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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Neues interdisziplinäres Zentrum bündelt Erlanger Expertise zu zellulären Immuntherapien

Zelluläre Immuntherapien sind hochmoderne, personalisierte Behandlungsansätze: Körpereigene Abwehrzellen werden so modifiziert, dass sie therapeutisch relevante Zielstrukturen präzise erkennen und beeinflussen bzw. eliminieren können. CAR-T-Zellen, regulatorische T-Zellen (Tregs) und dendritische Zellen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Auf all diesen Gebieten haben klinisch forschende Ärztinnen und Ärzte des Uniklinikums Erlangen mit ihren innovativen Ansätzen ganz neue Wege beschritten. Diese Expertise vereint sich nun unter dem Dach des neu gegründeten interdisziplinären Zentrums für Zell- und Gentherapie (iZGE) im Deutschen Zentrum Immuntherapie des Uniklinikums Erlangen. „Zell- und Gentherapien werden die Medizin der kommenden Jahrzehnte entscheidend prägen“, sagt Koordinator Prof. Dr. Fabian Müller, Leiter der CAR-T-Zell-Einheit und geschäftsführender Oberarzt der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie. „Mit unserem gemeinsamen neuen Zentrum schaffen wir die organisatorischen und wissenschaftlichen Voraussetzungen, damit Erlangen diese Entwicklung weiterhin aktiv mitgestaltet – zum Nutzen unserer Patientinnen und Patienten und mit internationaler Strahlkraft.“ Am iZGE sind unter Koordination der Medizinischen Klinik 5 auch die Hautklinik, die Medizinische Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, die Medizinische Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie, die Fachabteilung Onkologie und Hämatologie der Kinder- und Jugendklinik sowie die Neurologische Klinik des Uniklinikums Erlangen beteiligt.

Studie zeigt neue Perspektiven für Frauen mit Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen wie der systematische Lupus erythematodes betreffen vor allem junge Frauen, häufig in einer Lebensphase, in der ein Kinderwunsch besteht. Die Erkrankung selbst sowie notwendige immunsuppressive Therapien erschweren eine Schwangerschaft oder machen sie zeitweise unmöglich. CAR-T-Zellen können hier einen entscheidenden Vorteil für diese junge Frauen bieten, da diese Therapie nachhaltig die Autoimmunerkrankung zum Stillstand bringen kann. Eine internationale Studie unter der Leitung von Prof. Dr. med. univ. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), zeigt erstmalig, dass Frauen mit Autoimmunerkrankungen nach einer erfolgreichen CAR-T-Zelltherapie eine normale und unproblematische Schwangerschaft erleben und gesunde Kinder zur Welt bringen können. Diese Ergebnisse wurden nun im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Neues kostenloses Online-Tool unterstützt Menschen mit Verdacht auf rheumatische Erkrankungen – Studienteilnehmende gesucht

Anhaltende Gelenkschmerzen, unaufhörliche Beschwerden oder die Sorge, dass etwas nicht stimmt? Menschen mit möglichen rheumatischen Erkrankungen durchleben häufig eine lange Phase der Unsicherheit. Bis eine Diagnose gestellt wird, vergehen oft Monate oder sogar Jahre. Ein neues digitales Angebot soll Betroffene dabei unterstützen, ihre Beschwerden besser einzuordnen und gut vorbereitet in ärztliche Gespräche zu gehen. Ziel ist es, den Zugang zur Versorgung zu verbessern. Im Online-Tool „Rheumatic?“ können Personen mit Verdacht auf rheumatische Erkrankungen einen wissenschaftlich entwickelten Fragebogen ausfüllen und erhalten anschließend eine persönliche Symptomübersicht. Diese kann gespeichert, ausgedruckt und zum Arzttermin mitgenommen werden. Für die begleitende Studie sucht die Arbeitsgruppe „Digitale Medizin und Versorgungsforschung“ von PD Dr. Harriet Morf, Fachärztin der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen, nun Studienteilnehmende, die das Tool testen und anschließend Fragen dazu beantworten möchten. „Digitale Angebote können die ärztliche Diagnostik nicht ersetzen. Sie können aber dazu beitragen, Menschen früher zu erreichen, Orientierung zu geben und den Zugang zur Versorgung zu vereinfachen. Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, sich besser auf medizinische Gespräche vorzubereiten und ihre Beschwerden gezielter zu kommunizieren“, erklärt PD Morf.

