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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Erlanger Projekt mit Innovationspreis 2026 der Parkinson Stiftung ausgezeichnet

Menschen mit Parkinson leiden unter verlangsamten Bewegungen, manche zusätzlich unter Muskelsteifheit oder unwillkürlichem Zittern. Normale Alltagsaufgaben werden so zu großen Herausforderungen und die Betroffenen sind auf Unterstützung angewiesen. Der Krankheit zugrunde liegt ein langsam fortschreitender Verlust von Nervenzellen im Gehirn, für den es noch keine ursächliche Therapie gibt. Behandeln lassen sich aktuell jedoch die Symptome: So kann eine multimodale stationäre Parkinson-Komplextherapie die Motorik und damit auch die Lebensqualität signifikant verbessern. „Diese Fortschritte auch nach der Zeit in der Klinik zu erhalten und in den Alltag der Betroffenen zu übertragen, ist unser Ziel“, erläutert Prof. Dr. Heiko Gaßner, Professor für Digitale Medizin und Bewegungsanalyse in der Molekular-Neurologischen Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Jürgen Winkler) des Uniklinikums Erlangen. „Mit unserem Projekt DigiRehaPD möchten wir ein patientenzentriertes, digitales Versorgungsmodell für die personalisierte Bewegungstherapie evaluieren, das sich unmittelbar an eine Parkinson-Komplextherapie anschließt und sowohl die Mobilität als auch die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten im Alltag langfristig verbessert.“ Für diesen Ansatz wurden Prof. Gaßner und sein Team nun von der Parkinson Stiftung in der Kategorie „Klinische Forschung“ mit dem Innovationspreis 2026 ausgezeichnet und erhalten in den kommenden zwei Jahren eine Förderung in Höhe von rund 100.000 Euro.

Deutscher Psoriasis Tag bringt am 24.10.2026 in Erlangen Ärztinnen und Ärzte mit Patientinnen und Patienten zusammen

In Deutschland leiden mehr als zwei Millionen Menschen an Psoriasis. Die chronische Erkrankung, die auch als Schuppenflechte bezeichnet wird, äußert sich insbesondere mit Entzündungen der Haut, betrifft aber tatsächlich den gesamten Organismus. Deshalb ist es für die meisten Betroffenen nicht mit einem einzigen Medikament getan: Sie müssen ihre Erkrankung lebenslang managen und auf neue Situationen immer wieder richtig reagieren. Was sie dabei beachten sollten, welche Unterstützungsmöglichkeiten und neuen Forschungserkenntnisse es gibt, darüber informiert am Samstag, 24. Oktober 2026, von 9.30 bis 14.00 Uhr der Deutsche Psoriasis Tag, eine gemeinsame Informationsveranstaltung des Uniklinikums Erlangen und des Deutschen Psoriasis Bund e. V. Insgesamt fünf Vorträge richten sich sowohl an Fachpublikum als auch an Betroffene, ihre Angehörigen und die interessierte Öffentlichkeit. Die Veranstaltung findet im Novotel Erlangen, Hofmannstraße 34, in Erlangen statt. Die Teilnahme ist kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich.

Höchste Auszeichnung der DGPRÄC würdigt Verdienste um die plastische und rekonstruktive Chirurgie

Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund E. Horch wurde im September 2026 bei der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie e. V. (DGPRÄC) in Düsseldorf mit der Dieffenbach-Medaille ausgezeichnet. Damit würdigt die Fachgesellschaft Prof. Horchs besondere Verdienste im Bereich der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie. Prof. Horch ist Seniorprofessor für Plastische Chirurgie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und emeritierter Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen, die nun unter der Leitung seines Nachfolgers Prof. Dr. Andreas Arkudas steht.

Zustimmung mit Verweis auf ungelöste finanzielle Herausforderungen

Die Universitätsklinika begrüßen die Verabschiedung der Reform der Notfallversorgung im Bundestag. Mit ihr wird ein weiteres dringend erforderliches Strukturgesetz auf den Weg gebracht. Entscheidend wird nun sein, dass die Reform – ebenso wie die Krankenhausreform – konsequent umgesetzt wird. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten und eine verpflichtende Verknüpfung der verschiedenen Anlaufstellen. Ziel muss sein, Patientinnen und Patienten in die jeweils geeignete Versorgungsebene zu steuern und dadurch die Notaufnahmen zu entlasten. Das wird nur gelingen, wenn der ambulante Sicherstellungsauftrag konsequent erfüllt wird und Integrierte Notfallzentren in erster Linie an leistungsfähigen, großen Krankenhäusern konzentriert werden.

Erlanger Forschende untersuchen krebshemmende Wirkung eines Pflanzenstoffs

Quercetin steckt in Zitrusfrüchten, Zwiebeln und Buchweizen und ist für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Nun haben Forschende am Uniklinikum Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) untersucht, wie der Pflanzenstoff bei Lungenkrebs helfen könnte. Im Labor zeigte sich: Quercetin bremst die Teilung von Lungenkrebszellen und stoppt ihre Wanderung fast vollständig. Die Ergebnisse sind im internationalen Fachjournal „Cell Death Discovery“ erschienen.

