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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Chronisch-entzündliche Hauterkrankung im Fokus – Vorträge am 2. Juni 2026

Die Hidradenitis suppurativa, auch Akne inversa genannt, ist eine schmerzhafte, chronisch verlaufende Hauterkrankung, die Betroffene häufig stark belastet – körperlich wie psychisch. Die Hautklinik und das Deutsche Zentrum Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen laden deshalb am 2. Juni 2026, von 16.00 bis 18.00 Uhr, zu einer Patientenveranstaltung ein. In Vorträgen informieren Prof. Dr. Wiebke Sondermann, stellvertretende Direktorin der Hautklinik, Oberarzt Prof. Dr. Michael Sticherling und Funktionsoberarzt Dr. Lukas Sollfrank über den aktuellen Stand der Medizin, Therapieoptionen sowie Möglichkeiten zur Selbsthilfe. Eingeladen sind Patientinnen und Patienten, ebenso wie Angehörige und andere Interessierte. Veranstaltungsort ist der große Hörsaal der Hörsäle Medizin im Ulmenweg 18 in Erlangen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bürgervorlesung am 18. Mai 2026 informiert über Lebendspenden

Eine starre Altersgrenze gibt es bei Organspenden nicht. Viel entscheidender als das Alter ist der Gesundheitszustand der potenziellen Spenderinnen und Spender, auch ältere Menschen können dafür in Frage kommen. In seinem Bürgervortrag erklärt Prof. Dr. Mario Schiffer, Direktor der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie des Uniklinikums Erlangen, nach welchen medizinischen Kriterien die Entscheidung für eine Lebendspende getroffen wird. Im Rahmen seiner Bürgervorlesung „Organspende – eine Frage des Alters?“ am Montag, 18. Mai 2026, ab 18.15 Uhr spricht Prof. Schiffer außerdem über den großen Bedarf an Spenderorganen, erläutert aktuelle Transplantationszahlen und gibt einen Einblick in die Abläufe rund um eine Organspende.

Manfred-Roth-Stiftung unterstützt Forschungsprojekt zu häufiger Spätkomplikation bei Stammzelltransplantationen mit 21.100 Euro

Bei rund der Hälfte aller Patientinnen und Patienten, die eine körperfremde Stammzelltransplantation erhalten – etwa zur Behandlung einer akuten Leukämie –, tritt nach der Gabe eine chronische Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD) auf. Dabei handelt es sich um eine Spätkomplikation, bei der die transplantierten Spenderimmunzellen gesundes Gewebe der Empfängerin oder des Empfängers angreifen. Obwohl diese Erkrankung in der Regel gut behandelbar ist, schränkt sie die Lebensqualität oft erheblich ein. Daher möchte nun ein Forschungsteam um Prof. Dr. Silvia Spörl, Oberärztin der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Uniklinikums Erlangen, im Rahmen des Projekts „Funktionelle Heterogenität pathogener T-Zell-Subpopulationen bei der chronischen Graft-versus-Host-Reaktion“ die zugrunde liegenden Mechanismen genauer untersuchen. „Langfristig könnten die Ergebnisse dazu beitragen, Risikopatientinnen und -patienten frühzeitig zu identifizieren, die Erkrankung gezielter zu behandeln oder ihren Ausbruch zu verhindern“, erläutert Isabel Sandner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projektteam. Die Fürther Manfred-Roth-Stiftung unterstützt das Forschungsvorhaben jetzt mit 21.100 Euro zugunsten der Forschungsstiftung Medizin am Uniklinikum Erlangen. Dank des Matching-Funds-Programms stockt das Uniklinikum Erlangen die Spende auf insgesamt 26.586 Euro auf.

