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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Forschende des Uniklinikums Erlangen bilden mit künstlichem Kehlkopf individuelle Stimmlippenschwingungen nach

Fast jeder dritte Mensch leidet im Laufe seines Lebens unter ernsthaften Stimmproblemen – bei Lehrkräften sogar mehr als jede und jeder Zweite. Häufig steckt eine funktionelle Dysphonie dahinter: Die Stimme ist dauerhaft heiser oder versagt, obwohl keine erkennbare körperliche Veränderung vorliegt. Mit einem künstlichen Kehlkopf wollen Forschende am Uniklinikum Erlangen die Ursachen der Störung sichtbar machen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Forschungsprojekt mit rund 300.000 Euro.

Einschulung: Zwei Logopädinnen geben Tipps für einen entspannten Start in die Schule

In Bayern sind die Sommerferien in vollem Gange – und für viele Vorschulkinder rückt damit der erste Schultag in greifbare Nähe. Die Vorfreude ist groß, in manchen Familien kommen aber auch Fragen und Unsicherheiten auf: Ist unser Kind sprachlich gut auf den Schuleintritt vorbereitet? Muss es schon Buchstaben kennen oder gar erste Wörter lesen können? Und was sollten wir bis zum Schulstart noch tun, um unsere Tochter oder unseren Sohn sprachlich bestmöglich zu unterstützen? Antworten geben die Logopädinnen Susanne Dietz und Andrea Endle aus der Fachabteilung Phoniatrie und Pädaudiologie in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen. Beide bringen nicht nur langjährige therapeutische Erfahrung in der Arbeit mit Kindern mit, sondern auch ganz persönliche: Als Mehrfachmamas mit eigenen Schulkindern wissen sie sowohl aus ihrem Berufsalltag als auch aus dem Familienleben, worauf es beim Übertritt vom Kindergarten in die Schule ankommt.

Allgemeinmedizin und HNO-Klinik des Uniklinikums Erlangen stärken die gezielte Diagnostik von Schilddrüsenknoten

Schilddrüsenknoten sind weit verbreitet – vor allem in Franken treten sie aufgrund eines historischen Jodmangels besonders häufig auf. In der Mehrzahl der Fälle sind die Gewebeveränderungen allerdings gutartig. Trotz dieses Wissens werden häufig ohne medizinischen Anlass Ultraschalluntersuchungen eingesetzt. Die Folge: Zufallsbefunde meist harmloser Veränderungen, die oft gesundheitlich nicht notwendige Untersuchungen, Verlaufskontrollen oder Eingriffe nach sich ziehen. „Die Diagnose eines Schilddrüsenknotens löst bei vielen Patientinnen und Patienten eine große Verunsicherung aus“, betont PD Dr. Matti Sievert, geschäftsführender Oberarzt und Leiter der Funktionsabteilung Schilddrüsenchirurgie der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen. „Die Herausforderung bei der Diagnostik ist, die wenigen wirklich behandlungsbedürftigen Befunde zuverlässig zu erkennen, ohne eine nicht erforderliche Behandlung anzustoßen.“ Deshalb setzt sich die HNO-Klinik gemeinsam mit dem Allgemeinmedizinischen Institut des Uniklinikums Erlangen für die leitlinienbasierte Abklärung von Schilddrüsenknoten ein.

Einladung zur DZI-Onlineveranstaltung am 24.06.2026 zu perioperativer Immuntherapie bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren

Erst seit November 2025 ist die perioperative Immuntherapie beim operablen lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region zugelassen. Dabei erhalten Patientinnen und Patienten vor und nach dem chirurgischen Eingriff eine Immuntherapie mit sogenannten PD-1-Inhibitoren wie Pembrolizumab. Ziel ist es, das Immunsystem früh gegen den Tumor zu aktivieren und nach der Operation mögliche verbliebene Krebszellen zu bekämpfen, um das Rückfallrisiko zu verhindern. In der nächsten Onlineveranstaltung des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert Prof. Dr. Dr. Manuel Weber, stellvertretender Direktor der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik, über die Möglichkeiten. Das Webinar findet am Mittwoch, 24. Juni 2026, von 17.30 bis 18.30 Uhr, statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

„Wir bewegen Bayern“ macht am 13. Juni den Erlanger Schlossgarten zur Bühne für Prävention, Sport und Lebensfreude – Anmeldung zum Hector Team Run bis 7. Juni

Manchmal beginnt Veränderung mit einem einzigen Schritt. Mit einer kleinen Runde um den Block. Mit dem ersten Training nach einer schweren Diagnose. Oder mit dem Mut, überhaupt wieder anzufangen. Genau darum geht es bei „Wir bewegen Bayern“: um Bewegung, die stärkt, verbindet und Gesundheit fördern kann. Am Samstag, 13. Juni 2026, verwandelt sich der Erlanger Schlossgarten von 10.00 bis 16.00 Uhr in einen großen Mitmach- und Begegnungsort für Menschen jeden Alters.

Bürgervorlesung am 11. Mai 2026 informiert über moderne Krebstherapien im Kopf-Hals-Bereich

OP, Bestrahlung, Chemotherapie: Die Therapie fortgeschrittener Kopf-Hals-Tumoren ist komplex und stellt Betroffene vor große körperliche und seelische Herausforderungen. Neue Behandlungsansätze wie die perioperative Immuntherapie eröffnen hier zusätzliche Möglichkeiten, die körpereigene Abwehr im Kampf gegen den Krebs zu aktivieren. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Für welche Patientinnen und Patienten kommt eine Immuntherapie infrage? Hat sie das Potenzial, das Überleben zu verlängern und damit bisherige Behandlungsansätze grundlegend zu verändern? Diesen Fragen widmet sich die Bürgervorlesung „Perioperative Immuntherapie – neuer Behandlungsstandard bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren?“ am Montag, 11. Mai 2026. Prof. Dr. Dr. Manuel Weber, stellvertretender Direktor der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik, PD Dr. Marlen Haderlein, Oberärztin der Strahlenklinik, und PD Dr. Robin Rupp, Oberarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen, geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Krebsmedizin und zeigen auf, wie innovative Immuntherapien vor und nach einer Operation eingesetzt werden können.

