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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Studie zeigt neue Perspektiven für Frauen mit Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen wie der systematische Lupus erythematodes betreffen vor allem junge Frauen, häufig in einer Lebensphase, in der ein Kinderwunsch besteht. Die Erkrankung selbst sowie notwendige immunsuppressive Therapien erschweren eine Schwangerschaft oder machen sie zeitweise unmöglich. CAR-T-Zellen können hier einen entscheidenden Vorteil für diese junge Frauen bieten, da diese Therapie nachhaltig die Autoimmunerkrankung zum Stillstand bringen kann. Eine internationale Studie unter der Leitung von Prof. Dr. med. univ. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), zeigt erstmalig, dass Frauen mit Autoimmunerkrankungen nach einer erfolgreichen CAR-T-Zelltherapie eine normale und unproblematische Schwangerschaft erleben und gesunde Kinder zur Welt bringen können. Diese Ergebnisse wurden nun im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

BeYOU Women’s Circle spendet Erlös aus Community-Event an das Universitäts-Endometriosezentrum Franken des Uniklinikums Erlangen

Sie bringen Frauen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg in Bewegung: Bella Haertl und Larissa Neukamm sind die Gründerinnen des BeYOU Women’s Circle, einer Sport-Community, in der Frauen bei kostenlosen Veranstaltungen gemeinsam aktiv werden, sich austauschen und neue Kontakte knüpfen können. Ihr erstes Benefiz-Event widmeten die Initiatorinnen der Frauengesundheit: Gemeinsam mit Josefin Lampel, Inhaberin des Cycling- und Reformer-Pilates-Studios Cycéclique Erlangen, machten sie auf die Erkrankung Endometriose aufmerksam. Den Erlös der Veranstaltung sowie alle darüber hinaus gesammelten Spenden übergaben die Gründerinnen jetzt an PD Dr. Stefanie Burghaus, Koordinatorin des Universitäts-Endometriosezentrums Franken sowie leitende Oberärztin der Frauenklinik des Uniklinikums Erlangen.

Erlanger Wissenschaftlerin mit Endometriose-Forschung im Finale des Nachwuchswettbewerbs der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie

Heftige Menstruationskrämpfe, chronische Unterleibsschmerzen oder Probleme beim Toilettengang – Symptome wie diese schränken die Lebensqualität von Frauen mit Endometriose oft stark ein. Eine interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie, wie sie im Schmerzzentrum des Uniklinikums Erlangen angeboten wird, soll Betroffene dabei unterstützen, besser mit ihren Beschwerden umzugehen und Lebensqualität zurückzugewinnen. Doch wie gut gelingt es den Patientinnen nach der dreiwöchigen teilstationären Behandlung, die erlernten Strategien in ihren Alltag zu übertragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich Sophie Schäfer, Psychologie-Studentin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und ehemalige Forschungspraktikantin an der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Uniklinikums Erlangen im Rahmen ihrer Masterarbeit. Außerdem untersuchte sie, welche Patientinnen Zugang zu spezialisierten Therapieangeboten erhalten. Mit ihrer Forschung erreichte sie das Finale des Wettbewerbs „From Pitch to Publication: Forschungswettbewerb für Early Career Researchers“ der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie e. V. (DGMP).

DZI und Hautklinik machen mit einprägsamem Ausstellungsstück auf Hidradenitis suppurativa aufmerksam

Im Foyer des Internistischen Zentrums des Uniklinikums Erlangen steht seit heute ein Ohrensessel: Klingt gemütlich – ist er aber nicht. Die Sitzfläche und die Armlehnen des Möbelstücks sind mit unzähligen Stacheln gespickt. „Da möchte wohl niemand Platz nehmen“, bringt es Prof. Dr. Wiebke Sondermann, stellvertretende Direktorin der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen, auf den Punkt. „Es möchte also niemand den Platz von Patientinnen und Patienten mit Hidradenitis suppurativa einnehmen.“ Auf diese chronisch-entzündliche Hauterkrankung wollen die Erlanger Expertinnen und Experten mit dem ausgestellten Sessel nämlich aufmerksam machen. Betroffene leiden unter äußerst schmerzhaften Symptomen und sind dadurch sowohl körperlich als auch psychisch stark belastet. Das Ausstellungsstück und die begleitenden Schautafeln sind noch bis Montag, 10. August 2026, im Foyer des Internistischen Zentrums, Ulmenweg 18, in Erlangen zu sehen.

