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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Dokumentarfilm zeigt die erstmalige erfolgreiche Behandlung einer Jugendlichen mit der schweren Autoimmunkrankheit juvenile systemische Sklerose

Ein Mädchen tritt vor die Kamera, um über ihre schwere Autoimmunerkrankung zu berichten und damit anderen Kindern und Jugendlichen Mut zu machen: Im Alter von 14 Jahren wurde die Patientin in die Pädiatrische Rheumatologie der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen aufgenommen und dort von Oberarzt Dr. Tobias Krickau behandelt. Die Teenagerin litt damals, 2023, bereits seit mehreren Jahren an der juvenilen systemischen Sklerose, einer sehr seltenen chronisch-entzündlichen Autoimmunerkrankung, die die Haut verhärten lässt, Muskel- und Gelenkschmerzen auslöst und auch die Organe angreift. „Die Patientin wies bei der Aufnahme bereits schwere Beeinträchtigungen der Fingerfunktionen sowie die typische Raynaud-Symptomatik auf – also eine Durchblutungsstörung der Finger“, berichtet Dr. Krickau. „Trotz einer umfassenden und auch ausgeschöpften Immunsuppression einschließlich hochdosierter Chemotherapeutika schritt die Krankheit voran. Wir mussten zunehmende Beeinträchtigungen der Herz- und Lungenfunktion feststellen.“ Das interdisziplinäre Team des Uniklinikums Erlangen entschied sich für eine CAR-T-Zell-Therapie, die bisher nur bei Erwachsenen mit dieser Erkrankung angewendet worden war. Der berührende Kurzfilm „Die juvenile systemische Sklerose auf dem Weg zur Remission“ des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen dokumentiert, wie schnell und erfolgreich die Behandlung anschlug, die weltweit erstmals bei einer Minderjährigen mit dieser seltenen Erkrankung eingesetzt wurde.

Chronisch-entzündliche Hauterkrankung im Fokus – Vorträge am 2. Juni 2026

Die Hidradenitis suppurativa, auch Akne inversa genannt, ist eine schmerzhafte, chronisch verlaufende Hauterkrankung, die Betroffene häufig stark belastet – körperlich wie psychisch. Die Hautklinik und das Deutsche Zentrum Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen laden deshalb am 2. Juni 2026, von 16.00 bis 18.00 Uhr, zu einer Patientenveranstaltung ein. In Vorträgen informieren Prof. Dr. Wiebke Sondermann, stellvertretende Direktorin der Hautklinik, Oberarzt Prof. Dr. Michael Sticherling und Funktionsoberarzt Dr. Lukas Sollfrank über den aktuellen Stand der Medizin, Therapieoptionen sowie Möglichkeiten zur Selbsthilfe. Eingeladen sind Patientinnen und Patienten, ebenso wie Angehörige und andere Interessierte. Veranstaltungsort ist der große Hörsaal der Hörsäle Medizin im Ulmenweg 18 in Erlangen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bürgervorlesung am 18. Mai 2026 informiert über Lebendspenden

Eine starre Altersgrenze gibt es bei Organspenden nicht. Viel entscheidender als das Alter ist der Gesundheitszustand der potenziellen Spenderinnen und Spender, auch ältere Menschen können dafür in Frage kommen. In seinem Bürgervortrag erklärt Prof. Dr. Mario Schiffer, Direktor der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie des Uniklinikums Erlangen, nach welchen medizinischen Kriterien die Entscheidung für eine Lebendspende getroffen wird. Im Rahmen seiner Bürgervorlesung „Organspende – eine Frage des Alters?“ am Montag, 18. Mai 2026, ab 18.15 Uhr spricht Prof. Schiffer außerdem über den großen Bedarf an Spenderorganen, erläutert aktuelle Transplantationszahlen und gibt einen Einblick in die Abläufe rund um eine Organspende.

Manfred-Roth-Stiftung unterstützt Forschungsprojekt zu häufiger Spätkomplikation bei Stammzelltransplantationen mit 21.100 Euro

Bei rund der Hälfte aller Patientinnen und Patienten, die eine körperfremde Stammzelltransplantation erhalten – etwa zur Behandlung einer akuten Leukämie –, tritt nach der Gabe eine chronische Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD) auf. Dabei handelt es sich um eine Spätkomplikation, bei der die transplantierten Spenderimmunzellen gesundes Gewebe der Empfängerin oder des Empfängers angreifen. Obwohl diese Erkrankung in der Regel gut behandelbar ist, schränkt sie die Lebensqualität oft erheblich ein. Daher möchte nun ein Forschungsteam um Prof. Dr. Silvia Spörl, Oberärztin der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Uniklinikums Erlangen, im Rahmen des Projekts „Funktionelle Heterogenität pathogener T-Zell-Subpopulationen bei der chronischen Graft-versus-Host-Reaktion“ die zugrunde liegenden Mechanismen genauer untersuchen. „Langfristig könnten die Ergebnisse dazu beitragen, Risikopatientinnen und -patienten frühzeitig zu identifizieren, die Erkrankung gezielter zu behandeln oder ihren Ausbruch zu verhindern“, erläutert Isabel Sandner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projektteam. Die Fürther Manfred-Roth-Stiftung unterstützt das Forschungsvorhaben jetzt mit 21.100 Euro zugunsten der Forschungsstiftung Medizin am Uniklinikum Erlangen. Dank des Matching-Funds-Programms stockt das Uniklinikum Erlangen die Spende auf insgesamt 26.586 Euro auf.

