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Pressemitteilungen

Aktuelle Presseinformationen

Hier finden Sie die jeweils aktuellsten Nachrichten aus dem Uniklinikum Erlangen. Eine vollständige Übersicht über alle Meldungen bekommen Sie im jeweiligen Archiv.

Infoveranstaltung des Lippen-Kiefer-Gaumenspalten-Zentrums am 28.11.2026

Die Diagnose einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte wirft bei werdenden und frischgebackenen Eltern meist viele Fragen und Unsicherheiten auf. Betroffene Familien schon frühzeitig zu begleiten, ihnen Antworten zu geben sowie Sorgen und Ängste zu nehmen, ist dem Team des Lippen-Kiefer-Gaumenspalten-Zentrums des Uniklinikums Erlangen ein großes Anliegen. Die nächste Informationsveranstaltung zu dem Thema findet am Samstag, 28. November 2026, von 10.00 bis 13.30 Uhr im Hörsaal II der Zahn-Mund-Kieferklinik, Glückstraße 11, in Erlangen statt. Die Vorträge richten sich an Menschen mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und ihre Familien. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung bis 14.11.2026 via E-Mail an veranstaltungen.ko@uk-erlangen.de wird gebeten.

Bürgervorlesung am 02.11.2026 über digitale Medien und ihren Einfluss auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Stundenlanges Scrollen, Hate Speech und Ragebait, unrealistische Schönheitsideale und sozialer Druck: Insbesondere für Kinder und Jugendliche bergen die sozialen Medien neben dem Vergnügen auch große Gefahren. Sogenannte Dark Patterns sorgen gezielt dafür, dass die Heranwachsenden online schnell das Zeitgefühl verlieren und unüberlegt handeln. Wie diese schädlichen Strukturen funktionieren und welchen Einfluss sie auf die Mädchen und Jungen haben, erläutern am Montag, 2. November 2026, Prof. Dr. Oliver Kratz und Dr. Stefan Mestermann im Rahmen ihrer Bürgervorlesung. Unter dem Titel „Social-Media-Verbot? Digitale Medien und ihr Einfluss auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ präsentieren die beiden Experten der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Erlangen Daten zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die soziale Medien nutzen. Außerdem erläutern sie die Empfehlungen zum digitalen Medienkonsum für unterschiedliche Altersgruppen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V. und geben Hinweise, wie sowohl Eltern als auch Lehrkräfte die Heranwachsenden gut begleiten können. Der Vortrag beginnt um 18.15 Uhr und im Anschluss können Fragen im Plenum gestellt werden.

Schockanrufe im Namen von Kliniken – Betrugsmaschen immer ausgefeilter

Ein Anruf von einer unbekannten Nummer – am anderen Ende meldet sich scheinbar ein Arzt des Uniklinikums Erlangen. Mit ernster Stimme teilt er mit: „Ihr Sohn Michael liegt gerade in unserer Notaufnahme. Sein Darmkrebs ist zurück.“ Der Schock nach einer solchen Nachricht sitzt tief. Doch damit nicht genug: „Für seine Behandlung benötigt er ein Medikament, das extra aus der Schweiz beschafft werden muss und das die Krankenkasse nicht bezahlt.“ Ein weiterer Angehöriger sei gerade eingetroffen und die Familie solle nun ihr Bargeld zusammenlegen, damit das Krankenhaus das lebensrettende Arzneimittel schnellstmöglich kaufen kann. – Derartige Anrufe werden seit einigen Wochen vermehrt aus ganz Bayern gemeldet: Es handelt sich um sogenannte Schockanrufe, mit denen Betrügerinnen und Betrüger besorgte Angehörige um ihre Ersparnisse bringen. „Übergeben Sie auf gar keinen Fall Geld oder Wertgegenstände!“, warnt Johannes Eissing, Pressesprecher des Uniklinikums Erlangen, eindringlich. „Wir kennen diese Betrugsmasche seit Langem. Neu ist allerdings, dass die Kriminellen teilweise echte Informationen nutzen, die sie beispielsweise sozialen Medien entnommen oder Opfern im Gespräch entlockt haben. Das verunsichert die Angehörigen und macht ihnen große Angst.“

