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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Zentrum für Seltene Erkrankungen Erlangen leistet Pionierarbeit – Erforschung und Behandlung der Ektodermalen Dysplasie weltweit einzigartig

2026 feiert ein bahnbrechender, weltweit erster Heilversuch sein zehnjähriges Jubiläum. Darauf macht das Uniklinikum Erlangen zum internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar aufmerksam: 2016 hatte ein Team um Prof. Dr. Holm Schneider von der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen die Zwillinge Linus und Maarten im Mutterleib mit einer Proteinspritze ins Fruchtwasser behandelt. Das Ziel: Die ungeborenen Kinder, die unter X-chromosomaler Hypohidrotischer Ektodermaler Dysplasie litten, sollten mithilfe des injizierten Ersatzproteins Fc-EDA Schweißdrüsen und mehr Zähne entwickeln. Fehlt der Eiweißstoff, bilden sich diese Anlagen nicht; Betroffene können dann nicht schwitzen und geraten bei Sommerhitze, fieberhaften Infekten oder beim Sport in Lebensgefahr – so wie Linus’ und Maartens großer Bruder Joshua. Der Heilversuch in Erlangen gelang: Die behandelten Jungen entwickelten Schweißdrüsen und zusätzliche Zahnanlagen und transpirieren nun wie gesunde Kinder.

Ehrenamtliche überreichten 80 handgenähte Herzkissen und 80 Trösterkissen für Brustkrebspatientinnen – und zauberten direkt der ersten Patientin ein Lächeln ins Gesicht

Kaum ist die Lieferung der 80 Herzkissen in der Frauenklinik des Uniklinikums Erlangen angekommen, findet sich schon die erste Abnehmerin: „Ach, sind die schön! Darf ich mir eins davon nehmen?“, fragt eine Patientin und bleibt freudestrahlend stehen. „Natürlich!“, entgegnen ihr Birgitta Seitz und Frieda Drescher und lachen. Sie sind zwei von drei Ehrenamtlichen des Zweigvereins Velburg des Katholischen Frauenbunds, die die bunten herzförmigen Unikate in liebevoller Handarbeit aus hochwertigem Stoff und Füllmaterial angefertigt haben. Nun konnten Ärztin Dr. Katharina Seitz und Physiotherapeut Mario Witter die farbenfrohen Handarbeiten dankend entgegennehmen.

Uniklinikum Erlangen bündelt onkologische intravenöse Therapien im neuen Interdisziplinären Tumortherapiecentrum (ITC)

Mit seinem neuen Interdisziplinären Tumortherapiecentrum (ITC) setzt das Uniklinikum Erlangen einen Meilenstein für eine moderne, patientenzentrierte Krebsversorgung. Seit dem 26. Januar 2026 werden im dritten Obergeschoss des Internistischen Zentrums erstmals subkutane und systemische Tumortherapien klinikübergreifend in einem gemeinsamen Therapiebereich gebündelt. Im ITC werden die onkologischen Therapien der Frauenklinik, der Hautklinik, der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie, der Strahlenklinik und der Urologischen und Kinderurologischen Klinik zusammengeführt.

Erlanger Team forscht an einem individuellen Test für eine effektivere Behandlung von Brustkrebs-Patientinnen

Brustkrebs ist die weltweit häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Besonders aggressiv ist hierbei die HER2-positive Form, die etwa 15 Prozent der Patientinnen betrifft. Moderne Antikörpertherapien, wie (beispielsweise) Trastuzumab, haben die Prognose vieler betroffener Frauen deutlich verbessert. Doch nicht alle Patientinnen sprechen gleich gut auf diese Behandlung an. In einem innovativen Forschungsprojekt der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen untersucht Dr. Carolin Müller-Wirtz die Ursachen für diese Unterschiede. Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) fördert das Vorhaben im Rahmen seines Young-Scientist-Fellowship-Programms mit insgesamt 100.000 Euro. „Solche Forschungsansätze bedeuten einen unmittelbaren Nutzen für die Patientinnen und Patienten und unterstützen den wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern“, unterstreicht Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF, die Bedeutung des Projekts.

Forschende des Uniklinikums Erlangen stellen neue Daten auf Kongress vor

In den vergangenen sechs Jahren wurden an der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen 15 Schwangerschaften mit Drillingen und zwei Vierlingsschwangerschaften betreut. In nahezu allen Fällen gelang es, die Schwangerschaft so lange wie möglich zu halten, ohne dass die Mutter oder ihre ungeborenen Kinder Schaden nahmen. 50 dieser Mehrlinge kamen zwischen der 26. und der 36. Schwangerschaftswoche zur Welt; nur in einem Fall erfolgte die Geburt schon in der 22. Schwangerschaftswoche – vor Erreichen der Lebensfähigkeit außerhalb des Mutterleibes. Immer war das Universitäts-Perinatalzentrum Franken (Sprecher: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann und Prof. Dr. Heiko Reutter) des Uniklinikums Erlangen in der Lage, ein erfahrenes, interdisziplinäres Team der Geburtshilfe und der Neonatologie aufzustellen, das für eine optimale Erstversorgung der Frühchen sorgte. Mehr als drei Viertel von ihnen konnten die Klinik später ohne erkennbaren gesundheitlichen Schaden verlassen. Prof. Dr. Holm Schneider, Oberarzt der Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Prof. Dr. Joachim Wölfle) des Uniklinikums Erlangen, hat alle seit 2020 betreuten höhergradigen Mehrlingsschwangerschaften rückblickend ausgewertet. Die Daten werden jetzt erstmals auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin vorgestellt.