Spatenstich für das Forschungsgebäude CARE-MED am Uniklinikum Erlangen

Ein weiteres Puzzleteil findet seinen Platz: Zwischen CESAR und CITABLE fügt sich auf dem Forschungscampus Nord schon bald CARE-MED ein, ein weiteres Forschungsgebäude des Uniklinikums Erlangen. CARE-MED ist ein neuer For-schungsbau nach Art. 91b des Grundgesetzes, der in einem hochkompetitiven Auswahlverfahren durch den Wissenschaftsrat zur Förderung empfohlen wurde und durch Gelder des Freistaates Bayern und des Bundes finanziert wird. Der heutige (24.07.2026) symbolische Spatenstich markierte den Start der Bauarbeiten. Mit CARE-MED wird erstmals eine integrierte Forschungsumgebung für die versor-gungsnahe Erhebung von hochaufgelösten Bild- und Sensordaten sowie ihre Zu-sammenführung mit medizinischen Versorgungsdaten geschaffen, in der Methoden künstlicher Intelligenz (KI) fest eingebunden sind. Ziel ist es, insbesondere für Patientinnen und Patienten mit chronisch-degenerativen, entzündlichen und onko-logischen Erkrankungen individualisierte Diagnostik- und Therapieprozesse zu entwickeln.

Am Uniklinikum Erlangen gelang die erste roboterassistierte mikrochirurgische Anastomosierung mit dem Da-Vinci-OP-System bei der Rekonstruktion einer Brust

Innovative Technologie ergänzt chirurgische Expertise: Erstmals gelang es Prof. Dr. Andreas Arkudas, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen, bei einer Brustrekonstruktion mit Eigengewebe die dafür nötigen mikrochirurgischen Verbindungen der Arterien und der Venen (Anastomosen) mit dem Da-Vinci-OP-Roboter umzusetzen. Bei der Patientin handelt es sich um eine 39-jährige Frau, der zuvor aufgrund eines Mammakarzinoms die rechte Brust entfernt werden musste. Bei dem anschließenden roboterassistierten Eingriff für die aktuelle Pilotstudie wurde aus überschüssigem Fett- und Hautgewebe vom Unterbauch eine neue, natürlich aussehende Brust geformt. „Wir konnten die mehrstündige Brustrekonstruktion erfolgreich und ohne Komplikationen durchführen“, teilt Prof. Arkudas mit. „Damit haben wir gezeigt, dass sich mit dem Da-Vinci-Roboter bei einer Brustrekonstruktion mit Eigengewebe sowohl arterielle als auch venöse Gefäßverbindungen sicher durchführen lassen.“

„Tigerauge“ Initiative Kinderhospiz Nordbayern e. V. spendet der Kinderpsychiatrie ein mobiles Beobachtungslabor für die Therapiearbeit