Ein neuer Sonderforschungsbereich erforscht die Mechanismen von Autoimmunerkrankungen und innovativen zellbasierten Therapien

Autoimmunerkrankungen verlaufen häufig in Schüben: Phasen ohne Krankheitsanzeichen werden von Rückfällen unterbrochen, trotz erheblicher Fortschritte in der Therapie. Warum diese Rückfälle entstehen und wie sich krankhafte Immunprozesse dauerhaft beeinflussen lassen, gehört zu den zentralen Fragen, denen sich der neue Sonderforschungsbereich 1755 „Cellular and Systems Control of Autoimmune Disease“ (CASCAID) widmet. Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Uniklinikums Erlangen bündeln dafür ihre Expertise aus Medizin, Immunologie, Bildgebung, künstlicher Intelligenz und Biomedizintechnik. Ziel ist es, chronisch-entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, systemischen Lupus erythematodes oder entzündliche Darmerkrankungen grundlegend besser zu verstehen und daraus Therapien zu entwickeln, die nicht nur Entzündungen kontrollieren, sondern Erkrankungen dauerhaft abstellen.

Einladung zur DZI-Online-Veranstaltung über Sklerodermie am Mittwoch, 13. Mai 2026

Sie zählt zu den seltenen, aber schweren Autoimmunerkrankungen: die systemische Sklerose (Sklerodermie). Betroffene leiden unter einer zunehmenden Verdickung und Verhärtung (Fibrose) der Haut, da sich vermehrt Bindegewebe bildet. Außerdem können sich Gefäße entzünden und dadurch verändern. Auch innere Organe wie Lunge, Verdauungstrakt und Nieren können angegriffen werden; zusätzlich treten durch die Fibrose häufig Gelenk- und Muskelbeschwerden auf. Um schwerwiegende Verläufe zu verhindern, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend. Mithilfe einer ausführlichen Anamnese, Kapillarmikroskopie, spezieller Blutuntersuchungen und bildgebender Verfahren kann die Erkrankung erkannt und ihr Stadium beurteilt werden. Ziel der Therapie ist es derzeit, die Verhärtung von Haut und Organen zu verlangsamen oder zu stoppen. Gleichzeitig ist die Forschung zu neuen Therapieansätzen von großer Bedeutung, um die Sklerodermie besser zu verstehen, früher zu erkennen und die Behandlungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Im aktuellen Webinar des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert Dr. Christina Bergmann, Oberärztin der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen, über die neuesten Therapieansätze bei systemischer Sklerose. Das Webinar findet am Mittwoch 13. Mai 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.

Prof. Dr. Frank Roemer mit Clinical Research Award der Osteoarthritis Research Society International geehrt

Die Osteoarthritis Research Society International (OARSI) hat Prof. Dr. Frank Roemer, Oberarzt am Radiologischen Institut des Uniklinikums Erlangen, mit ihrem Clinical Research Award ausgezeichnet. Der Preis wurde nun im Rahmen des jährlichen OARSI World Congress on Osteoarthritis in West Palm Beach, USA, übergeben. Dieser Preis wird an ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die herausragende Leistungen in der Arthroseforschung erbracht haben, um die Therapie von Patientinnen und Patienten mit Arthrose zu verbessern. Prof. Roemer ist weltweit erst der zweite Radiologe, dem diese Anerkennung zuteil wurde.