Patientin mit drei Autoimmunerkrankungen am Uniklinikum Erlangen erfolgreich mit einer CAR-T-Zell-Therapie behandelt

Drei Autoimmunerkrankungen, neun erfolglose Therapieversuche, elf Jahre Leidensweg: Als Kerstin F. im Frühjahr 2025 mit dem Hubschrauber ans Uniklinikum Erlangen gebracht wurde, war sie dem Tod näher als dem Leben. Doch den Expertinnen und Experten der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie gelang es, die Patientin mithilfe einer CD19-CAR-T-Zell-Therapie erfolgreich zu behandeln. Heute ist die 47-jährige Mutter von zwei Kindern weitestgehend beschwerdefrei. Der Fall wurde Anfang April 2026 in „Med“, einer Fachzeitschrift im Wissenschaftsverlag „Cell Press“, publiziert.

Einladung zur DZI-Online-Veranstaltung über Sklerodermie am Mittwoch, 13. Mai 2026

Sie zählt zu den seltenen, aber schweren Autoimmunerkrankungen: die systemische Sklerose (Sklerodermie). Betroffene leiden unter einer zunehmenden Verdickung und Verhärtung (Fibrose) der Haut, da sich vermehrt Bindegewebe bildet. Außerdem können sich Gefäße entzünden und dadurch verändern. Auch innere Organe wie Lunge, Verdauungstrakt und Nieren können angegriffen werden; zusätzlich treten durch die Fibrose häufig Gelenk- und Muskelbeschwerden auf. Um schwerwiegende Verläufe zu verhindern, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend. Mithilfe einer ausführlichen Anamnese, Kapillarmikroskopie, spezieller Blutuntersuchungen und bildgebender Verfahren kann die Erkrankung erkannt und ihr Stadium beurteilt werden. Ziel der Therapie ist es derzeit, die Verhärtung von Haut und Organen zu verlangsamen oder zu stoppen. Gleichzeitig ist die Forschung zu neuen Therapieansätzen von großer Bedeutung, um die Sklerodermie besser zu verstehen, früher zu erkennen und die Behandlungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Im aktuellen Webinar des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert Dr. Christina Bergmann, Oberärztin der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen, über die neuesten Therapieansätze bei systemischer Sklerose. Das Webinar findet am Mittwoch 13. Mai 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.

2,5 Mio. Euro Förderung für CAR-T-Zell-Studie unter Erlanger Leitung am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) fördert die multizentrische Studie CURE-GvHD unter Leitung des Uniklinikums Erlangen mit 2,5 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Geprüft wird ein CAR-T-Zell-Ansatz für Patientinnen und Patienten mit schwerer chronischer Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung (cGvHD).

Erlanger Forschende wollen Diagnose und Therapie beider Erkrankungen verbessern

Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen ein leicht erhöhtes Risiko haben, im späteren Leben an der Parkinson-Krankheit zu erkranken. Die Gründe dafür sind noch unklar. Dr. Pooja Gupta, Gruppenleiterin für „Bioinformatik für Multi-Omics“ am Uniklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), wird dieser Frage in den kommenden fünf Jahren nachgehen. Ihr Projekt „AI-PREDICT“ setzt künstliche Intelligenz ein, um die potenziellen biologischen Zusammenhänge zwischen beiden Krankheiten zu untersuchen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die Initiative mit rund zwei Millionen Euro.

DZI-Patiententag am Samstag, 11. April 2026, im Uniklinikum Erlangen

Neurologische Erkrankungen wie die Parkinson Erkrankung, Multiple Sklerose oder die Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis (Myasthenie) stellen Betroffene und ihre Angehörigen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnet der rasante medizinische Fortschritt vielfältige Therapiemöglichkeiten und neue Perspektiven. Beim Patiententag des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen am Samstag, 11. April 2026, von 10.00 bis 14.00 Uhr, informieren Expertinnen und Experten der Neurologischen Klinik und der Molekular-Neurologischen Abteilung des Uniklinikums Erlangen in parallelen Vortragsveranstaltungen umfassend über diese drei chronischen Erkrankungen des Nervensystems. Die Veranstaltung findet in den Hörsälen Medizin im Ulmenweg 18 in Erlangen statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung unter Tel. 09131 85-44944 oder per E-Mail an dzi-leitung@uk-erlangen.de wird gebeten.

Zehn Jahre interdisziplinäres Entzündungsboard am Uniklinikum Erlangen

Von Asthma und Allergien über Rheuma und Psoriasis bis hin zu Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Multipler Sklerose: Die Bandbreite immunvermittelter chronisch-entzündlicher Erkrankungen ist enorm. Rund zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Schätzungen zufolge von einer solchen Erkrankung betroffen. In den meisten Fällen muss mehr als ein Organsystem behandelt werden, was Diagnostik und Therapie komplex macht. Deshalb initiierte Prof. Dr. Michael Sticherling, in seiner Funktion als stellvertretender Direktor der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen, Anfang 2016 das interdisziplinäre Entzündungsboard. Seitdem treffen sich dort einmal wöchentlich Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachbereiche des Uniklinikums Erlangen, um Patientenfälle gemeinsam zu besprechen und den individuell besten Therapieplan zu erstellen. Mehr als 2.000 Patientinnen und Patienten haben in den vergangenen zehn Jahren von der gebündelten Expertise profitiert. Am 23. März 2026 wird das Entzündungsboard zum 500. Mal zusammenkommen.

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