Bürgervorlesung am 11. Mai 2026 informiert über moderne Krebstherapien im Kopf-Hals-Bereich

OP, Bestrahlung, Chemotherapie: Die Therapie fortgeschrittener Kopf-Hals-Tumoren ist komplex und stellt Betroffene vor große körperliche und seelische Herausforderungen. Neue Behandlungsansätze wie die perioperative Immuntherapie eröffnen hier zusätzliche Möglichkeiten, die körpereigene Abwehr im Kampf gegen den Krebs zu aktivieren. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Für welche Patientinnen und Patienten kommt eine Immuntherapie infrage? Hat sie das Potenzial, das Überleben zu verlängern und damit bisherige Behandlungsansätze grundlegend zu verändern? Diesen Fragen widmet sich die Bürgervorlesung „Perioperative Immuntherapie – neuer Behandlungsstandard bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren?“ am Montag, 11. Mai 2026. Prof. Dr. Dr. Manuel Weber, stellvertretender Direktor der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik, PD Dr. Marlen Haderlein, Oberärztin der Strahlenklinik, und PD Dr. Robin Rupp, Oberarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uniklinikums Erlangen, geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Krebsmedizin und zeigen auf, wie innovative Immuntherapien vor und nach einer Operation eingesetzt werden können.

Ein neuer Sonderforschungsbereich erforscht die Mechanismen von Autoimmunerkrankungen und innovativen zellbasierten Therapien

Autoimmunerkrankungen verlaufen häufig in Schüben: Phasen ohne Krankheitsanzeichen werden von Rückfällen unterbrochen, trotz erheblicher Fortschritte in der Therapie. Warum diese Rückfälle entstehen und wie sich krankhafte Immunprozesse dauerhaft beeinflussen lassen, gehört zu den zentralen Fragen, denen sich der neue Sonderforschungsbereich 1755 „Cellular and Systems Control of Autoimmune Disease“ (CASCAID) widmet. Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Uniklinikums Erlangen bündeln dafür ihre Expertise aus Medizin, Immunologie, Bildgebung, künstlicher Intelligenz und Biomedizintechnik. Ziel ist es, chronisch-entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, systemischen Lupus erythematodes oder entzündliche Darmerkrankungen grundlegend besser zu verstehen und daraus Therapien zu entwickeln, die nicht nur Entzündungen kontrollieren, sondern Erkrankungen dauerhaft abstellen.

Patientin mit drei Autoimmunerkrankungen am Uniklinikum Erlangen erfolgreich mit einer CAR-T-Zell-Therapie behandelt

Drei Autoimmunerkrankungen, neun erfolglose Therapieversuche, elf Jahre Leidensweg: Als Kerstin F. im Frühjahr 2025 mit dem Hubschrauber ans Uniklinikum Erlangen gebracht wurde, war sie dem Tod näher als dem Leben. Doch den Expertinnen und Experten der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie gelang es, die Patientin mithilfe einer CD19-CAR-T-Zell-Therapie erfolgreich zu behandeln. Heute ist die 47-jährige Mutter von zwei Kindern weitestgehend beschwerdefrei. Der Fall wurde Anfang April 2026 in „Med“, einer Fachzeitschrift im Wissenschaftsverlag „Cell Press“, publiziert.

Einladung zur DZI-Online-Veranstaltung über Sklerodermie am Mittwoch, 13. Mai 2026

Sie zählt zu den seltenen, aber schweren Autoimmunerkrankungen: die systemische Sklerose (Sklerodermie). Betroffene leiden unter einer zunehmenden Verdickung und Verhärtung (Fibrose) der Haut, da sich vermehrt Bindegewebe bildet. Außerdem können sich Gefäße entzünden und dadurch verändern. Auch innere Organe wie Lunge, Verdauungstrakt und Nieren können angegriffen werden; zusätzlich treten durch die Fibrose häufig Gelenk- und Muskelbeschwerden auf. Um schwerwiegende Verläufe zu verhindern, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend. Mithilfe einer ausführlichen Anamnese, Kapillarmikroskopie, spezieller Blutuntersuchungen und bildgebender Verfahren kann die Erkrankung erkannt und ihr Stadium beurteilt werden. Ziel der Therapie ist es derzeit, die Verhärtung von Haut und Organen zu verlangsamen oder zu stoppen. Gleichzeitig ist die Forschung zu neuen Therapieansätzen von großer Bedeutung, um die Sklerodermie besser zu verstehen, früher zu erkennen und die Behandlungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Im aktuellen Webinar des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert Dr. Christina Bergmann, Oberärztin der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen, über die neuesten Therapieansätze bei systemischer Sklerose. Das Webinar findet am Mittwoch 13. Mai 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.