Quilting Bee Herzogenaurach spendete erneut 100 Herzkissen

„Bei unserer ersten Spende vor 15 Jahren war die Klinik auch weihnachtlich dekoriert“, erinnert sich Doris Wienke, Sprecherin von Quilting Bee Herzogenaurach. Und tatsächlich: Wie im Jahr 2010 übergaben Doris Wienke, Elvira Trapp und Monika Maas von der Patchworkgruppe Quilting Bee Herzogenaurach auch in diesem Jahr pünktlich zur Vorweihnachtszeit liebevoll handgenähte Herzkissen für die Brustkrebspatientinnen der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen. Damit sind es nun insgesamt 5.600 Stück, die Ehrenamtlichen im Laufe der Jahre für die Erlanger Patientinnen gefertigt haben. Stellvertretende Oberärztin Dr. Katharina Seitz und Physiotherapeut Mario Witter nahmen die bunten, herzförmigen Unikate entgegen: „Unsere Patientinnen profitieren enorm von den schönen Herzkissen – sowohl körperlich als auch seelisch. Herzlichen Dank für das große, langjährige ehrenamtliche Engagement“, betonte Katharina Seitz bei der Übergabe.

BZKF investiert in die Zukunft: 600.000 Euro für Krebsforschung in Bayern

Bereits zum vierten Mal fördert das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) sechs herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an den bayerischen Universitätskliniken. Die Young Scientist Fellow 2026 am Uniklinikum Erlangen ist Dr. Carolin Müller-Wirtz, Ärztin an der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann). Über die Wilko Weichert Young Scientist Academy wurden seit 2023 rund 2,7 Mio. Euro in klinische Spitzenforschung investiert. Die ausgewählten Projekte treiben neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für Krebserkrankungen in Bayern voran – mit dem klaren Ziel, innovative Ansätze schneller vom Labor ans Krankenbett zu bringen.

Fünf Jahre Patientenlotsinnen für Menschen mit Krebs am Uniklinikum Erlangen

„Wir lassen die Krebspatientinnen und -patienten nicht allein“, sagt Elke Putzek-Holzapfel. „Auf dem Weg durch die Klinik, von Termin zu Termin, sind wir an ihrer Seite.“ Die examinierte Krankenschwester war im August 2020 die erste Patientenlotsin des Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen. Nun, fünf Jahre später, arbeitet sie im Team mit sechs weiteren Kolleginnen und blickt auf Hunderte Gespräche sowie Beratungen zurück. Was als Pilotprojekt zur Verbesserung der Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten begann, hat sich längst erfolgreich etabliert. Die Lotsinnen sind in nahezu allen onkologisch tätigen Einrichtungen des Uniklinikums Erlangen im Einsatz und stehen den an Krebs erkrankten Menschen kostenfrei zur Seite.

Ärztin erhält Posterpreis für Forschung zu Endometriose-Phänotypen

Dr. Louisa Hofbeck, Ärztin an der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen, wurde für ihre aktuelle wissenschaftliche Arbeit mit einem Posterpreis ausgezeichnet. Die angehende Gynäkologin erhielt die Ehrung im Rahmen des 16. Endometriosekongresses deutschsprachiger Länder Mitte November in Freiburg. Prämiert wurden nur drei der über 50 eingereichten Abstracts. In ihrer Studie „Von der Klinik zum Phänotyp: Charakterisierung endometriosetypischer Erscheinungsbilder“ untersuchte Dr. Hofbeck gemeinsam mit einem Team des Universitäts-Endometriosezentrums Franken (Sprecher: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann), welche Beschwerden bei den verschiedenen Erscheinungsformen der Endometriose auftreten und mit welcher Intensität die Symptome von Frau zu Frau variieren können. Die Ergebnisse helfen nun dabei, Beschwerden besser einzuordnen und die Therapie individueller auf die Patientinnen abzustimmen – sei es medikamentös, operativ oder im Rahmen einer multimodalen Behandlung.

Team der Erlanger Strahlenklinik und Frauenklinik mit internationalem Posterpreis ausgezeichnet

Beim diesjährigen Symposium der Fanconi Cancer Foundation in Minneapolis, USA, wurden Mitarbeitende der Arbeitsgruppe „Strahlenempfindlichkeit“ der Strahlenklinik (Direktorin: Prof. Dr. Stefanie Corradini) gemeinsam mit Mitarbeitenden der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen mit dem Posterpreis „Best Clinical Abstract“ gewürdigt. Das Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Luitpold Distel erhielt die Auszeichnung für seine Studie „Radiosensitivity in patients with breast cancer risk genes in comparison to Fanconi anemia“.

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