Internationaler Tag gegen Lärm 2026: Erlanger HNO-Experte erklärt, wie sich das Gehör im Alltag und auf Festivals wirksam schützen lässt – und warum sich Gehörschutz lohnt

Rock im Park, Bergkirchweih, Open Beatz: Die Festival- und Volksfestsaison in der Metropolregion Nürnberg steht vor der Tür. Dort gibt’s nicht nur Spaß und gute Laune, sondern auch ganz schön was auf die Ohren. Anlässlich des Tags gegen Lärm – des International Noise Awareness Day – am 29. April 2026 erklärt Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe, Leiter des Cochlear-Implant-Centrums CICERO der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen, wie viel Sound unsere Ohren vertragen und welche Risiken eine dauerhafte Lärmbelastung birgt. Der Experte nennt zudem einfache Maßnahmen, wie sich das Gehör schützen lässt, ohne dass dafür auf Musik, Feiern und Festivalstimmung verzichtet werden muss.

Welttag der Stimme: Zwei Logopädinnen der Erlanger HNO-Klinik erklären, warum sich Stimmpflege lohnt – und geben Einblick in zwei stimmgewaltige Welten

In der Fachabteilung Phoniatrie und Pädaudiologie der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen behandeln acht Logopädinnen Patientinnen und Patienten mit Stimm-, Sprech- und Schluckstörungen. Zwei von ihnen bringen dabei nicht nur therapeutische Expertise mit, sondern auch eigene Bühnenerfahrung: Jessica Herzog steht regelmäßig als Sängerin bei Privat- und Firmenveranstaltungen auf der Bühne und verfügt über Musicalerfahrung; Jana Tschirschwitz spielt in ihrer Freizeit in einem Improvisationstheater. Anlässlich des Welttages der Stimme – des World Voice Day – am 16. April 2026 informieren die beiden rund um das Ausdrucksmittel, das für Kommunikation und Identität essenziell ist: die menschliche Stimme. Gemeinsam mit der Erlanger Phoniatrie und Pädaudiologie möchten Jessica Herzog und Jana Tschirschwitz den Aktionstag nutzen, um auf die Bedeutung der Stimmgesundheit aufmerksam zu machen.

Erlanger Forschende entwickeln revolutionäre Technologie: Finanzierung für letzten Schritt zur Anwendung notwendig

„Medizin der Zukunft“ lautet das Motto des Wissenschaftsjahres 2026. An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und dem Uniklinikum Erlangen forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler längst daran. In der Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin (SEON) an der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie arbeiten verschiedene Fachrichtungen zusammen, um gemeinsam die Anwendung von magnetischen Nanopartikeln voranzubringen. Diese können mit Medikamenten beladen und mittels Magnetfeld dorthin gesteuert werden, wo sie gebraucht werden, zum Beispiel in einen Tumor. Die magnetischen Nanoteilchen lassen sich aber auch bei der Bekämpfung von Infektionen einsetzen, in der medizinischen Bildgebung oder jenseits davon beispielsweise in der Verfahrenstechnik. Die revolutionäre Technologie scheint aus einem Science-Fiction-Film entsprungen, und ist an der FAU mittlerweile so weit gediehen, dass die klinische Anwendung nur noch eine Frage der Zeit ist – oder vielmehr des Geldes. Denn um die Nanopartikel in klinischen Studien für den breiten Einsatz zu testen und das Interesse der Industrie zu wecken, ist die Errichtung eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums notwendig.

Neues Behandlungsangebot am Uniklinikum Erlangen: Thermoablation bei Schilddrüsenknoten als schonende Alternative zur Operation

Gutartige Schilddrüsenknoten sind in Franken aufgrund eines historischen Jodmangels besonders häufig. Doch auch außerhalb der Region sind sie weit verbreitet: In Deutschland ist fast jeder vierte Erwachsene betroffen; bei den Über-60-Jährigen sind es sogar rund 75 Prozent. Meist bleiben die Gewebeveränderungen des hormonbildenden Organs symptomlos und erfordern lediglich regelmäßige Kontrolltermine in der hausärztlichen Praxis. Treten jedoch Schluckbeschwerden und ein starkes Druckgefühl im Hals auf oder wird der Schilddrüsenknoten aus ästhetischen Gründen als störend empfunden, kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein. Für diese Fälle bietet die Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen ab sofort eine neue Behandlungsmethode an: die Thermoablation. Bei diesem minimalinvasiven Verfahren wird das Knotengewebe durch eine gezielte Wärmebehandlung nachhaltig zerstört. „Die Thermoablation erfolgt unter örtlicher Betäubung, schont das umliegende Gewebe und erhält so die normale Schilddrüsenfunktion. Außerdem bleiben keine sichtbaren Narben zurück“, ordnet PD Dr. Matti Sievert, geschäftsführender Oberarzt der HNO-Klinik, die Methode ein. „Sie ergänzt unser bisheriges Behandlungsportfolio als schonende Alternative zum herkömmlichen chirurgischen Vorgehen. Oft lässt sich dadurch ein operativer Eingriff sogar vollständig vermeiden.“

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