ein leicht erhöhtes Risiko haben, im späteren Leben an der Parkinson-Krankheit zu erkranken. Die Gründe dafür sind noch unklar. Dr. Pooja Gupta, Gruppenleiterin für „Bioinformatik für Multi-Omics“ am Uniklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), wird dieser Frage in den kommenden fünf Jahren nachgehen. Ihr Projekt „AI-PREDICT“ setzt künstliche Intelligenz ein, um die potenziellen biologischen Zusammenhänge zwischen beiden Krankheiten zu untersuchen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die Initiative mit rund zwei Millionen Euro.

DZI-Patiententag am Samstag, 11. April 2026, im Uniklinikum Erlangen

Neurologische Erkrankungen wie die Parkinson Erkrankung, Multiple Sklerose oder die Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis (Myasthenie) stellen Betroffene und ihre Angehörigen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnet der rasante medizinische Fortschritt vielfältige Therapiemöglichkeiten und neue Perspektiven. Beim Patiententag des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen am Samstag, 11. April 2026, von 10.00 bis 14.00 Uhr, informieren Expertinnen und Experten der Neurologischen Klinik und der Molekular-Neurologischen Abteilung des Uniklinikums Erlangen in parallelen Vortragsveranstaltungen umfassend über diese drei chronischen Erkrankungen des Nervensystems. Die Veranstaltung findet in den Hörsälen Medizin im Ulmenweg 18 in Erlangen statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung unter Tel. 09131 85-44944 oder per E-Mail an dzi-leitung@uk-erlangen.de wird gebeten.

Zehn Jahre interdisziplinäres Entzündungsboard am Uniklinikum Erlangen

Von Asthma und Allergien über Rheuma und Psoriasis bis hin zu Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Multipler Sklerose: Die Bandbreite immunvermittelter chronisch-entzündlicher Erkrankungen ist enorm. Rund zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Schätzungen zufolge von einer solchen Erkrankung betroffen. In den meisten Fällen muss mehr als ein Organsystem behandelt werden, was Diagnostik und Therapie komplex macht. Deshalb initiierte Prof. Dr. Michael Sticherling, in seiner Funktion als stellvertretender Direktor der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen, Anfang 2016 das interdisziplinäre Entzündungsboard. Seitdem treffen sich dort einmal wöchentlich Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachbereiche des Uniklinikums Erlangen, um Patientenfälle gemeinsam zu besprechen und den individuell besten Therapieplan zu erstellen. Mehr als 2.000 Patientinnen und Patienten haben in den vergangenen zehn Jahren von der gebündelten Expertise profitiert. Am 23. März 2026 wird das Entzündungsboard zum 500. Mal zusammenkommen.

Neue Medikamentenstudie „PARAISO“ bei Parkinson im Frühstadium am Uniklinikum Erlangen

Für Parkinson-Betroffene konkretisiert sich die Hoffnung, dass ein Medikament nicht nur Symptome lindert, sondern in den Krankheitsverlauf eingreifen und dadurch das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen könnte. Denn während bisher zugelassene Therapien vor allem Beschwerden wie Muskelsteifheit oder Zittern symptomatisch behandeln, setzt das Studienmedikament Prasinezumab direkt an der Ursache an. Um die Wirksamkeit des monoklonalen Antikörpers im Frühstadium der Parkinson-Krankheit zu überprüfen, suchen Forschende der Molekular-Neurologischen Abteilung des Uniklinikums Erlangen nun Betroffene zwischen 50 und 85 Jahren, deren Diagnose mindestens drei Monate und maximal drei Jahre zurückliegt und die bereits Levodopa zur Linderung ihrer Symptome einnehmen. Die Molekulare Neurologie ist damit das erste deutsche Prüfzentrum für die klinische Phase-III-Studie „PARAISO“ des Arzneimittelherstellers Roche Pharma AG.

Einladung zur DZI-Online-Veranstaltung am 18.03.2026 über innovative Therapien bei Systemischem Lupus Erythematodes

Er ist als „Roter Wolf“ oder „Schmetterlingskrankheit“ bekannt, seine Symptome sind vielfältig und variieren von Mensch zu Mensch: der Systemische Lupus Erythematodes (SLE). Betroffene der Autoimmunerkrankung – meist junge Frauen – leiden oft unter einem schmetterlingsförmigen Ausschlag im Gesicht, Gelenkschmerzen und Schwellungen, Haarausfall, Überempfindlichkeit bei Sonneneinstrahlung oder Mund- und Augentrockenheit. Krankheitsschübe gehen zudem oft mit Fieber, Abgeschlagenheit, Gelenk- und Muskelschmerzen einher. Bei schweren Verläufen kann die Erkrankung auch lebenswichtige Organe wie Nieren, Herz oder Lunge befallen und erhebliche Schäden verursachen. Um das zu verhindern, ist eine frühzeitige effektive Behandlung entscheidend – etwa mittels innovativer Ansätze wie der zellulären Immuntherapie, der sogenannten CAR-T-Zell-Therapie. Im nächsten Webinar des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert Dr. Melanie Hagen, Oberärztin und Leiterin der Studienambulanz der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie, über die neuesten Therapieansätze bei SLE. Das Webinar findet am Mittwoch, 18. März 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.

Schwer kranke Patientin erhält 100. Produkt aus dem Uniklinikum Erlangen

Als eines von nur wenigen universitären Zentren in Deutschland verfügt die Medizinische Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Uniklinikums Erlangen über die Erlaubnis, CAR-T-Zellen herzustellen. Diese zellbasierte Immuntherapie kommt bisher vor allem bei bestimmten Arten von Blut- und Lymphdrüsenkrebs zum Einsatz. Seit einigen Jahren wenden Ärztinnen und Ärzte sie aber auch im Rahmen von klinischen Studien bei soliden Tumoren wie Brust-, Hoden- oder Eierstockkrebs und bei schweren Autoimmunerkrankungen an. Jetzt hat Maulia F. aus München, die an einer entzündlichen Muskelerkrankung mit Haut- und Lungenbeteiligung leidet, die 100. CAR-T-Zell-Infusion aus Erlanger Eigenherstellung erhalten.

Einladung zur DZI-Onlineveranstaltung am 11.02.2026 über neue Behandlungsmöglichkeiten bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Durchfall, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust – diese und weitere Beschwerden können bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa auftreten. Allein in Europa sind mehr als drei Millionen Menschen von einer der meist schubweise verlaufenden Entzündungen des Magen-Darm-Trakts betroffen, und die Zahl der Neuerkrankungen steigt stetig an. Dank moderner Diagnostik und neuer medikamentöser Therapien lassen sich CED zunehmend besser behandeln. So kam kürzlich am Deutschen Zentrum Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen weltweit erstmals erfolgreich eine zelluläre Immuntherapie (sog. CAR-T-Zell-Therapie) bei Colitis ulcerosa zum Einsatz. In der nächsten Onlineveranstaltung des DZI informiert Prof. Dr. Raja Atreya, Oberarzt der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie (Direktor: Prof. Dr. Markus F. Neurath) über die neuesten Therapieansätze bei CED. Das Webinar findet am Mittwoch, 11. Februar 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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