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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Zehn Jahre interdisziplinäres Entzündungsboard am Uniklinikum Erlangen

Von Asthma und Allergien über Rheuma und Psoriasis bis hin zu Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Multipler Sklerose: Die Bandbreite immunvermittelter chronisch-entzündlicher Erkrankungen ist enorm. Rund zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Schätzungen zufolge von einer solchen Erkrankung betroffen. In den meisten Fällen muss mehr als ein Organsystem behandelt werden, was Diagnostik und Therapie komplex macht. Deshalb initiierte Prof. Dr. Michael Sticherling, in seiner Funktion als stellvertretender Direktor der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen, Anfang 2016 das interdisziplinäre Entzündungsboard. Seitdem treffen sich dort einmal wöchentlich Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachbereiche des Uniklinikums Erlangen, um Patientenfälle gemeinsam zu besprechen und den individuell besten Therapieplan zu erstellen. Mehr als 2.000 Patientinnen und Patienten haben in den vergangenen zehn Jahren von der gebündelten Expertise profitiert. Am 23. März 2026 wird das Entzündungsboard zum 500. Mal zusammenkommen.

Neue Medikamentenstudie „PARAISO“ bei Parkinson im Frühstadium am Uniklinikum Erlangen

Für Parkinson-Betroffene konkretisiert sich die Hoffnung, dass ein Medikament nicht nur Symptome lindert, sondern in den Krankheitsverlauf eingreifen und dadurch das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen könnte. Denn während bisher zugelassene Therapien vor allem Beschwerden wie Muskelsteifheit oder Zittern symptomatisch behandeln, setzt das Studienmedikament Prasinezumab direkt an der Ursache an. Um die Wirksamkeit des monoklonalen Antikörpers im Frühstadium der Parkinson-Krankheit zu überprüfen, suchen Forschende der Molekular-Neurologischen Abteilung des Uniklinikums Erlangen nun Betroffene zwischen 50 und 85 Jahren, deren Diagnose mindestens drei Monate und maximal drei Jahre zurückliegt und die bereits Levodopa zur Linderung ihrer Symptome einnehmen. Die Molekulare Neurologie ist damit das erste deutsche Prüfzentrum für die klinische Phase-III-Studie „PARAISO“ des Arzneimittelherstellers Roche Pharma AG.

Einladung zur DZI-Online-Veranstaltung am 18.03.2026 über innovative Therapien bei Systemischem Lupus Erythematodes

Er ist als „Roter Wolf“ oder „Schmetterlingskrankheit“ bekannt, seine Symptome sind vielfältig und variieren von Mensch zu Mensch: der Systemische Lupus Erythematodes (SLE). Betroffene der Autoimmunerkrankung – meist junge Frauen – leiden oft unter einem schmetterlingsförmigen Ausschlag im Gesicht, Gelenkschmerzen und Schwellungen, Haarausfall, Überempfindlichkeit bei Sonneneinstrahlung oder Mund- und Augentrockenheit. Krankheitsschübe gehen zudem oft mit Fieber, Abgeschlagenheit, Gelenk- und Muskelschmerzen einher. Bei schweren Verläufen kann die Erkrankung auch lebenswichtige Organe wie Nieren, Herz oder Lunge befallen und erhebliche Schäden verursachen. Um das zu verhindern, ist eine frühzeitige effektive Behandlung entscheidend – etwa mittels innovativer Ansätze wie der zellulären Immuntherapie, der sogenannten CAR-T-Zell-Therapie. Im nächsten Webinar des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert Dr. Melanie Hagen, Oberärztin und Leiterin der Studienambulanz der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie, über die neuesten Therapieansätze bei SLE. Das Webinar findet am Mittwoch, 18. März 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.

Schwer kranke Patientin erhält 100. Produkt aus dem Uniklinikum Erlangen

Als eines von nur wenigen universitären Zentren in Deutschland verfügt die Medizinische Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Uniklinikums Erlangen über die Erlaubnis, CAR-T-Zellen herzustellen. Diese zellbasierte Immuntherapie kommt bisher vor allem bei bestimmten Arten von Blut- und Lymphdrüsenkrebs zum Einsatz. Seit einigen Jahren wenden Ärztinnen und Ärzte sie aber auch im Rahmen von klinischen Studien bei soliden Tumoren wie Brust-, Hoden- oder Eierstockkrebs und bei schweren Autoimmunerkrankungen an. Jetzt hat Maulia F. aus München, die an einer entzündlichen Muskelerkrankung mit Haut- und Lungenbeteiligung leidet, die 100. CAR-T-Zell-Infusion aus Erlanger Eigenherstellung erhalten.