Unbewusste Verhaltensmuster sichtbar machen und gemeinsam analysieren – das gelingt künftig dank eines gespendeten mobilen Beobachtungslabors für noch mehr junge Patientinnen und Patienten in der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit (kommissarischer Leiter: Prof. Dr. Oliver Kratz) des Uniklinikums Erlangen. Der Verein Tigerauge“ Initiative Kinderhospiz Nordbayern e. V. übergab dafür eine Spende an die Forschungsstiftung Medizin am Universitätsklinikum Erlangen. Das Uniklinikum Erlangen stockte die Zuwendung im Rahmen des Matching-Funds-Programms zusätzlich auf. Von dem Gesamtbetrag kann das multiprofessionelle Team der Kinderpsychiatrie jetzt zusätzlich zum bestehenden ein weiteres tragbares Beobachtungslabor im Wert von mehr als 10.000 Euro anschaffen. „Wir erleben täglich den hohen Nutzen dieser multimedialen Aufzeichnungen und ihrer Auswertung“, erklärt Prof. Dr. Oliver Kratz. „Der Verein hat den hohen Mehrwert dieses Systems für unsere therapeutische Arbeit erkannt und uns durch seine Spende ein zweites Gerät ermöglicht“, bedankte sich Oliver Kratz. „Wir haben allein auf Station eine hohe Nachfrage nach dem System, der wir jetzt viel besser nachkommen können. Zusätzlich hoffen wir, dass künftig auch ambulante Patientinnen und Patienten diese Therapieoption nutzen können.“

Dr. Jacqueline Bauer für innovative Forschung mit ADKA-Promotionspreis für Krankenhauspharmazie ausgezeichnet

Die Digitalisierung eröffnet in Krankenhäusern große Chancen für die Optimierung der Arzneimitteltherapiesicherheit und der Patientensicherheit – birgt in der Praxis aber auch einige Risiken, z. B. eine digitale „Alarm-Müdigkeit“ bei Ärztinnen und Ärzten. Wie die Implementierung eines klinischen Entscheidungsunterstützungssystems optimal interprofessionell begleitet wird und warum Stationsapothekerinnen und -apotheker trotz modernster Software unverzichtbar bleiben, zeigt die Dissertation von Dr. Jacqueline Bauer aus der Apotheke des Uniklinikums Erlangen. Für ihre Forschungsarbeit wurde die Pharmazeutin vom Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e. V. mit dem renommierten ADKA-Promotionspreis für Krankenhauspharmazie 2026 ausgezeichnet. Damit geht der begehrte Preis bereits zum vierten Mal an eine Mitarbeiterin bzw. einen Mitarbeiter des Uniklinikums Erlangen.

Uniklinikum Erlangen vergibt zertifizierte Schutzbrillen für die Sonnenfinsternis am 12. August 2026

Direkt in die Sonne schauen – das sollten alle vermeiden, denen zwei gesunde Augen wichtig sind. Doch am Mittwoch, 12. August 2026, werden wieder zahlreiche Blicke Richtung Himmel wandern: Dann nämlich steht die nächste Sonnenfinsternis an. Prof. Dr. Antonio Bergua, Oberarzt der Augenklinik des Uniklinikums Erlangen, und seine Doktorandin Laura Barteczko haben den schädigenden Einfluss von Sonnenlicht auf die Augen in einer wissenschaftlichen Studie untersucht und warnen vor unbedachtem Handeln während des Naturereignisses. Prof. Bergua entwickelte eigens für das Sonnenspektakel eine zertifizierte und handliche Schutzbrille. Dank einer Spende von Prof. Bergua vergibt das Uniklinikum Erlangen jetzt insgesamt 600 dieser Schutzbrillen bei einem Online-Gewinnspiel.

Deutsche Leberstiftung würdigt Erlanger Forscherin

Dr. Laura Wormser, Wissenschaftlerin der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie des Uniklinikums Erlangen und des Instituts für Biochemie der FAU Erlangen-Nürnberg, wurde mit dem Preis der Deutschen Leberstiftung 2026 ausgezeichnet. Das Gutachterkomitee würdigte damit die Publikation „The liver talks back: NPY orchestrates attraction of cancer cells and CHK2-dependent clonogenicity in the metastatic niche“, die einen innovativen Ansatz zur Behandlung von Lebermetastasen untersucht. Die Auszeichnung wurde nun auf dem 22. HepNet Symposium in Hannover überreicht und ist mit 10.000 Euro dotiert.

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