Zwei Wissenschaftlerinnen erhielten den BZKF Publication Award 2026

Zwei Forschungsarbeiten aus dem Uniklinikum Erlangen eröffnen neue Perspektiven für die Behandlung von chronischer lymphatischer Leukämie sowie von Lebermetastasen und wurden dafür jetzt mit dem Publication Award 2026 des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) ausgezeichnet. PD Dr. Gloria Lutzny-Geier, Leiterin der Arbeits-gruppe Mikroenvironment der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie, und Dr. Laura Wormser, Wissenschaftlerin der Medizinischen Klinik 1 – Gast-roenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, liefern in ihren herausragenden Publikati-onen wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung zukünftiger Krebstherapien.

Manfred-Roth-Stiftung unterstützt Pilotprojekt für chronisch kranke Kinder und Jugendliche

Bei immer mehr Kindern und Jugendlichen in Deutschland wird eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Speiseröhre diagnostiziert: Wer an der sogenannten Eosinophilic Esophagitis (EoE) erkrankt, leidet etwa unter Schluckbeschwerden, dem Steckenbleiben von Nahrung beim Essen und Ernährungsproblemen. In der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen finden Betroffene eine verlässliche Behandlung und Unterstützung. Um ihnen diese auch beim Übergang ins Erwachsenenalter dauerhaft zu gewährleisten, will Prof. Dr. André Hörning, Leiter der Pädiatrischen Gastroenterologie, Hepatologie und Endoskopie, eine übergreifende Versorgungsstruktur etablieren. „Wir möchten die Kinder- und Jugendmedizin stärker mit der internistischen Gastroenterologie sowie mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region vernetzen und auch beteiligte Bereiche wie die Ernährungsberatung und die Endoskopie einbinden“, erklärt der Leitende Oberarzt sein Pilotprojekt, das die Fürther Manfred-Roth-Stiftung mit einer Spende in Höhe von 32.000 Euro unterstützt. Die Forschungsstiftung Medizin des Uniklinikums Erlangen stockt den Spendenbetrag auf insgesamt 40.320 Euro auf.

Marion-Wucherer-Förderpreis erstmals verliehen – ermöglicht innovative Forschung zur individualisierten Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Marion Wucherer weiß, wofür sie sich einsetzt: 2020 wurde sie selbst in der Chirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen wegen eines Pankreaskarzinoms operiert. Aufgrund ihrer eigenen Krankheitsgeschichte hat die Erlangerin gemeinsam mit ihrem Ehemann Prof. Dr. Klaus Wucherer einen Förderpreis ins Leben gerufen, der künftig jährlich innovative Forschungsarbeiten zum Thema Bauchspeicheldrüsenkrebs auszeichnet. Dieser Marion-Wucherer-Förderpreis wurde nun erstmals verliehen: an PD Dr. Maximilian Brunner, geschäftsführender Oberarzt der Chirurgie, für sein Forschungsprojekt „Organoide zur Hervorsage des Ansprechens auf adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom“. Der Preis ist mit 50.000 Euro Forschungsförderung zuzüglich 5.000 Euro als persönliche Auszeichnung für Maximilian Brunner dotiert.

Personen mit Multipler Sklerose für Studieninterviews gesucht

Bis zur Diagnose Multiple Sklerose (MS) vergeht oft viel Zeit, da die ersten Beschwerden häufig unspezifisch sind. Viele Betroffene suchen in dieser Phase mehrere Praxen und Kliniken auf. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Allgemeinmedizinischen Instituts des Uniklinikums Erlangen und der Technischen Universität München untersuchen nun in einem gemeinsamen Forschungsprojekt unter dem Dach des MIDIA-Hub, wie hausärztliche und neurologische Praxen sowie Kliniken bei der Behandlung von Menschen mit Multipler Sklerose digital besser zusammenarbeiten können. Mehr Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie Patientinnen und Patienten ihren Weg bisher erlebt haben, wie sie ihre Behandlung wahrnehmen und wie sie im Alltag mit der Erkrankung umgehen, ist der erste Schritt in diesem Projekt. Für die Interviewstudie werden nun erwachsene Personen mit diagnostizierter Multipler Sklerose gesucht.