Einladung zur DZI-Onlineveranstaltung am 11.02.2026 über neue Behandlungsmöglichkeiten bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Durchfall, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust – diese und weitere Beschwerden können bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa auftreten. Allein in Europa sind mehr als drei Millionen Menschen von einer der meist schubweise verlaufenden Entzündungen des Magen-Darm-Trakts betroffen, und die Zahl der Neuerkrankungen steigt stetig an. Dank moderner Diagnostik und neuer medikamentöser Therapien lassen sich CED zunehmend besser behandeln. So kam kürzlich am Deutschen Zentrum Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen weltweit erstmals erfolgreich eine zelluläre Immuntherapie (sog. CAR-T-Zell-Therapie) bei Colitis ulcerosa zum Einsatz. In der nächsten Onlineveranstaltung des DZI informiert Prof. Dr. Raja Atreya, Oberarzt der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie (Direktor: Prof. Dr. Markus F. Neurath) über die neuesten Therapieansätze bei CED. Das Webinar findet am Mittwoch, 11. Februar 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Weltweit größte Studie zur Wirksamkeit von CAR-T-Zellen bei Autoimmunerkrankungen veröffentlicht

Für viele Menschen mit schweren Autoimmunerkrankungen ist der Alltag geprägt von Schmerzen, Erschöpfung und der dauerhaften Einnahme von Medikamenten. Erkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes, systemische Sklerose oder autoimmune Muskelentzündung begleiten Betroffene meist das ganze Leben. Die Ergebnisse der weltweit bisher größten Studie zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen mit CAR-T-Zellen, der am Uniklinikum Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) durchgeführten CASTLE-Studie, geben nun Anlass zur Hoffnung: Sie zeigen, dass eine einmalige Infusion von CD19-CAR-T-Zellen diese Autoimmunerkrankungen stoppen kann, ohne dass eine weitere Medikamententherapie notwendig ist. Die Ergebnisse der CASTLE-Studie haben die Forschenden nun im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht.

Einladung zur DZI-Onlineveranstaltung am 29.01.2026 über digitale Therapieangebote in der Rheumatologie

„Rheuma? Das haben doch nur ältere Menschen!“ – dieser Glaube ist in der Bevölkerung weitverbreitet. Doch die Annahme trügt: Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland sind von einer rheumatischen Erkrankung betroffen – darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Die Therapieoptionen zur Linderung der chronischen Schmerzen für Jung und Alt sind vielfältig: Sie reichen von einer medikamentösen Behandlung, über Physio- und Ergotherapie sowie Funktionstraining bis hin zur Ernährungsumstellung oder Schmerztherapie. Darüber hinaus kommen immer häufiger auch digitale Technologien zum Einsatz – sowohl in der Behandlung als auch bei der Diagnostik. In der nächsten Onlineveranstaltung des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert PD Dr. Harriet Morf, Fachärztin in der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie (Direktor: Prof. Dr. Georg Schett) daher über die Möglichkeiten, die digitale Tools für die Rheumatologie bieten. Das Webinar findet am Donnerstag, den 29. Januar 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

16. Oppenheim-Förderpreis in der Kategorie „Klinik“ geht nach Erlangen

Dr. Thanos Tsaktanis von der Neurologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Schwab) des Uniklinikums Erlangen wurde mit dem 16. Oppenheim-Förderpreis für innovative Multiple-Sklerose-Forschung der Novartis Pharma GmbH ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, die Übergabe fand im Rahmen eines Symposiums anlässlich der Jahrestagung 2025 der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Berlin statt. Dr. Tsaktanis erhielt die Ehrung für seine Studie mit dem Titel „Multimodales Monitoring und Immunmodulation bei progredienter MS: von der Biobank zur personalisierten Therapie“.

DZI-Online-Fragestunde am 10.12.2025 zur Immuntherapie bei Sinusitis

Entzündliche Erkrankungen der Nase umfassen u. a. Allergien, Polypen, Nasenschleimhaut- und Nasennebenhöhlenentzündungen (Rhinosinusitis), die oft miteinander zusammenhängen. Genetische Faktoren, aber auch Umwelteinflüsse wie Bakterien, Viren oder Pilze können zu Infektionen der Nase und ihrer Nebenhöhlen führen und im Verlauf chronisch werden. In der Online-Fragestunde „Immuntherapie bei der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung“ am Mittwoch, 10. Dezember 2025, von 17.00 bis 18.00 Uhr, gibt Prof. Dr. Sarina Müller, Direktorin der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen, Einblicke in aktuelle Diagnostik- und Therapieoptionen bei langwierigen Beschwerden.

Rheuma-Ausstellung bis 18. Dezember 2025 im Foyer des Internistischen Zentrums

Wie fühlt es sich an, mit Rheuma zu leben – einer chronischen Autoimmunerkrankung, die für Schmerzen und Entzündungen an Gelenken, Muskeln, Sehnen und Knochen sorgt? Was bedeutet es, wenn der eigene Körper Grenzen setzt, die Außenstehende nicht sehen? Die Ausstellung „Comic Meets Rheuma“ lädt dazu ein, genau diese Fragen auf einzigartige Weise zu ergründen. Mit beeindruckender Kreativität verbinden die gezeigten Werke Kunst und Medizin, Humor und Schmerz, Realität und Fantasie. Prof. Dr. med. univ. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen, und Prof. Dr. Dr. Axel Hueber, Abteilungsleiter der Rheumatologie des Klinikums Nürnberg und Initiator von „Comic Meets Rheuma“, haben die Ausstellung jetzt zusammen mit Lisa Neun, Künstlerin und erste Vorsitzende des Comicmuseums Erlangen e. V., im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Interessierte können die gezeigten Werke noch bis zum 18. Dezember 2025 im Foyer des Internistischen Zentrums kostenlos ansehen.

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