Bürgervorlesung am 19. Oktober 2026 informiert über Störungen der Blutgerinnung

Häufiges Nasen- und Zahnfleischbluten, eine ungewöhnlich starke Periode oder stecknadelkopfgroße Einblutungen in der Haut: All das können Symptome einer erhöhten Blutungsneigung sein. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Sie reichen von angeborenen Gerinnungsstörungen und der Einnahme bestimmter Medikamente bis zu erworbenen Erkrankungen, etwa einem Mangel an Blutplättchen. Wie und wodurch unser komplexes Gerinnungssystem gestört werden kann, erklärt PD Dr. Julian Strobel, Oberarzt in der Transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung des Uniklinikums Erlangen, im Rahmen seiner Bürgervorlesung „Blutungsneigung – Ursachen, Diagnostik und Therapie“. Er zeigt außerdem, wie die Auslöser aufgespürt werden und welche Behandlungsoptionen je nach Erkrankung in Frage kommen. Der Vortrag beginnt am Montag, 19. Oktober 2026, um 18.15 Uhr.

Breast Reconstruction Awareness Day – Infoveranstaltung für Patientinnen und Angehörige am 27.10.2026

Die Diagnose Brustkrebs stellt Frauen vor große körperliche und seelische Herausforderungen. Und selbst wenn die Behandlung erfolgreich war, können die Narben einer abgenommenen Brust die Selbstwahrnehmung und das Wohlbefinden der Patientin nachhaltig beeinflussen. „Zwar überwiegen bei den meisten Frauen die Freude und die Erleichterung, überlebt zu haben“, weiß Prof. Dr. Andreas Arkudas, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen. „Doch oft bleibt ein Störfaktor im Körpergefühl. Das muss aber nicht sein. Wir können unseren Patientinnen sehr gut helfen und möchten zu einer besseren Aufklärung über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Brustrekonstruktion beitragen.“ Anlässlich des Breast Reconstruction Awareness Day informieren die Erlanger Expertinnen und Experten am Dienstag, 27. Oktober 2026, von 16.00 bis 18.00 Uhr Patientinnen und Angehörige über moderne Verfahren der Brustrekonstruktion. Die Vorträge können entweder online oder vor Ort im Konferenzraum im Erdgeschoss des Chirurgischen Zentrums, Bauteil A, Krankenhausstraße 12, in Erlangen mitverfolgt werden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Podcast-Reihe des Deutschen Zentrums Immuntherapie gestartet

Beim Kochen Einblicke in die Neurochirurgie erhalten, auf der Joggingrunde mehr über Autoimmunerkrankungen erfahren oder während der Zugfahrt in die Transplantationsmedizin eintauchen? Die neue Podcast-Reihe des Deutschen Zentrums Immuntherapie des Uniklinikums Erlangen macht’s möglich. Unter dem Titel „Medizin im Wandel – Wissenschaft, Innovation und neue Perspektiven“ sprechen Expertinnen und Experten des Uniklinikums Erlangen über aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze in der Immunmedizin. Jeden zweiten Donnerstag erscheint eine neue Folge. Den Auftakt machte am 1.10.2026 das Thema „Multiple Sklerose im Blick – innovative Therapien“; am 15.10.2026 wird „Präzise Diagnosen, neue Therapien: Lebererkrankungen im Spannungsfeld von Wissenschaft und Klinik“ veröffentlicht. Die Folgen dauern jeweils 20 bis 40 Minuten und sind dauerhaft auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Zusammenhängen zwischen Ernährung, Alkoholkonsum und Demenz auf der Spur

 

Kann eine Ernährungsberatung nicht nur die geistige Leistungsfähigkeit verbessern, sondern auch den Alkoholkonsum beeinflussen? Und welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Diesen Fragen ist ein Forschungsteam um Prof. Dr. Carolin Donath und Dr. Julia-Sophia Scheuermann aus dem Bereich Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Uniklinikums Erlangen nachgegangen. Im Mittelpunkt standen dabei Menschen mit einer leichten Beeinträchtigung ihrer geistigen Fähigkeiten, einer sogenannten Mild Cognitive Impairment (MCI). Ihre Forschungsarbeit wurde nun auf dem 25. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung vorgestellt und mit einem von drei Posterpreisen ausgezeichnet.

Universitätsbund Erlangen-Nürnberg fördert 3D-Biodruck in der Plastischen/Handchirurgie

Der Universitätsbund Erlangen-Nürnberg e. V. unterstützt das Projekt „3D-Bioprinting von vaskularisierten Organoiden“ mit 10.000 Euro. Die Förderung erhält Adrian Sebald von der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen. Sein Ziel ist es, aus patienteneigenen Tumorzellen dreidimensionale Gewebemodelle zu drucken. Später sollen diese Modelle auch gefäßähnliche Strukturen enthalten. So könnten sie Tumoren im menschlichen Körper realistischer nachbilden und neue Möglichkeiten für die Krebsforschung und die Erprobung von Therapien eröffnen.

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