Zehn Jahre interdisziplinäres Entzündungsboard am Uniklinikum Erlangen

Von Asthma und Allergien über Rheuma und Psoriasis bis hin zu Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Multipler Sklerose: Die Bandbreite immunvermittelter chronisch-entzündlicher Erkrankungen ist enorm. Rund zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Schätzungen zufolge von einer solchen Erkrankung betroffen. In den meisten Fällen muss mehr als ein Organsystem behandelt werden, was Diagnostik und Therapie komplex macht. Deshalb initiierte Prof. Dr. Michael Sticherling, in seiner Funktion als stellvertretender Direktor der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen, Anfang 2016 das interdisziplinäre Entzündungsboard. Seitdem treffen sich dort einmal wöchentlich Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachbereiche des Uniklinikums Erlangen, um Patientenfälle gemeinsam zu besprechen und den individuell besten Therapieplan zu erstellen. Mehr als 2.000 Patientinnen und Patienten haben in den vergangenen zehn Jahren von der gebündelten Expertise profitiert. Am 23. März 2026 wird das Entzündungsboard zum 500. Mal zusammenkommen.

Neue Medikamentenstudie „PARAISO“ bei Parkinson im Frühstadium am Uniklinikum Erlangen

Für Parkinson-Betroffene konkretisiert sich die Hoffnung, dass ein Medikament nicht nur Symptome lindert, sondern in den Krankheitsverlauf eingreifen und dadurch das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen könnte. Denn während bisher zugelassene Therapien vor allem Beschwerden wie Muskelsteifheit oder Zittern symptomatisch behandeln, setzt das Studienmedikament Prasinezumab direkt an der Ursache an. Um die Wirksamkeit des monoklonalen Antikörpers im Frühstadium der Parkinson-Krankheit zu überprüfen, suchen Forschende der Molekular-Neurologischen Abteilung des Uniklinikums Erlangen nun Betroffene zwischen 50 und 85 Jahren, deren Diagnose mindestens drei Monate und maximal drei Jahre zurückliegt und die bereits Levodopa zur Linderung ihrer Symptome einnehmen. Die Molekulare Neurologie ist damit das erste deutsche Prüfzentrum für die klinische Phase-III-Studie „PARAISO“ des Arzneimittelherstellers Roche Pharma AG.

Einladung zur DZI-Online-Veranstaltung am 18.03.2026 über innovative Therapien bei Systemischem Lupus Erythematodes

Er ist als „Roter Wolf“ oder „Schmetterlingskrankheit“ bekannt, seine Symptome sind vielfältig und variieren von Mensch zu Mensch: der Systemische Lupus Erythematodes (SLE). Betroffene der Autoimmunerkrankung – meist junge Frauen – leiden oft unter einem schmetterlingsförmigen Ausschlag im Gesicht, Gelenkschmerzen und Schwellungen, Haarausfall, Überempfindlichkeit bei Sonneneinstrahlung oder Mund- und Augentrockenheit. Krankheitsschübe gehen zudem oft mit Fieber, Abgeschlagenheit, Gelenk- und Muskelschmerzen einher. Bei schweren Verläufen kann die Erkrankung auch lebenswichtige Organe wie Nieren, Herz oder Lunge befallen und erhebliche Schäden verursachen. Um das zu verhindern, ist eine frühzeitige effektive Behandlung entscheidend – etwa mittels innovativer Ansätze wie der zellulären Immuntherapie, der sogenannten CAR-T-Zell-Therapie. Im nächsten Webinar des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI) des Uniklinikums Erlangen informiert Dr. Melanie Hagen, Oberärztin und Leiterin der Studienambulanz der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie, über die neuesten Therapieansätze bei SLE. Das Webinar findet am Mittwoch, 18. März 2026, von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen.

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