Einladung zum ersten Erlanger Familiensymposium am 14.11.2026

Familienalltag ist vielfältig – und kann zugleich bereichern, fordern und belasten. Wie können Eltern sich selbst und ihre Kinder stärken, Beziehungen feinfühlig gestalten und auch in anstrengenden Lebenssituationen handlungsfähig bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das erste Erlanger Familiensymposium der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Erlangen. Unter dem Titel „Eltern im Fokus – zwischen Alltag, Belastung und Ressourcen“ geben die Expertinnen und Experten am Samstag, 14. November 2026, von 9.00 bis 13.00 Uhr Einblicke in aktuelle Forschung und gängige Praxis. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Fachpublikum als auch an die interessierte Öffentlichkeit und findet im Ernst-Freiberger-sen.-Hörsaal in den Kopfkliniken, Schwabachanlage 6, in Erlangen statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung bis 6. November 2026 per E-Mail an kontakt.kjp@uk-erlangen.de ist erforderlich.

Bürgervorlesung am 26.10.2026 informiert über moderne Behandlung der Schuppenflechte

Gerötete, sich schuppende Hautstellen und quälender Juckreiz: Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Psoriasis. Die auch als Schuppenflechte bekannte chronisch-entzündliche Erkrankung kann aktuell noch nicht geheilt werden. Doch dank Forschung und innovativer Ansätze ist es immer häufiger möglich, die Beschwerden effektiv zu lindern und Betroffenen langfristig zu helfen. Welche Optionen es gibt und wie die individuell bestmögliche Therapieentscheidung getroffen wird, darüber spricht Prof. Dr. Wiebke Sondermann, stv. Direktorin der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen, in ihrer Bürgervorlesung am Montag, 26. Oktober 2026. Der Vortrag „Von der Salbe bis zu Antikörpern – moderne Behandlung der Schuppenflechte“ beginnt um 18.15 Uhr. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, der Expertin Fragen im Plenum zu stellen.

16-Jährige erfüllt Herzensanliegen ihrer Mutter und hilft zahlreichen Brustkrebspatientinnen

Brustkrebspatientin Barbara Zimmer verstarb 2025. Ihre Tochter Franziska hat nun ein Vorhaben umgesetzt, das ihre Mutter aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr realisieren konnte: andere Brustkrebspatientinnen unterstützen – und zwar mit weichen, herzförmigen Kissen, die nach einer Operation die Narbe entlasten und Schmerzen lindern. Auch Barbara Zimmer hatte während ihrer Krebstherapie ein solches Herzkissen erhalten und wollte selbst etwas weitergeben. Doch sie verlor den Kampf gegen den Krebs. Bei „Das Nähzimmer“ in Altdorf belegt ihre heute 16-jährige Tochter Franziska nun regelmäßig Nähkurse bei Maike Schütz und Katie Ott. Die beiden Frauen organisierten schließlich auf Franziskas Initiative hin eine mehrtägige Charity-Aktion zum Gedenken an Barbara Zimmer. Daran nahmen über 70 Personen im Alter von 7 bis 76 Jahren teil und nähten gemeinsam 426 Herzkissen. Diese wurden jetzt an Prof. Dr. Carolin Hack, stellvertretende Direktorin der Frauenklinik des Uniklinikums Erlangen, übergeben. Ein Team des BR Fernsehens begleitete Katie Ott und Maike Schütz bei ihrem Besuch in der Erlanger Frauenklinik. Der Bericht für die Frankenschau aktuell (Ausstrahlung am 14.10.2026) ist auch online in der ARD Mediathek zu finden.

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