Zehn Jahre interdisziplinäres Entzündungsboard am Uniklinikum Erlangen

Von Asthma und Allergien über Rheuma und Psoriasis bis hin zu Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Multipler Sklerose: Die Bandbreite immunvermittelter chronisch-entzündlicher Erkrankungen ist enorm. Rund zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Schätzungen zufolge von einer solchen Erkrankung betroffen. In den meisten Fällen muss mehr als ein Organsystem behandelt werden, was Diagnostik und Therapie komplex macht. Deshalb initiierte Prof. Dr. Michael Sticherling, in seiner Funktion als stellvertretender Direktor der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen, Anfang 2016 das interdisziplinäre Entzündungsboard. Seitdem treffen sich dort einmal wöchentlich Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachbereiche des Uniklinikums Erlangen, um Patientenfälle gemeinsam zu besprechen und den individuell besten Therapieplan zu erstellen. Mehr als 2.000 Patientinnen und Patienten haben in den vergangenen zehn Jahren von der gebündelten Expertise profitiert. Am 23. März 2026 wird das Entzündungsboard zum 500. Mal zusammenkommen.

Einladung zur DZI-Online-Veranstaltung am 18.03.2026 über innovative Therapien bei Systemischem Lupus Erythematodes

Er ist als „Roter Wolf“ oder „Schmetterlingskrankheit“ bekannt, seine Symptome sind vielfältig und variieren von Mensch zu Mensch: der Systemische Lupus Erythematodes (SLE). Betroffene der Autoimmunerkrankung – meist junge Frauen – leiden oft unter einem schmetterlingsförmigen Ausschlag im Gesicht, Gelenkschmerzen und Schwellungen, Haarausfall, Überempfindlichkeit bei Sonneneinstrahlung oder Mund- und Augentrockenheit. Krankheitsschübe gehen zudem oft mit Fieber, Abgeschlagenheit, Gelenk- und Muskelschmerzen einher. Bei schweren Verläufen kann die Erkrankung auch lebenswichtige Organe wie Nieren, Herz oder Lunge befallen und erhebliche Schäden verursachen. Um das zu verhindern, ist eine frühzeitige effektive Behandlung entscheidend – etwa mittels innovativer Ansätze wie der zellulären Immuntherapie, der sogenannten CAR-T-Zell-Therapie. Im nächsten Webinar des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert Dr. Melanie Hagen, Oberärztin und Leiterin der Studienambulanz der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie, über die neuesten Therapieansätze bei SLE. Das Webinar findet am Mittwoch, 18. März 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.

Schwer kranke Patientin erhält 100. Produkt aus dem Uniklinikum Erlangen

Als eines von nur wenigen universitären Zentren in Deutschland verfügt die Medizinische Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Uniklinikums Erlangen über die Erlaubnis, CAR-T-Zellen herzustellen. Diese zellbasierte Immuntherapie kommt bisher vor allem bei bestimmten Arten von Blut- und Lymphdrüsenkrebs zum Einsatz. Seit einigen Jahren wenden Ärztinnen und Ärzte sie aber auch im Rahmen von klinischen Studien bei soliden Tumoren wie Brust-, Hoden- oder Eierstockkrebs und bei schweren Autoimmunerkrankungen an. Jetzt hat Maulia F. aus München, die an einer entzündlichen Muskelerkrankung mit Haut- und Lungenbeteiligung leidet, die 100. CAR-T-Zell-Infusion aus Erlanger Eigenherstellung erhalten.

Manfred-Roth-Stiftung ermöglicht verbessertes Therapieangebot der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin

Kälte statt Wärme lautet das Therapiekonzept einer Kryosauna: Dabei wird der Körper in einer Einzelkabine für wenige Minuten extremen Temperaturen von mehr als -100°C ausgesetzt. Mit einer Spende in Höhe von 56.000 Euro unterstützt die Fürther Manfred-Roth-Stiftung dieses Behandlungsangebot der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin in der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen. Stiftungsvorstand Dr. Wilhelm Polster und Stiftungsrat Klaus Teichmann übergaben die Spende an Dr. Christoph Bleh, Leiter der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin. „Wir werden von dem Geld unser Altgerät durch eine moderne elektrische Kryosauna ersetzen und sind so nicht länger auf Stickstofflieferungen angewiesen“, erläuterte Dr. Bleh. „Aufgrund der steigenden Nachfrage wollen wir die Kältetherapie schon seit längerem an allen Wochentagen anbieten, das ist jetzt möglich.“ Die Forschungsstiftung Medizin des Uniklinikums Erlangen stockt den Spendenscheck auf insgesamt 70.560 Euro auf.

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